Unkraut bekämpfen – so werden Sie das Unkraut los

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Unkräuter machen Hobby- und Profigärtnern das Leben oft schwer, denn sie finden fast immer eine Stelle, an der sie sich ausbreiten können. Mit geeigneten Geräten oder noch besser mit einer guten Vorsorge lassen sie sich jedoch leicht bekämpfen. So brauchen Zier- und Nutzpflanzen weder den Platz, noch Wasser und Nährstoffe mit Unkräutern zu teilen und können entsprechend gut gedeihen.

Mit den richtigen Werkzeugen erleichtern Sie sich die Arbeit

unkraut-pflastersteine-vernichtenUnkraut können Sie mit der Hand aus dem Boden ziehen. Schneller und rückenschonender geht es jedoch mit einer Gartenkralle, mit der Sie gleichzeitig den Boden lockern und so optimale Bedingungen für Ihre Pflanzen schaffen. Für die Reinigung von Wegen eignen sich außerdem Fugenkratzer und Fugenbürsten, mit denen Sie die Zwischenräume leicht erreichen. Sie besitzen häufig Teleskopstiele, sodass Sie bequem im Stehen arbeiten können. Alternativ können Sie aber auch einen Hochdruckreiniger verwenden oder mit einem Gasbrenner das Unkraut abflämmen. Letztere bekommen Sie in kleinen Ausführungen mit Gaskartuschen, die für die Bearbeitung von kleinen Flächen reichen, und in großen Varianten mit integriertem Transportwagen für die Gasflasche. Bei der Verwendung eines Abflammgeräts* ist allerdings Vorsicht geboten, denn die starke Hitze kann Pflanzen in der Umgebung des Unkrauts schädigen und schlimmstenfalls sogar verbrennen. Ebenso empfindlich reagieren Zäune und Bauteile aus Holz und ähnlich empfindlichen Materialien. Gegebenenfalls sollten Sie diese daher mit einem nicht brennbaren Schutz versehen.

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Unkraut auf dem Rasen – praktische Geräte für die Bekämpfung von Moos, Löwenzahn & Co.

Unkraut und Moos auf dem Rasen lässt sich gut mit einem Vertikutierer, einem Rasenlüfter oder einem einfachen Rechen entfernen. Mit diesen Geräten kämmen Sie den Rasen und lockern gleichzeitig den Boden, damit wieder reichlich Luft und Wasser bis zu den Wurzeln der Gräser dringt. Einige Pflanzen wie der Löwenzahn sind jedoch sehr hartnäckig. Bei ihnen reißen Sie mit diesen Geräten meist nur den überirdischen Teil ab und die Pflanzen treiben aus den Wurzeln wieder aus. Zur Bekämpfung dieser Unkräuter verwenden Sie deshalb am besten einen Unkrautstecher, der auch die Wurzeln aus dem Boden entfernt.

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Auf die chemische Keule verzichten Sie in einem privaten Garten besser

unkraut-vernichtenUnkrautvernichtungsmittel sollten Sie nur in Ausnahmefällen verwenden, denn sie schaden der Umwelt und damit auch den Pflanzen, die Sie vor Unkraut schützen möchten. Darüber hinaus sind viele Mittel für Mensch und Tier gefährlich. Anstelle von Chemikalien greifen Sie daher besser zu natürlichen Mitteln wie kochendem Wasser, das Sie über das Unkraut gießen. Nach solch einer Behandlung ist es innerhalb kürzester Zeit abgestorben und Sie können die Reste leicht entfernen. Unkraut sollten Sie übrigens immer möglichst frühzeitig entfernen, damit sich keine Samen bilden, durch die es sich noch stärker ausbreitet. Dies gilt im Besonderen für Schlingpflanzen (wie die Ackerwinde), die schnell andere Pflanzen überwuchern und sich von Zierpflanzen kaum lösen lassen, ohne diese zu beschädigen. Falls Ihnen gerade die Zeit fehlt, konzentrieren Sie sich daher am besten auf die Unkräuter, die bereits blühen, oder Sie entfernen zunächst nur die Blütenköpfe.

Wenn Sie auf Unkrautvernichter  nicht ganz verzichten können oder möchten, greifen Sie am besten zu bewährten Produkten der Markenhersteller.  Bei der Auswahl können auch die Kundenbewertungen sehr hilfreich sein. Hier beispielsweise einige Produkte  die bei Amazon sehr gute Kundenbewertungen haben bzw. auch von uns schon erprobt wurden:

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Da diese Mittel nicht unbedingt billig sind, sollte man diese sparsam und gleichmäßig aufbringen. Am besten eignen sich dafür Drucksprüher. Solche Geräte bekommt man im Baumarkt oder im Online-Handel (z.B. hier über Amazon*).

Beim Kauf sollte man auch darauf achten wie ergiebig der Unkrautvernichter ist und welcher Wirkstoff verwendet wird. In den meisten Fällen wird der Wirkstoff Glyphosat eingesetzt, dieser wird auch in der Landwirtschaft eingesetzt und hat sich gut bewährt. Glyphosat ist das in Deutschland und der Welt am häufigsten eingesetzte Pflanzengift; es wird auf 40 Prozent der deutschen Ackerfläche eingesetzt. Allerdings ist der Wirkstoff wegen gesundheitlichen Risiken umstritten, siehe auch unter Glyphosat-Wikipedia.

Unkrautvernichter gibt es sowohl in konzentrierter als auch stark verdünnter Form. Es gibt diese aber auch in Pulverform, wie zum Beispiel einige Unkrautvernichtungsmittel von Bayer (siehe Bild unten). Auch hier wird Glyphosat eingesetzt. Vorteil der Pulverform ist, dass diese oft in einzelne Tütchen verpackt sind und sich so sehr gut dosieren lassen. Ein Tütchen reicht oft für eine Mischung in einem größerem Drucksprüher.

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Unkrautvernichter in Pulverform

Ackerwinde und Zaunwinde kaum zu besiegen

Besonders schwierig lassen sich Unkräuter wie die Ackerwinde und Zaunwinde bekämpfen. Die Ackerwinde, oft auch auch Teufelsdarm oder Feldwinde genannt, ist eine windende und krautige Pflanze.  Trotz ihrer hübschen trichterförmigen Blüten gehört sie zu den gefürchtetsten „Unkräutern“ sowohl im Garten als auch in Weinbergen oder auf anderen Feldern. Sie  wächst sehr schnell und überwuchert schnell anderen Pflanzen.
Ganz ähnlich ist es mit der echten Zaunwinde (Calystegia), daher werden Ackerwinde und Zaunwinde oft verwechselt. Die Ackerwinde unterscheidet sich von der Zaunwinde jedoch in der Größe ihrer Blüten, die nur etwa halb so groß sind wie die der Zaunwinde. Während die Blüten der Ackerwinde bläulich oder zartrosa sind, sind die der Zaunwinde komplett strahlend weiß. Die Blätter der Ackerwinde sind länglich, während die der Zaunwinde eher rundlich sind.

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Die Zaunwinde ähnelt der Ackerwinde und überwuchert schnell alles

Zwar lassen sich Ackerwinde und Zaunwinde relativ leicht mit der Hand entfernen, jedoch hilft das nicht lange. Das größte Problem ist das ausladende Wurzelwerk, welches ständig neu aussprießt. Das ausschließlich oberflächliches Entfernen macht daher oft wenig Sinn. Um Sie wirklich zu beseitigen muss man die kompletten Wurzeln entfernen, was richtig mühselig werden kann. Man müsste den Boden sehr tief komplett durchsieben um wirklich alles zu entfernen. Oft gelingt das nicht da sich Zaunwinden mehrere Meter tief in die Erde bohren können. Wenn kleine zerhackte Reste übrig bleiben, kann es sogar das Wachstum dieses Unkrauts beschleunigen.
Auch ein Unkrautvernichter ist schwierig anwendbar. Da die Pflanzen andere Pflanzen überwuchern ist schon das gezielte Aufbringen ohne dass man andere Pflanzen schädigt sehr schwierig. Aber selbst wenn es einen gelingt Teile zu vernichten, wird man das gesamte Wachstum der Wurzeln dadurch kaum reduzieren. Wenn man mit geeigneten Unkrautvernichtern  daran geht, muss man sehr viel Geduld aufbringen und man darf keine Pflanzen vergessen. Am einfachsten ist es natürlich wenn sich in der Nähe der Zaunwinde keine andere Pflanze befindet, dann kann man zu Mitteln wie den oben im Beitrag genannten durchaus erfolgreich sein.

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Wegen der schwierigen Bekämpfung kann man die Ackerwinde und Zaunwinde meist nur im Zaum halten aber selten dauerhaft entfernen. Neben chemischen Mitteln werden zur Bekämpfung der Zaunwinde auch oft Hausmitteln wie Essig, Essigsäure, Salz und kochendes Wasser eingesetzt. Sowohl von der Verwendung von Salz als auch von Essig ist jedoch abzuraten, da diese Mittel bis ins Grundwasser geraten können und erhebliche Schäden verursachen können. Auch kann der Boden dadurch so versäuert werden das gar nichts mehr wächst. Daher ist das Aufbringen zum an vielen Stellen auch strafbar. Kochendes Wasser hilft leider oft nur bei jungen und kleinen Pflanzen.

Am besten hilft immer noch das Abdecken der Fläche mit einem dicken Unkrautvlies*, das man dann vielleicht zusätzlich mit Steinen oder Mulch bedeckt. Alternativ kann man sich aber auch mit der Zaunwinde anfreunden, denn im eigentlichen Sinne gehört das Wildkraut nicht zu den Unkräutern. Die Zaunwinde kann an geeigneten Stellen im Garten sogar sehr attraktiv wirken. Die Planze wird daher auch durchaus zur Fassadenbegrünung; Zaunbegrünung oder Kübelpflanzung eingesetzt.

 

Durch ein Vlies verhindern Sie die Entstehung von Unkraut

Noch wirksamer als die Bekämpfung von Unkraut ist eine Vorsorge, durch die Sie Unkräutern das Leben schwer machen. Bei der Anlage von neuen Wegen oder einer Grundstückseinfahrt können Sie unter Platten, Steinen oder Kieseln ein Unkrautvlies* verlegen. Fallen danach Samen zwischen die Steine, haben die Sprösslinge, die aus diesen Samen entstehen, keine Chance, an die Erdoberfläche zu gelangen. Ein Unkrautvlies eignet sich übrigens auch für Beete, denn es stoppt zwar das Wachstum von Unkraut, ist aber durchlässig für Wasser und Luft, sodass Ihre Zierpflanzen weiterhin gut versorgt werden.

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Unkrautvlies kann mit Steinen oder Mulch bedeckt werden

Unkrautvlies wird in verschiedenen Stärken (siehe z.B. Amazon*) mit einem Gewicht von etwa 50 bis 300 Gramm pro Quadratmeter hergestellt. Je dicker das Vlies ist, desto effektiver schützt es gegen Unkraut und desto länger ist seine Lebensdauer. Dicke Vliese kommen deshalb vor allem auf Grundstückseinfahrten und anderen Wegen zum Einsatz, während für Blumenbeete und Nutzgärten die dünneren und meist günstigeren Vliese ausreichen. Dort wird ein Vlies beim Pflanzen und Ernten schnell beschädigt, sodass es ohnehin öfter ausgetauscht werden muss.

Für pflegeleichte Beete: Mulchschichten aus Rindenmulch und anderen natürlichen Materialien

Hilfreich auf Beeten und unter Hecken ist eine Mulchschicht, für die sich Rindenmulch sehr gut eignet. Ihn bekommen Sie auch in farbigen Ausführungen, sodass Sie mit ihm den Garten gleichzeitig interessant gestalten können. Zum Mulchen eignen sich aber auch andere natürliche Materialien wie Rasenschnitt oder Stroh. Alle müssen nach einer Weile erneuert werden, denn sie verrotten mit der Zeit. Diese Arbeit ist jedoch schneller getan als laufend Unkraut zu jäten. Einen fast ebenso guten Effekt haben Bodendecker. Sie begrünen große Flächen und lassen dem lästigen Unkraut dadurch kaum Platz. Besonders effektiv sind Pflanzen, die Polster bilden wie der Polsterphlox*. Sie werden bei guter Pflege sehr dicht und verhindern dadurch, dass Licht auf die Samen von Unkräutern fällt. Dadurch können diese nicht keimen und vertrocknen einfach auf dem Boden.

 

Video Tipps zum Thema Unkraut vernichten

 

Autoren  u.v. / fb

Siehe auch unseren Beitrag:

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