Den Garten winterfest machen

Mit dem Herannahen der kalten Jahreszeit beginnt der Endspurt für Gartenbesitzer. Gehölze, Rasen und Beete sind auf den Winter vorzubereiten, damit sie im kommenden Frühjahr neu erblühen können. Nicht alle Pflanzen sind winterhart. 

Welche Stauden sind winterhart und was steht an?

Einige Planzen können auch unter dem Carport überwintern

Einige Planzen können auch unter dem Carport überwintern

Sämtliche Knollen, die nicht winterfest sind wie beispielsweise Gladiolen, Begonien und Dahlien, sind nach dem ersten Nachtfrost auszugraben, damit sie in trockenem Torf oder einer Kiste im Keller überwintern können. Den Platz in den bereinigten Rabatten übernehmen nun Knollen und Zwiebeln, die bis zum ersten Frost eingepflanzt werden können. Bei manchen Zwiebelgewächsen wie den Allium-Zwiebeln ist wichtig, dass sie sich nach den Einwurzeln noch an den neuen Standort gewöhnen können. Auch andere Pflanzen benötigen ein wenig winterliche Fürsorge. Kranke oder befallene Gewächse müssen zurückgeschnitten und die entsprechenden Pflanzenteile entsorgt werden. Gesunde Stauden dürfen dagegen im Garten überwintern, sie sehen oft wunderschön aus, wenn die oberirdischen Pflanzenteile mit Reif überzogen sind. Obendrein schützen sie das Herz der Stauden vor Frost, indem sie den Wurzelbereich schützen. Hinzu kommt noch ein positiver tierischer Effekt, da die Halme der Stauden den Insekten als Winterquartier dienen und die Samen der Pflanzen den Vögeln als Futter.

Es gibt in Handel übrigens auch schöne winterharte Pflanzen und winterharte Stauden

Letzte Aktualisierung am 22.11.2017 um 22:53 Uhr  *Affiliatelink ² 

Kübelpflanzen müssen zum Überwintern rein

Pflanzen überwintern im Keller

Oft finden die Planzen im Keller noch ein Plätzchen

Der überwiegende Teil der Kübelpflanzen benötigt vor dem ersten Frost ein Winterquartier, dies gilt ganz besonders für exotische Pflanzen. Wer im kommenden Jahr noch Freude an Palmen, Buchsbäumen und Oleandersträuchern haben möchte, sollte einige Besonderheiten beachten.
So sollten Gehölze, die im Freien bleiben sollen, unbedingt in den Schatten gestellt werden. Sie versuchen Wasser aus dem Boden zu ziehen, sobald sie vom Sonnenlicht getroffen werden. Der ist aber leider gefroren, weshalb die Pflanzen am Ende regelrecht verdursten.
Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass sie an frostfreien Tagen gegossen werden. Häufig sind Winterschäden an Pflanzen Trockenschäden. Pflanzen die im Gartenboden überwintern, haben dieses Problem nicht, da sie mit den Wurzeln Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen können.

Video zum Thema überwintern von Pflanzen

Auch Rasen muss überwintern

Rasen mähenWann man zum letzten Mal den Rasen mähen muss, hängt sehr stark vom Wetter ab. Gras wächst so lange, bis es richtig kalt wird, folglich muss man den Rasen auch im Herbst noch regelmäßig stutzen. Allerdings sollte ein Rasen vor dem ersten Frost dann doch schon winterfest sein, wobei beim geplanten letzten Mähen die richtige Höhe wichtig ist.

Dann sollte man den Rasen etwa einen halben Zentimeter kürzer schneiden, als man es sonst tut. Eine Länge von vier Zentimetern ist in diesem Stadium empfehlenswert. Sind die Grashalme im Winter zu lang, werden sie vom Schnee niedergedrückt, im platten Gras können sich dann Krankheiten und Pilze ausbreiten.

Natürlich hat auch der Nutzgarten Zuwendung verdient

Hier geht es im Spätherbst an die letzte Kräuterernte. Dabei kann man auch sofort Oregano, Salbei und Lavendel zurückschneiden. Während man Tomaten noch bis zum Frost ernten kann, bleiben Wurzelpetersilie, Schwarzwurzeln und Kohl sogar noch ein wenig länger im Beet. Plätze, die aufgrund der Wintervorbereitung frei werden, können mit der Aussaat von Feldsalat und Radieschen ausgeglichen werden.
Sollen die Beete eher frei bleiben, kann eine Mulchschicht oder Gründünger ausgebracht werden, bevor der Boden im Nutz- oder Ziergarten zur Winterruhe findet. Zu diesem Zeitpunkt ist Umgraben ebenso tabu wie das Ausstreuen von Kunstdünger. Beides würde den natürlichen Aufbau und das Leben im Boden stören, teilweise sogar zerstören.

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Damit Bakterien, Würmer und Asseln in der Lage sind, Humus zu anderen Stoffen zu verwerten die dann von Pflanzen aufgenommen werden können, sind Lebensbedingungen erforderlich, die nur in einer bestimmten Bodentiefe vorkommen. Abgesehen davon holt man beim Umgraben noch unerwünschte Unkrautsamen aus der Tiefe an die Oberfläche.

Allgemein schätzen Hobbygärtner gesundes, fallendes Laub auf den Beeten als schützende Mulchschicht. Das gilt jedoch nicht für jede Art von Laub. Blätter der Eiche oder vom Walnussbaum sollte man jedoch, da sie nur sehr schlecht verrotten, entfernen. Dagegen sind Rhododendren und Heidelbeeren als Langzeitdünger sehr beliebt. Das Laub sollte im Übrigen auch regelmäßig entfernt werden. Lässt man das Laub dagegen liegen, kann sich darunter Feuchtigkeit sammeln, ein idealer Nährboden für Schimmel und Pilze.

Haben Gehölze das Laub komplett verloren, hat man freie Sicht auf das Astwerk, ein idealer Zeitpunkt, um kranke und abgestorbene Zweige und Äste zu schneiden. Gleiches gilt für sämtliche grobe Gartenarbeiten wie beispielsweise das Fällen von Bäumen, denn um diese Jahreszeit macht man im Garten nur sehr wenig kaputt. Dennoch sollte der Hauptschnitt an Gehölzen in den ausklingenden Winter verlagert werden. Andernfalls ist die Gefahr sehr groß, dass eindringender Frost das Holz schädigt.

Frostschäden muss vorgebeugt werden

Obstbäume, speziell Apfelbäume werden mit Hilfe von Leimringen vor Frostspannerweibchen und Blutläusen geschützt. Mit einem reflektierenden weißen Kalkanstrich kann man Rissen im Stamm vorbeugen, die bei starken Temperaturschwankungen wie Nachtfrost und Sonnenschein am Tag auftreten können.
Auch die frisch gepflanzten empfindlichen Stauden wie Sommerflieder, Herbstanemonen und andere brauchen ausreichenden Schutz. Fichtenreisig und Laub, Vlies oder Filzmatten bieten durch ihre Abdeckung ausreichenden Schutz.
Um Rosen wird Mutterboden und Kompost oder ersatzweise Erde so angehäufelt, dass die recht empfindlichen Veredelungsstellen am Kronenansatz ausreichend bedeckt sind. Kronen von Hochstammrosen erhalten ein Mäntelchen aus Sackleinen, Jute oder Vlies. Folie darf dazu keinesfalls verwendet werden. Gefäße mit winterharten Kübelpflanzen dagegen erhalten eine Hülle aus Noppenfolie.

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Pflanzen sollten ohnehin niemals mit licht- und luftundurchlässigen Materialien abgedeckt werden. Sie schwitzen darunter zu sehr und treiben in der Folge zu früh aus. Davon abgesehen benötigt der grüne Farbstoff Chlorophyll immergrüner Pflanzen auch im Winter Licht und Luft zur Photosynthese. Schneedecken sind in dem Zusammenhang gleichzeitig Problem und Hilfe. Sie nehmen das Licht, schützen jedoch vor allzu tiefen Minusgraden.

Hobbygärtner sollten erst mit den ersten Herbstfrösten an die Arbeit gehen. Vorher sollte man lediglich versuchen, in der herbstlichen Witterung die Pflanzen langsam an die kalten Temperaturen zu gewöhnen und für den Winter abzuhärten. Bei Pflanzen, die vor Winterbeginn ihre Blätter abwerfen oder einziehen, ist dies nicht nötig.

Unbedingt auch Regentonnen entleeren

Unbedingt auch Regentonnen entleeren, komfortabel geht es mit einem Schlauchanschluss

Mindestens ebenso wichtig wie der Winterschutz für Gehölze, Bäume und Blumen ist das Abstellen sämtlicher, nach außen führender, Wasserleitungen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass bei starkem Frost die Leitungen platzen. Hierbei ist sicherzustellen, dass nach dem Abstellen kein Wasser mehr in den nach außen führenden Leitungen ist. Um Frostschäden vorzubeugen muss unbedingt auch aus eventuell vorhandenen Springbrunnen und Regentonnen das Wasser abgelassen werden.
Pumpen und Wasserzuleitungen die nach draußen führen sollten abgedreht und entleert werden.

Gartenpunpe entleeren

Gartenpumpe entleeren damit Frost nichts beschädigen kann

Autor ae

Nützliche Folien und Säcke für den Pflanzenschutz im Winter

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