SolarFlow 4000 Mix Pro Test und Tutorial – Alles was man zum neuen Solar-Alleskönner wissen muss

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Mit der SolarFlow‑4000-Mix-Serie bietet Zendure ab sofort drei besonders große Heimspeicher für ein vielseitiges Einsatzgebiet wie größere Solaranlagen an. Ich habe die Geräte mal verglichen und das Highlight der Serie „SolarFlow 4000 Mix Pro“ bereits getestet.
Das Modell SolarFlow 4000 Mix Pro hat bereits einen großen Akku mit 8032 Wh verbaut und kann als On-Grid- und Off-Grid-System anmeldepflichtig oder anmeldefrei betrieben werden. Bemerkenswert sind auch die neuen PV- und Wechselrichter-Eingänge, die den Anschluss unglaublich vieler Solarpanels erlauben (insgesamt 13 kW Peak). Die neue Zendure 4000 Mix-Serie, die aus verschiedenen Modellen besteht, beeindruckt aber nicht nur durch deren Leistung, sondern auch durch den Preis und die einfache Bedienung. Meine Erfahrungen mit einem der ersten SF4000‑Mix-Pro-Prototypen erfahrt ihr in diesem Artikel. In diesem Artikel erfahrt ihr, was das System kann, für wen es sich eignet und wie meine ersten Messungen und Tests ausgefallen sind, und findet Vergleichstabellen, Schaltskizzen und neuste Angaben und Daten zu der Serie. 

Zendure SolarFlow 4000 Mix Pro vereinfacht nun erstmals auch den Einstieg oder Umstieg in eine „große Solaranlage“

Bevor ich auf meinen getesteten Prototyp von SolarFlow 4000 Mix Pro eingehe, der mir schon im April leihweise zum Test bereitgestellt wurde, hier ein paar grundlegende Informationen zu Zendure und der neuen SolarFlow 4000 Mix-Serie, falls ihr noch kein Gerät von diesem Hersteller einsetzt.
Die Firma Zendure dürfte den meisten von euch bekannt sein. Zendure ist eines der am schnellsten wachsenden Energy-Tech-Startups und hat seinen Sitz in den Technologiezentren Silicon Valley (USA), Greater Bay Area (China) und Japan. Die Firma bietet schon länger sehr leistungsstarke Balkonkraftwerk-Speicher und hat sich auch in Deutschland mit Systemen wie SolarFlow 2400 Pro*, SolarFlow 800 Pro, Hyper 2000 zu Recht eine führende Position in diesem Bereich erarbeitet.
Diese Geräte haben oft Maßstäbe im Bereich der Balkonkraftwerk-Speicher gesetzt und sind äußerst beliebt bei Solar-Einsteigern und Aufsteigern. Auch ich bin von diesen Geräten und deren Qualität schon seit Jahren überzeugt. Die meisten Geräte und deren Möglichkeiten habe ich daher auch in Tests und Tutorials genauer erläutert. Zendure hat mit diesen All-in-One-Speichern auch einige eigene Standards eingeführt, die man heute nicht mehr missen will, z. B. die KI-Funktion für die bequeme Nutzung dynamischer Strompreise (Zenki) oder die HEMS‑Funktionen, die übergreifend per Klick die verschiedensten Zendure-Speicher vernetzen und nach meiner Meinung deutlich mehr bieten, als andere Anbieter ermöglichen. Insbesondere hat Zendure aus meiner Sicht die sogenannte Nulleinspeisung, bei der man nur eigene Hausverbraucher versorgt und keine Energie in das öffentliche Netz einspeist, auch für Laien so leicht realisierbar gemacht wie kein anderes mir bekanntes System.
Sollte euch Nulleinspeisung oder HEMS noch kein Begriff sein, empfehle ich euch zunächst, den Artikel zu „Zendure Vergleich und Hems Verbund“ zu lesen oder die darin verlinkten Videos zu schauen, denn nahezu alles, was dort beschrieben wird, kann auch das neue SolarFlow 4000 Mix Pro.
SolarFLow 4000 Mix Serie von Zendure - HEMS für große Solaranlagen

Ich werde mich daher in diesem Artikel vorwiegend auf die Unterschiede und Neuerungen beim SolarFlow 400 Mix Pro beziehen und auch die MIX-Modelle AC+ vergleichen. Ansonsten würde es einfach den Rahmen des ohnehin schon sehr langen Artikels sprengen. Auch wenn SolarFlow 4000 Mix Pro viele Ähnlichkeiten zu den vorhergehenden All-in-one-Balkonkraftwerk-Speichern besitzt, handelt es sich hier um eine Neuentwicklung mit anderem Akkuaufbau, anderen Anschlussmöglichkeiten und deutlich größeren Leistungen. Es ist ein Gerät, das man eigentlich nicht mehr als Balkonkraftwerk-Speicher betrachten kann, auch wenn eine ähnliche Verwendung technisch möglich ist, der Begriff „Balkonkraftwerk“ ist ohnehin sehr schwammig.

Der Fokus ist bei der neuen Zendure-Mix-Serie mehr auf die Leute gerichtet, die nicht nur die Stromkosten mindern, sondern sie erheblich reduzieren wollen. Also auch für Leute, die eine größere Dachsolaranlage damit ausstatten möchten. Die Installation und Inbetriebnahme der neuen SolarFlow-4000-Mix-Serie ist weiterhin sehr einfach und kann bei den Modellen SolarFlow 4000 Mix AC+ und SolarFlow 3000 Mix AC+* selbst von Nutzern mit Solar-Grundkenntnissen leicht vorgenommen werden, da diese beiden Modelle nur per AC gekoppelt werden.
Im einfachsten Falle reicht das Einstecken des Schukosteckers in einen Endstromkreis (eigene Sicherung), da die Leistung bei der Lieferung auf 800W beschränkt ist.

Soll die Leistung in der App erhöht werden, muss natürlich ein Elektriker die Leitungen und die Absicherung genau prüfen. Bis 3000W soll über die Steckdose möglich sein, wenn ein Elektriker die Leistung erhöht und die Anlage entsprechend angemeldet hat. Über 3000W ist ein fester Anschluss und eine Anmeldung durch eine Elektrofirma zwingend erforderlich. Hier müssen dann auch weitere Unterlagen wie Anmeldebestätigung etc. in der App hochgeladen werden, um die Leistung  >3000 einstellen zu können (Bilder unten). Ich persönlich würde aber auch schon bei Leistungen > 1000 W einen Festanschluss durch einen fachkundigen Elektriker empfehlen! Ähnlich verhält es sich natürlich  auch bei den SolarFlow-4000 AC+ Modellen.
Ob nach den aktuellen Regularien zumindest bei den AC+-Modellen, bei Verwendung der 800‑W-Beschränkung, eine eigene Anmeldung im Marktstammdatenregister ausreicht  oder auch zwingend von einer Elektrofirma beim Netzbetreiber durchgeführt werden muss, kann ich euch aktuell nicht verbindlich sagen.
Zum einen, weil das auch von Zertifizierungen abhängt und diese erst von Zendure beantragt sind. Und zum anderen, weil sich hier immer wieder Änderungen ergeben. Zudem spielen hier vermutlich auch immer die Betrachtungsweise und die Kulanz des eigenen Netzbetreibers eine gewisse Rolle bei der Auslegung der Regularien. Ich könnte mir vorstellen, dass die eigene Anmeldung im geschilderten Fall noch ausreichen könnte, aber da müsst ihr euch im Zweifel bei eurem Netzbetreiber erkundigen, sobald alle für die Anmeldung nötigen Zertifizierungen vorliegen.

SolarFlow 4000 Mix Pro Anmeldung über Elektrofirma

Achtung Spannung -HochspannungEtwas anders sieht es bei dem hier getesteten Modell SolarFlow 4000 Mix Pro aus. Dies ist das vielseitigste Gerät der SolarFlow-4000-Mix-Serie. Es kann im Grunde alles, was die beiden anderen können, es hat aber zusätzlich Anschlüsse, um PV-Module anzuschließen. Und hier unterscheidet es sich deutlich von Balkonkraftwerken, wo jedes Modul quasi einzeln angesteckt werden muss. Bei SolarFlow 4000 Mix Pro können komplette Reihenschaltungen von Solarmodulen angeschlossen werden, also viel mehr Solarmodule. Je nach Modulgröße sind durchaus mehr als 20 Module denkbar.

Darauf gehe ich gleich noch genauer ein. Die Verkabelung der Module ist hier für Fachkundige wesentlich einfacher und schneller machbar, für Laien ist sie jedoch deutlich gefährlicher, da bei Reihenschaltungen gefährlich hohe Spannungen entstehen. Schon aus diesem Grund sollte hier die Installation und Verkabelung nur von fachkundigen Personen bzw. Elektrikern durchgeführt werden. Das sieht auch Zendure so, daher bietet Zendure das SolarFlow 4000 Mix Pro nur über Händler an, die eine korrekte Installation, Anmeldung und Inbetriebnahme über einen zertifizierten Elektriker organisieren können. Auf diese Weise kann also jeder die Vorzüge dieses Gerätes nutzen und auch gleich die höhere Leistung einstellen lassen. Den Kontakt zu einem Händler/Elektriker der das in eurer Nähe koordinieren kann, findet ihr hier auf der Zendure Seite.

Was zeichnet SolarFlow 4000 Mix Pro aus und wo sind die Unterschiede?

Um es kurz zu sagen: SolarFlow 4000 Mix Pro ist aus meiner Sicht ein All-in-one-Gerät für alle, denen ein Balkonkraftwerk nicht ausreicht. Das Gerät kann wie bereits geschildert mit 800W Beschränkung sehr einfach Plug-and-play per Steckdose angeschlossen werden. Da unterscheidet sich das System von der Handhabung kaum von bisherigen All-in-One-Speichern wie dem  SF2400Pro/SF800Pro oder Hyper 2000. Auf wichtige Unterschiede bei Anschluss und Anmeldung habe ich oben hingewiesen.

Hier möchte ich jetzt mehr auf die technischen Unterschiede  und Einsatzgebiete eingehen. Alle drei Geräte der SolarFlow‑4000-Mix-Serie bieten einen integrierten Akku mit 8 kWh (genau sollten es 8030W sein). an Kapazität. Das ist eine beachtliche Kapazität und ist eine optimale Größe, um ein normales Einfamilienhaus mit einer Solaranlage üblicher Größe so auszustatten, dass sich eine Solaranlage tatsächlich in sehr kurzer Zeit amortisieren kann, weil sie einen großen Teil des eigenen Strombedarfs deckt. Möglich wird das vor allem dadurch, dass alle wesentlichen Bestandteile einer Solaranlage in einem kompakten Gerät integriert sind, und natürlich durch den bemerkenswert günstigen Preis, zu dem die MIx-Serie aktuell angeboten wird. Der Hersteller Zendure wirbt sogar mit einer Amortisationszeit von nur 2,03 Jahren, bei Haushalten, die derzeit etwa 7000 kWh verbrauchen. Das sind natürlich äußerst optimistische Berechnungen. In der Realität halte ich aus meinen Erfahrungen aber Zeiten unter 4 Jahren bei diesem System schon für erreichbar.
Man könnte den Speicher der Modelle SolarFLow 4000 Mix Pro und 4000 AC+ sogar durch Zusatzakkus auf bis zu 50 kWh ausbauen. Wirklich sinnvoll dürfte das aber nur in seltenen Fällen sein, da sich dadurch die Amortisationszeit meistens deutlich erhöht. SolarFlow 3000 Mix AC+ hat übrigens keinen Erweiterungsanschluss für Akkus, siehe untere Tabellen! 

Die deutlich höhere Lade- und Ausgangsleistung der SolarFlow‑4000-Mix-Serie habe ich schon angesprochen. Die Modelle SolarFlow 4000 Mix AC+ und SolarFlow 4000 Mix Pro können beide bei Festanschluss mit bis zu 4000 W einspeisen, aber auch über Netz laden. In Verbindung mit PV-AC-IN sollen sogar 5000W möglich sein, was ich aber nicht getestet habe. Das etwas günstigere Modell SolarFlow 3000 Mix AC+ ist hier auf 3000W beschränkt.

Das Laden ist vornehmlich für diejenigen interessant, die einen dynamischen Stromtarif  nutzen wollen. Also unterschiedliche Strompreise zu verschiedenen Tageszeiten. Hier ist es natürlich von Vorteil, wenn ein System sehr schnell viel Energie zu günstigen Zeiten speichern kann, damit man sie zu teuren Zeiten wieder selbst nutzen kann.

Vergleich Zendure SolarFlow 4000 Mix Serie - Unterschiede

 

Und auf die Besonderheit, dass SolarFlow 4000 Mix Pro jetzt zwei starke PV-Anschlüsse mit jeweils eigenem Hochvolt-MPPT besitzt, bin ich ja schon eingegangen. Pro PV-Eingang sollen bis zu 4000W an Solarleistung durch eigenen MPPT verarbeitet werden. Das ist weit mehr, als man bei dem größten Balkonkraftwerk-Speicher anschließen könnte. Diese PV-Anschlüsse gibt es nur beim Pro-Modell, die beiden anderen Mix-Modelle erlauben keinen Direktanschluss von Solarpanels.

Weiterhin haben die Modelle SolarFlow 4000 Mix Pro als auch SolarFlow 4000 Mix AC+ noch einen PV-IN AC-Eingang , an den vorhandene Wechselrichter mit eigenen Solarpanels angeschlossen werden können. Hier sind nicht nur kleine Mikrowechselrichter anschließbar, hier kann man selbst größere Stringwechselrichter bis zu 5000W an Leistung anschließen (Bild rechts oben).
Wenn ihr also mitgerechnet habt: 2 × 4 kW PV  + 5 kW am externen Wechselrichter, so kommt man auf die unglaublichen 13 kW PV‑Leistung!  Beachtet: Das kleinste Gerät der Mix-Serie, das Modell SolarFlow 3000 Mix AC+, hat diesen PV-IN AC-Eingang ebenfalls nicht.

Die SolarFlow‑4000-Mix-Serie im Vergleich

SolarFlow 4000 Mix ProSolarFlow 4000 Mix AC+ SolarFlow 3000 Mix AC+
ModellZDA 2501k.Ak.A
HEMS kompatibel/vernetzbarJaJaJa
Integrierte NetzladefunktionJaJaJa
Nulleinspeisung möglichJaJaJa
Offgrid-SchukosteckdoseJa, JaJa
Auch Inselbetrieb mögl.?JaBedingt. Da kein PV-Anschluss vorhanden ist müsste man dann über PV-IN-AC laden wenn man keine Netzverbindung haben möchte.Wohl nicht wirklich, da man ohne Netzverbindung Akku nach jetzigen Infos nicht laden kann.
Unterstützt dynamische StromtarifeJa (auch mit KI)Ja (auch mit KI)Ja (auch mit KI)
Akku bereits verbautJa, 8038 WhJa, 8038 WhJa, 8038 Wh
Akku Kapazität erweiterbar50 kWh50 kWhnicht erweiterbar
PV-Eingänge (MC4-Buchsen)2 (für komplette Strings, also zwei Reihenschaltung vorgesehen)KeineKeine
Anzahl MPPT-Tracker2 (Hochvolt geeignet)--
Max. PV-Eingangsspannung400V--
Max. PV-Eingangsstrom2*17,2A--
Max. PV-Kurzschlussstrom (Isc)2*18A--
Maximale PV-Eingangsleistung17000W (2x4000W und einmal 5000W per PV-IN-AC Buchse)--
Betriebsspannungsbereich30-400V--
Spezieller PV-IN-AC Eingang für
Anschluss von Wechselrichter
Ja, 5000W Festanschluss oder 3680W per Schuko SteckdoseJa, 5000W FestanschlussNein
Max. kontinuierliche AC-Einspeiseleistung (BRD)4000W (bis 5000W mit PV-IN-AC) / (per Steckdose 3000W)4000W (bis 5000W mit PV-IN-AC) / (per Steckdose 3000W)3000W
Einstellbare AC-Ladeleistung (BRD)4000W (per Steckdose 3000W )4000W (per Steckdose 3000W )3000W
Max. kontinuierliche AC-Ausgangsleistung (Off Grid Steckdose)3680W3680W3680W
OffGrid Spitzenleistung7200W (200ms)7200W (200ms)7200W (200ms)
USV-Umschaltezeit auf Notstrom10 ms laut Webseite
(15ms laut vorliegenden Angaben Zendure)
10 ms10 ms
AC-Eingangs-/Ausgangsspannung / Frequenz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz
Geeignete BatterietypLiFePO₄LiFePO₄LiFePO₄
Nennenergie der verb. Batterie8038Wh
Zusatzakkus jeweils 7 kWh
8038Wh
Zusatzakkus jeweils 7 kWh
8038Wh
Zusatzakkus jeweils 7 kWh
Nennspannung der Batterie25,6V25,6V25,6V
Anzahl der LiFePo4 Zellen888
Lade-/Entladeleistung (mit einem Akku)4000W4000W4000W
Ladetemperaturk.A.k.A.k.A.
Entladetemperatur-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C-20° C - 60° C
Lade-/Entladespannungsbereichk.A.k.A.k.A.
KommunikationBluetooth, Wi-Fi, Lan, RS485Bluetooth, Wi-Fi, Lan, RS485Bluetooth, Wi-Fi, Lan, RS485
Empfohlener Temperaturbereich-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C
GehäuseIP65IP65IP65
Maße461 * 234 * 825mm461 * 234 * 825mm461 * 234 * 825mm
Gewicht80 kgk.A.k.A.
Angaben zum Teil zum Teil aus Datenblatt oder von Zendure bereitgestellt - Ohne Gewähr!

SolarFlow 4000 Mix Pro legal, anmeldefrei offgrid als Inselsystem nutzen!

SolarFlow 4000 Mix Pro versorgt extrem starke Geräte wie Gartenhäcksler oder Elektromäher usw.

Hier nutze ich sogar Gartenhäcksler ohne Netz

Interessant beim SolarFlow 4000 Mix Pro ist aber auch der sogenannte Offgrid- oder Notstrom-Modus. Dieser Modus ist eigentlich Standard, wenn das Gerät geliefert wird und man es nicht mit dem Netz verbindet. Man kann dann durch zweimaliges Drücken des Tasters die eingebaute Schukosteckdose aktivieren und damit selbst stärkste Verbraucher versorgen. Das Beeindruckende ist, dass man die Steckdose genauso stark belasten kann wie Steckdosen im Haushalt. Es stehen also 230V mit  16A zur Verfügung, die vollen 3680 W, die bei Schukosteckdosen erlaubt sind. Sogar kurze Anlaufströme von bis zu 7200W sind für 200ms möglich
In dieser Betriebsart arbeitet das System also ähnlich wie eine Powerstation oder ein sogenanntes Inselsystem. Würde man nur diese Betriebsart nutzen und würde man den Akku jedes Mal nur über die angeschlossenen Solarpanels laden, dann dürfte man das Gerät völlig legal anmeldefrei nutzen.

Hier mal eine Skizze in der ich nur den anmeldefreien Inselmodus skiziere:

Verbindet man es jedoch zusätzlich mit dem Netz, um es per Netz zu laden oder als USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) zu nutzen, dann wird es rechtlich schon wieder schwieriger mit den Regularien und ist zum Teil auch umstritten. In vielen Fällen kann es sein, dass der Netzbetreiber dann auch die reguläre Anmeldung verlangt.

Zwei linke Hände sollte man bei Eigeninstallation in der Offgrid-Betriebsart aber auch nicht haben, denn am PV-Eingang sind ja bei Reihenschaltung weiterhin Spannungen von 30 bis 400V erlaubt. Wenn man also mehr als ein Solarmodul pro PV-Eingang ansteckt, kommt man schnell in den Spannungsbereich. Der bei Berührung beider Kontakte gefährlich wird. Berührungen sind gewöhnlich zwar unwahrscheinlich, sind aber bei defekten Kabeln oder Steckern an vielleicht älteren Solarmodulen immer möglich. Man sollte daher unbedingt wissen, was man tut. Fehler und Unvorsichtigkeit können auch in dieser Betriebsart lebensgefährlich sein. 

Überblick – Wo macht also die SolarFlow 4000 Mix-Serie Sinn?

Den Einsatzbereich des neuen SolarFlow 4000 Mix Pro oder eines der anderen Geräte der Mix Serie sehe ich bevorzugt bei folgenden Szenarien:

Szenario 1: Haushalte, denen ein Balkonkraftwerk nicht mehr ausreicht oder eine große USV benötigt wird

Überschuss einer Dachsolaranlage ladenDer Hauptanwendungsbereich sind sicherlich größere Haushalte und Hausbesitzer, wo selbst ein größeres  Balkonkraftwerk mit zwei oder vier Panels nicht mehr ausreicht, um nennenswert den eigenen Strombedarf zu decken. Jeder weiß, dass Solarenergie schon ein wenig süchtig macht, wenn man damit mal angefangen hat. Viele Leute, die mit ein oder zwei Solarpanels gestartet sind, rüsten erfahrungsgemäß oft schnell weitere Solarpanels nach. Irgendwann sprengt man die Grenzen der bisherigen Plug-and-play-Speicher oder Regularien, dann kann SolarFlow 4000 Mix Pro eine richtig gute Lösung sein. Hier ist mit 13 kW an Solarleistung mehr anschließbar, als man oft braucht, da halt jetzt erstmals auch Reihenschaltungen von Panels bei Zendure-Geräten möglich sind und zudem noch optional AC-Wechselrichter angeschlossen werden können.  Aber auch für Haushalte oder Büros, wo eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nötig ist, um bestimmte Verbraucher vor Stromausfall zu schützen, bietet SolarFlow 4000 Mix Pro jetzt mit seiner 3680‑W‑Steckdose mehr als genug Leistung. Und das halt aufgrund des großen Akkus für deutlich längere Zeiten, als es Powerstations gewöhnlich könnten.

Szenario 2: Besitzer einer größeren Solaranlage oder Dach-Solaranlage 

Dach-Solaranlage-Solarpanels-PhotovoltaikanlageEs gibt immer noch viele Besitzer, die vor Jahren eine Solaranlage ohne Speicher installiert haben, weil Speicher als Akkus vor 6 oder 10 Jahren noch kostspielig waren. Damals waren Speicher auch nicht ganz so wichtig, denn da gab es noch richtig Geld für die Einspeisung. Diese Zeiten sind aber lange vorbei. Einspeisung lohnt sich heute nicht mehr, der Eigenverbrauch rechnet sich erheblich besser. Es heißt also „speichern“, wenn man Strom gerade nicht braucht, und dann nutzen, wenn er gebraucht wird. 

Die Speicherpreise sind aber in den letzten Jahren drastisch gefallen. Wer meine Akku- und Speichertests regelmäßig verfolgt hat, konnte das genau beobachten. Heute macht es selten Sinn, eine Solaranlage weiter ohne Speicher zu betreiben. Man verschenkt jeden Tag Geld, das man sparen könnte, selbst wenn man noch eine kleine Vergütung für Überschuss vom Netzbetreiber erhält. Eingesparter Strom ist immer mehr wert als die Vergütung. Mit SolarFlow 4000 Mix Pro, zum Teil auch den beiden anderen Mix-AC‑Varianten, kann man jetzt Solaranlagen ohne Speicher sehr einfach mit Speicher nachrüsten. Die Anbindung ist sogar auf verschiedene Arten möglich, einfach per 230‑V‑AC-Anschluss über Schuko-Steckdose oder auch über einen AC-Festanschluss. Eine weitere Verkabelung wäre bei AC-Verbindung unnötig, weil der Überschuss über das 230‑V-Hausnetz aufgenommen wird. Eine andere Möglichkeit wäre es, den vorhandenen Stringwechselrichter einfach mit dem neu geschaffenen „PV-IN AC-Eingang “ am SolarFLow 400 Mix Pro zu verbinden. Ich hatte es schon erwähnt: Hier kann man jetzt Wechselrichter bis 5000W Leistung anschließen, eine feine Sache. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass man den vorhandenen alten Wechselrichter komplett durch den Festanschluss von SolarFlow 4000 Mix ersetzt, denn hier kann man jetzt auch zwei 4‑kW-PV-Strings (30–400 V) direkt anschließen. Es geht auch beides gleichzeitig, also 8 kW PV und 5 kW PV per AC, also insgesamt 13kW.  Natürlich muss so etwas alles der fachkundige Elektriker machen, ich glaube, das ist aber klar geworden. Da aber alle wesentlichen Komponenten in einem Gerät verbaut sind, sollte auch die Installation und Anmeldung über die Elektrofirma günstiger werden als bei herkömmlichen Wandinstallationen.

Szenario 3: Aufbau günstiger Carport- oder Dach-Solaranlagen

Auch Besitzer, die recht günstig eine neue Solaranlage auf dem Dach oder Carport-Dach errichten lassen möchten, kann das neue Gerät SolarFlow 4000 Mix Pro eventuell helfen, die Kosten zu senken. Zwar muss natürlich weiterhin eine zertifizierte Elektrofirma die Installation oder zumindest Abnahme und Anmeldung vornehmen, jedoch könnten Kosten eventuell durch anteilige Eigenleistung  (Aufstellen des Gerätes, Leitung legen, Panelmontage etc.) übernommen werden. besonders wenn man selbst aus dem Fachbereich kommt, kann das interessant sein. Da viele andere Wechselrichter und Speicher mit vergleichbarer Leistung und Akku oft teurer und im Anschluss aufwendiger sind, kann man sicherlich auch dadurch Kosten sparen. Zudem erhält man dann eine Solaranlage, bei der man sehr einfach alles selbst über eine App mit KI-Funktionen regeln kann. Hat man schon Balkonkraftwerke mit Speicher von Zendure, so kann man diese ohne zusätzlichen Aufwand per App vernetzen und zentral regeln. Hier lohnt es sich sicherlich, vergleichbare Angebote einzuholen.

Szenario 4: Einsatz als intelligenter Stromspeicher mit KI‑Unterstützung, um dynamische Stromtarife auszunutzen

Wie schon auch die kleineren Zendure-Speicher SolarFlow 2400 Pro/AC* oder SolarFlow 800 Pro/ AC* usw. (Tipps und Tutorial dazu hier) kann natürlich auch die neue SolarFlow-Mix Serie*  dazu genutzt werden, dynamische Stromtarife auszunutzen. Die SolarFlow‑4000-Mix-Serie unterstützt zahlreiche Stromanbieter, die einen dynamischen Stromtarif anbieten. Selbst lokale Anbieter aus unmittelbarer Nähe findet man in der App. Man muss also nicht den Zendure-eigenen Stromtarif Zenwave* nutzen, um Preisschwankungen gewinnbringend auszunutzen.
Mit einem dynamischen Stromtarif kann also Strom zu günstigen Tageszeiten über die Steckdose in den Akku gespeichert und zu teuren Zeiten wieder an die Verbraucher im Haus abgegeben werden. Alles das, was ich hier und in anderen Zendure-Tests schon erläutert habe, geht natürlich auch bei dieser Mix-Serie. Hier hat man nur den Vorteil, dass halt schon ein deutlich größerer Speicher integriert ist und aufgrund der hohen Leistung deutlich schneller mit bis zu 4000W geladen und eingespeist werden kann. Da bei dynamischen Stromtarifen plötzlich die Preise wechseln können, ist ein „schnelles Laden“ ein nicht zu vernachlässigender Vorteil.

Szenario 5: Offgrid-Verwendung ohne Anmeldung für Gartenhaus, Notstrom oder mobilen Einsatz

Und da SolarFlow 4000 Mix Pro ja über eine Offgrid-Schukosteckdose verfügt, die mit der maximalen Steckdosenlast von 3680W belastet werden kann, kann das Gerät natürlich überall da eingesetzt werden, wo man keinen Stromanschluss hat. Und das sogar völlig anmeldefrei, denn Energieerzeuger, die nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden sind, gelten ja  als Inselsystem. Hier ist man zum Glück noch sehr frei bei der Verwendung und wird nicht mit sich ständig ändernden Regelungen überhäuft. Die Leistung von 3680W ist genauso groß wie die Leistung, die jede eurer Steckdosen im Haus leistet. Man kann also richtig große Verbraucher anschließen, egal ob Heizgeräte, Gartenhäcksler, Rasenmäher und vieles mehr. Sogar mein Elektroauto habe ich damit schon ein ganzes Stück offgrid aufladen können. Wird die Grenze von 3680W länger als 200ms überschritten, so schaltet die Steckdose automatisch ab. Bei Großverbrauchern wie einem „E-Auto laden“ muss man natürlich, genauso wie bei der Steckdose im Haus, darauf achten, dass eine Schukosteckdose nicht dafür gedacht ist, Höchstleistungen (z.B. > 2000W) als Dauerlast über längere Zeit bereitzustellen. Schade, dass hier Zendure aktuell nicht noch einen Offgrid-Festanschluss, vielleicht sogar mit Erdungsrelais und FI, bereitgestellt hat. Dieser wäre für Nutzer, die bevorzugt den Inselmode nutzen wollen, noch schöner gewesen.
Zendure hat in seiner Werbung auch Beispiele, in denen das Gerät auf Baustellen mobil eingesetzt wird (Bild oben rechts). Das funktioniert natürlich auch, aber aufgrund des hohen Gewichtes von 80 kg ist das wohl eher ein selten praktikables Anwendungsbeispiel, auch wenn das Gerät auf stabilen Rollen noch relativ gut bewegt werden kann.Aber es mag durchaus auch solche mobilen Einsatzbereiche geben, wenn man viel Speicher und Leistung braucht. Aber im Gartenhaus oder als Notstrom/Insel irgendwo im Haus könnte ich es mir gut vorstellen. Ich habe es selbst schon zum Versorgen eines Elektro-Rasenmähers und Gartenhäcksler verwendet. Schade ist, dass sich die kleinen Rollen auf Pflastersteinen mit Fugen nur begrenzt gut rollen lassen, ein bis 1 bis 2 cm höherer Raddurchmesser wären hier noch besser gewesen.

Die wichtigsten Features des neuen SolarFlow 4000 Mix Pro auf einen Blick

Viele neue Features und Eigenschaften der Mix-Serie habe ich euch oben bei den Einsatzmöglichkeiten und Szenarien schon genannt. Hier jetzt mal eine  übersichtlichere Auflistung der neuen Features mit kurzer Erläuterung. Die Reihenfolge der Auflistung entspricht in etwa der Priorität, die ich ihnen einräumen würde. Die Aufzählung enthält auch viele Daten und Fakten, die mir Zendure genannt hat oder die aus dem Datenblatt stammen. Ganz unten auf dieser Seite findet ihr auch noch mal eine Tabelle, in der ich alle technischen Daten einigen anderen Zendure-Geräten gegenüberstelle. Das erleichtert es dem einen oder anderen, das richtige Gerät für sein Vorhaben zu wählen. Alle Angaben beziehen sich schon auf die Serienversion, die bei heutiger Bestellung ausgeliefert wird.

Erst mal die weitgehend neuen und verbesserten Features:

  • Bidirektionale AC-Leistung von 4000W, er kann also mit 4000W ins Hausnetz einspeisen, aber auch aus dem Netz laden. In Verbindung mit PC-IN-AC ist sogar 5000W Einspeisung möglich.
  • Großer 8032Wh Akku bereits integriert (Zendure garantiert 10000 Zyklen bei  bei 70 % EOL SOH), 15 Jahre Lebensdauer und 10 Jahre Garantie. Also auch nach 15 Jahren soll die Kapazität noch 70% betragen!
  • Speicherkapazität durch 7 kWh Zusatzakkus bis 50 kWh ausbaubar
  • Offgrid-Schuko-Steckdose, die auch ohne Netz bis zu 3680W an Leistung (200ms sogar 7200W) bereitstellen kann
  • Notstrom und USV-Modus für unterbrechungsfreie Stromversorgung / Umschaltzeit von Netz auf Akku bei Stromausfall: 15 ms
  • Zwei 4000W MPPT-Eingänge (im Prototyp noch 3000W laut Zendure), bei denen an jeden Anschluss 4000 W PV‑Leistung angeschlossen und verarbeitet werden können. Möglich ist dies, da jetzt Solarpanels in Reihe geschaltet werden dürfen (Voc 30 bis 400V / 18A Isc).
  • Niedrige Startspannung: Da die MPPTs bereits ab 30V arbeiten, kann man mit ein oder zwei herkömmlichen Solarpanels starten und das System später einfach durch Hinzufügen von Panels günstig ausbauen
  • Ein zusätzlicher PV‑ACin-Eingang erlaubt es, Wechselrichter mit weiteren Panels (bis 5000 W) anzuschließen.
  • Auch Off-Grid-Steckdose kann zum Anschluss eines externen Wechselrichters genutzt werden (max. 3680W)
  • Insgesamt sind so 13000W an PV-Leistung anschließbar
  • HEMS 2 – Neu hinzugekommene HEMS2-Funktionen, wenn man mehrere Geräte gemeinsam in der App regeln möchte. Kompatibel zum ersten HEMS. Mehrere Geräte, auch die bisherigen HEMS-Zendure Speicher können in der App vernetzt werden und arbeiten zusammen.
  • LAN‑Anschluss – neben WLAN und Bluetooth kann jetzt auch alternativ ein Netzwerkkabel angeschlossen werden, um Gerät mit Switch oder WLAN-Router zu verbinden
  • RS485-Anschluss – Neue Zendure Smartmeter wie die neuen Zendure CT3-S und Zendure CT1-S (werden in Kürze angeboten, Testgerät bereits angefordert) können jetzt auch per RS485‑Kabel angeschlossen werden. RS485 ist eine schnelle Kabelverbindung, die auch bei Netzwerkausfall noch funktioniert und bei professionellen Heimspeichern weitverbreitet ist. Bitte nicht mit dem ebenfalls vorhandenen LAN-Anschluss verwechseln!
  • Wirkungsgrad für kompletten Zyklus aus Laden und Einspeisen wird mit 90 % angegeben (meine Messungen siehe unten)
  • Gerät wird im Plug-and-play-Modus mit 800‑W-Einstellung und Schuko-Netzkabel geliefert (für höhere Leistungseinstellung ist Festanschluss mit eventuell höherer Absicherung durch Elektriker nötig,)
  • Im reinen Offgrid-Betriebsart völlig anmeldefrei zu betreiben
  • Auch vorhandene Dachsolaranlagen lassen sich jetzt noch einfacher mit einem großen Speicher nachrüsten. Überschuss kann einfach auch per AC über Hausnetz aufgenommen werden.
  • Sehr kompaktes Gerät, das fast alle wichtigen Komponenten einer echten Solaranlage beinhaltet.
  • Gerät wird auf stabilen Rollen mit leicht herunterfahrbaren Füßen geliefert (allerdings mit 80 kg recht schwer)

Features die SolarFlow 4000 Mix Pro auch besitzt, ihr aber vermutlich schon von anderen Zendure-Geräten kennt:

  • Stabiles und robustes Metallgehäuse. Wetterfest/spritzwassergeschützt nach Schutzklasse IP65. Geeignet, um Geräte indoor und outdoor aufzustellen (-20 bis 55 °C)
  • Speicher besitzt integrierte Heizung, unter 0 °C wird auf 0 °C aufgewärmt
  • SolarFlow 4000 Mix Serie besitzt auch wieder ein integriertes Aerosol-Feuerlöschsystem für zusätzliche Sicherheit
  • Dynamische Stromtarife werden unterstützt
  • Zahlreiche Energiemodis (Energiepläne), die manuelle oder automatische Regelung und Nulleinspeisung erlauben,
  • KI-Zenki vereinfacht die Verwendung von dynamischen Stromtarifen zur Stromersparnis
  • GanZen-GaN-Technologie (Galliumnitrid-Halbleiter) erlaubt es, Elektronik durch schnellere Schaltvorgänge kleiner, kühler und effizienter zu konstruieren. Eine moderne Technologie, die immer öfter auch in der Leistungselektronik eingesetzt wird.
  • Unterstützung zahlreicher Smartmeter, auch der beliebte  Shelly Pro EM* aber auch Zendure 3CT* oder Zählerauslesegeräte wie Everhome Ecotracker* bzw. Zendure D0-Zähler*  (teilweise auch lokale Verbindung möglich)
  • Unterstützt auch weiterhin andere Energiemessgeräte wie Zwischenstecker also Smart Plugs* von Zendure oder Shelly

Hinweis: Noch Prototyp SF4000 Mix Pro
Alle Angaben konnte ich natürlich nicht überprüfen oder nachmessen. Schon aus dem Grund, da Zendure derzeit nur erste Prototypen an einige Beta-Tester, Youtuber und Blogger verschickt hat. Man erkennt den Prototyp oft am Schriftzug auf der Frontseite des Gerätes. Dort steht noch ein anderer Produktname, vermutlich noch ein Projektname während der Entwicklung. Laut Zendure gibt es aber nur geringe Unterschiede zum fertigen Gerät. Beim Seriengerät werden wohl vornehmlich noch kleine Optimierungen wie bessere Anordnung der Buchsen etc. durchgeführt. Aber das Seriengerät schaue ich mir sicherlich auch noch mal genauer an, sobald das lieferbar ist. Bestellen kann man es, wie schon angesprochen, bereits über Händler, die Zendure vermittelt. Sollten mir Änderungen oder neue Informationen bekannt werden, trage ich die unten nach.  Aktuell also noch alle Angaben ohne Gewähr. Viele der Angaben beruhen noch auf Aussagen von Zendure und deren Forschungs- und Entwicklungsabteilung, aber erfahrungsgemäß kann sich so etwas immer noch mal ändern. Man ist da leider derzeit auch gegenüber Testern noch etwas sparsam mit Fakten und genauen Daten.

SolarFlow 4000 Mix Pro Anschlussmöglichkeiten mal genauer angeschaut

Kommen wir mal zu den technischen Details, die viele sicherlich interessieren werden, unter anderem wie die genauen Anschlussmöglichkeiten aussehen. Da SolarFLow 4000 Mix Pro jetzt auch für den vermehrten Einsatz an größeren Dachsolaranlagen gedacht ist, hat es natürlich mehr und auch noch professionellere Fest-Anschlussmöglichkeiten, als es die reinen Balkonkraftwerk-Speicher bieten müssen. In den unteren Bildern habe ich die Anschlussmöglichkeiten, wie sie am Seriengerät aussehen sollen, mal abgebildet. Bei dem mir vorliegenden Prototyp sind die Anschlüsse teilweise etwas anders platziert, siehe Bild etwas weiter unten. Die Anschlüsse verteilen sich auf die linke und rechte Seite des Gerätes. Bei den kleineren Modellen der Mix-Serie SolarFlow 4000 Mix AC+* und SolarFlow 3000 Mix AC+* fehlen die PV-Eingänge, da diese Versionen nur über die Steckdose bzw. AC gekoppelt werden. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede. Die günstigste Version SolarFlow 3000 Mix AC+ ist darüber hinaus auf 3000W statt 4000W begrenzt und hat weder PV-IN-AC noch Batterie-Anschluss!

Auf der rechten Seite findet man die wichtigsten Anschlüsse, das sind:

  • 230‑V-Netzanschluss (Plug-and-play-Anschlusskabel wird mitgeliefert, Festanschluss ist auch möglich). Über diesen Eingang kann die SolarFlow 4000 Mix-Serie Energie an die Verbraucher im Haus abgeben oder AC-Überschuss einer anderen Solaranlage laden (beides bis 4000W)
  • PV-IN- AC Anschluss – Festanschluss für externe String- oder Mikrowechselrichter (ideal, um ältere PV‑Anlagen einfach mit Speicher auszustatten)
  • Schukosteckdose für Notstrom / USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) oder zur Stromversorgung an Orten, wo kein Netz vorhanden ist (Steckdose liefert 230V/16A , also bis 3680W – kurzzeitig 7200W)

  • LAN-Anschluss: Für eine vollwertige Netzverbindung am Router oder Switch. Alternativ ist aber auch WLAN genauso gut möglich. Die klappbare WLAN-Antenne sieht man oben auch im Bild ebenfalls.
  • RS485-Anschluss: Jetzt ist erstmalig bei Zendure auch ein echter RS485-Eingang vorhanden. Damit kann man Smartmeter wie das Zendure Smart CT (3CT-S / 1CT-S) über ein einfaches RS‑485-Kabel direkt verbinden. Bitte nicht mit dem bisherigen Balkonkraftwerk-Smartmeter Zendure 3CT* verwechseln, dieser hat keine RS485-Schnittstelle.
  • Das ist für die Leute interessant, die sich eine besonders schnelle Reaktionszeit wünschen und eine möglichst ausfallsichere Verbindung bevorzugen. Ein Netzausfall durch defekten Router oder Sonstiges würde dann die Stromregelung nicht mehr beeinflussen. Professionelle Solaranlagen arbeiten schon seit vielen Jahren bevorzugt mit RS485-Schnittstelle bei der Smartmeter-Anbindung.
  • Der Erdungsanschluss dient zum ordnungsgemäßen Erden des Gerätes. Hier ist eine M6er-Schraube vorhanden,  an die ein Ringkabelschuh angeschlossen werden kann (Werkzeugtipps wie Crimpzangen hier). Hier verbindet man das Gerät über einen höheren Querschnitt (z.B. 6mm) mit dem Schutzleiter im Verteilerschrank oder der Potenzialausgleichschiene. Das Gerät wird zwar auch über die Zuleitung geerdet, jedoch wird diese Verbindung zusätzlich empfohlen, auch im Offgrid-Modus!

Die linke Anschlussseite des SolarFlow 4000 Mix Pro

Auf der linken Anschlusseite findet man beim Seriengerät folgendes:

  • PV-Trennschalter, um die PV-Anschlüsse zu trennen. bevor man Solarpanels oder ganze Strings (Reihenschaltungen) anschließt oder auch abzieht, sollte man unbedingt diesen Schalter auf „Off“ stellen. Alle professionellen Wechselrichter haben solche Schalter. Das Trennen verhindert, dass bei hohen Stromströmen und Spannungen die Kontakte durch winzige Lichtbögen beschädigt werden oder sogar verkleben.
  • Zwei PV-Eingänge mit jeweils eigenen MPPT‑Trackern. Wie geschildert soll laut Zendure jeder MPPT beim Seriengerät 4000W leisten können. Nutzt man beispielsweise 400-W-Panels, so könnten bis zu 10 Panels an einen einzelnen PV-Eingang in Reihe angeschlossen werden. Beachten muss man dabei aber, dass die maximale PV-Spannung (Summe der Voc-Einzelspannungen) von 400V nicht überschritten wird. Jeder MPPT arbeitet von 30 bis 400V.  

SolarFlow 4000 Mix Pro Tutorial - PV-Anschlüsse auf der linken Seite genau beschrieben

  • Anschluss für weitere Akkus zur Erhöhung der Speicherkapazität auf bis zu 50 kWh. Laut Zendure werden in Kürze stapelbare Akkus mit 7 kWh als Erweiterung angeboten, falls der integrierte Speicher von kWh nicht ausreicht. Bisherige Akkutypen von Zendure sollen nicht verwendet werden können, was natürlich aufgrund der anderen Akkuspannung von 25,6V logisch ist. Zur neuen Akkuspannung unten auf der Seite noch ein paar Anmerkungen.
  • Batterie-Schalter, um Erweiterungsakkus vom System zu trennen. Auch diesen Schalter sollte man immer auf Off-Stellung haben, bevor man Akkus abzieht oder anschließt.

Wie schon angesprochen , sind die Anschlüsse aktuell bei dem vorliegenden Test-Prototypen von SolarFlow 4000 Mix Pro noch etwas anders auf beiden Seiten verteilt als bei dem oben gezeigten Seriengerät. Beim Prototyp  (Bild unten) ist insbesondere der LAN-Anschluss noch auf der linken Seite. Auch die MC4-Buchsen sind hier noch etwas schlechter zugänglich als beim Seriengerät.

 

Datenblatt zum SolarFlow 4000 Mix Pro

Das komplette Datenblatt zum neuen SolarFlow 4000 Mix Pro liegt noch immer nicht vor, aber viele Teildaten konnte ich schon von Zendure bekommen und erfragen. Ganz unten auf dieser Seite findet ihr alle bisher bekannten Daten noch mal in einer Vergleichstabelle. Sollte sich was ändern, wird es dort nachgetragen, sobald es bekannt wird.

Daten SolarFlow 4000 Mix Pro

 

Hier könntet ihr aber auch schon einiges aus dem Typenschild entnehmen. Beachtet: Dies ist das Typenschild von meinem vorliegenden SF4000 Mix Pro‑Prototyp. Kleine Änderungen am Seriengerät sind nicht ausgeschlossen:

 

SolarSolarFlow Mix Pro – Beschaltung mal vereinfacht dargestellt

Den meisten Experten dürfte die Beschaltung aufgrund der Anschlüsse und Erläuterungen schon klar sein. Aber zum besseren Verständnis habe ich noch einmal eine Skizze erstellt, welche die Anschlussmöglichkeiten recht verständlich beschreibt.
Man sieht hier, was sich alles anschließen lässt und welche Leistung wo maximal fließen könnte. Natürlich muss man nicht in jedem Fall all diese Dinge anschließen, das haben wir ja oben schon bei der Offgrid-Skizze gesehen.
Es wird Anwendungsfälle geben, wo man beispielsweise gar keine Solarpanels benötigt oder erst später benötigt. Oder in vielen Fällen wird man auch keinen externen Wechselrichter benötigen, wenn man z.B. über AC oder PV-Panels direkt lädt. Und auch Erweiterungsakkus wird man vermutlich in eher selteneren Fällen benötigen, da man hier einfach schon einen recht großen Akku verbaut hat. Jeder kann halt die Beschaltung wählen, die in seinem Anwendungsfall am besten passt und den geringsten Aufwand darstellt. Natürlich können auch viele Dinge kombiniert werden, so wie man es in der Zeichnung sieht. Das macht dieses System aus meiner Sicht so interessant und flexibel.

Schaltskizze Skizze die Anschlussmöglichkeiten von SolarFLow 4000 Mix Pro veranschaulicht

Erste Belastungs- und Funktionstests am SolarFlow 4000 Mix Pro

Nachdem mir schon im April der Prototyp von SolarFlow 4000 Pro bereitgestellt wurde, konnte ich bereits ein wenig Erfahrung sammeln und einige Messungen und erste Belastungstests On- und offgrid durchführen. Alle Tests sind aber längst noch nicht abgeschlossen, da immer noch neue Funktionen oder Änderungen von Zendure an App und Einstellungen vorgenommen werden und auch noch wichtige technische Informationen noch immer nicht vorliegen, um manches zu bewerten. Die offizielle App wurde zudem zum Testzeitpunkt noch nicht veröffentlicht, vieles konnte ich daher nur mit einer  Beta-Version der App ausprobieren. Einiges kann ich für euch auch nicht testen, wie zum Beispiel die KI für die dynamischen Stromtarife, da ich keinen dynamischen Stromtarif nutze. Dieser Artikel wird daher weiterhin noch ergänzt, sobald neue Fakten und Erkenntnisse vorliegen.

Plug-and-play – per Schukostecker geht auch beim SolarFlow 4000 Mix Pro

Nachdem man es geschafft hat, das 80‑kg-Gerät auszupacken und aus dem unteren Karton zu heben, kann man es relativ gut bewegen, zumindest auf halbwegs ebenem Untergrund. Das liegt daran, dass es jetzt unten schöne Rollen bekommen hat. Man kann es einfach zu der gewünschten Position entweder indoor oder auch outdoor schieben und kann dann unkompliziert mit der Hand die Füße ausfahren. Auf diese Weise kann man das Gerät auch auf schrägen oder unebenen Flächen sicher aufstellen. Es werden zudem wieder Winkel mitgeliefert, mit denen man das Gerät zur Sicherheit an der Wand befestigen kann, damit es beim Anstoßen nicht versehentlich kippen kann. Zusätzlich lagen bei mir ein Netzanschlusskabel, ein Stecker für den PV-IN-AC-Anschluss und ein Werkzeug für MC4-Stecker mit im Karton.

SolarFlow 4000 Mix Pro habe es für den Test, bei mir unter einem Carport aufgestellt, das ist durchaus möglich und auch erlaubt! Aufgrund der Schutzklasse IP65 ist das Gerät ja wetterfest und aufgrund der eingebauten Akku-Heizung ist es auch für den Winterbetrieb im Außenbereich geeignet. Eine Überdachung würde ich dennoch in jedem Fall empfehlen.

Oben also mein Standort. unten mal ein paar Anwendungsbeispiele, die Zendure auf Bildern zeigt:

SolarFlow 4000 Mix Pro Offgrid einsetzen, z.B. um im E-Auto zu laden

Will man SolarFlow 4000 Mix Pro anmeldefrei offgrid nutzen, so braucht und darf man es rechtlich nicht mit dem Stromnetz verbinden. Ich denke, das ist allgemein bekannt und hatte ich oben schon angesprochen. In diesem Fall könnt ihr es sofort mit der Zendure-App verbinden und könnt schon die Schuko-Steckdose des Gerätes für euren Verbraucher nutzen. Vergesst nicht die angesprochene Erdung, diese sollte auch bei Offgrid-Nutzung vorhanden sein.

Die Verbindung zur App ist kinderleicht per WLAN einzurichten, praktisch auf die gleiche Weise, wie es bei den bisherigen Zendure-Geräten der Fall war. Also einfach die App im Playstore herunterladen und dann den Anweisungen der App folgen. Siehe dazu auch mein Tutorial und Videos zu der Zendure-HEMS-Serie in meinem YT-Kanal. Zu den neuen SF4000Mix-Einstellungen und den neuen HEMS2-Besonderheiten die derzeit von Zendure in der App integriert werden. Bisher ist die App aber noch weitgehend identisch wie bei bisherigen Zendure-Geräten, lediglich die Energiemodis sind zeitweise neu strukturiert worden. Größere Änderungen sind für Juni angekündigt.

Belastungstest bis über die 3680W Grenze der Schukosteckdose

Den Offgrid-Modus aktiviert man, indem man die vordere Taste am Solarflow 4000 Mix Pro zweimal kurz hintereinander drückt. Wenn ihr eine Lampe oder einen anderen Verbraucher eingesteckt habt, wird dieser entweder 1 bis 2 Sekunden später starten. Die Offgrid-Steckdose kann in der App im sogenannten „Normalen Modus““ oder im „ECO-Modus “ betrieben werden, ganz ähnlich, wie man es von Powerstations her kennt. Im ECO-Modus schaltet sich die Steckdose praktisch ganz ab, wenn man zwei Stunden keinen Verbraucher angeschlossen hat.

Das Interessante an dem Offgrid-Modus ist ja die hohe Leistung, die er abgeben kann. Laut Zendure könnte der Wechselrichter 4000W abgeben. Da bei einer Schuko-Steckdose aber nur 3680W erlaubt sind, ist die Leistung auf diese Grenze elektronisch beschränkt. Lediglich für 200 ms können bis zu 7200W fließen, damit auch Geräte mit sehr hohen Anlaufströmen angeschlossen und betrieben werden können.
Bei meinen Belastungstests habe ich versucht, möglichst nahe an die Grenze von 3680 W heranzukommen. Dazu habe ich mal eine Heißluftpistole und einen Föhn über ein Messgerät und eine Mehrfachsteckdose gleichzeitig angeschlossen (Bild rechts). Bitte nicht nachmachen, Mehrfachsteckdosen sind gewöhnlich für so große Lasten ungeeignet (Brandgefahr). Das war nur speziell für diesen Test eine Ausnahme unter kontrollierten Bedingungen.
Das Ganze hat problemlos geklappt. Die 3055W machten dem SF4000Mix Pro gar nichts aus. Trotz einiger Minuten Belastung gab es weder eine Abschaltung noch eine größere Wärme- oder Geräuschentwicklung. Es war auch nichts anderes Verdächtiges zu bemerken. In der nächsten Belastungsstufe lag ich bereits nahe an 4000 W, das konnte selbst das Energiemessgerät nicht mehr korrekt anzeigen, weil dieses ja auch nur bis 3680 W ausgelegt ist. Hier dauerte es etwa 2 bis 5 Sekunden, bis SolarFlow 4000 Mix Pro korrekt wegen Überlastung abschaltet. Auch weitere Belastungstests mit stärkeren Gartengeräten wie Elektro-Rasenmäher oder Gartenhäckslern liefern bisher alle problemlos.

Selbst stärkere Dauerlast beim Offgrid-Laden eines E-Autos kein Problem

Um die Tests auf die Spitze zu treiben, habe ich auch mal mein E-Auto offgrid über die Schuko-Steckdose geladen. Hier muss ich wieder anmerken, dass Schukosteckdosen weniger gut geeignet sind, um in der Praxis so große Dauerlasten über viele Stunden zu liefern. Halt einfach, weil sich die Kontakte mit der Zeit erhitzen können.Wer schon öfter mal sein E-Auto über eine normale Haussteckdose geladen hat, wird oft bemerken, dass die Steckdose nach einiger Zeit leichte Verfärbungen zeigt. Man sollte daher darauf achten, dass man bei den Ladeeinstellungen des E-Autos (Ladegerät oder Wallbox) nicht zu hoch geht. Hier sollte man immer auch die Leitungsstärke und die Länge des Kabels von der Offgrid-Steckdose bis zum E-Auto berücksichtigen. Außerdem sollte man Kabeltrommeln bei solchen Dauerlasten immer komplett abrollen. Bleibt das Kabel aufgewickelt, kann sich die Wärme stauen – im schlimmsten Fall besteht sogar Brandgefahr. Also bitte nicht so nachmachen, wie es eventuell kurz im Video zu sehen ist. Meine Tests laufen unter kontrollierten Bedingungen und Aufsicht, da drückt man aus Zeitgründen auch mal ein Auge zu.

Da ich ein relativ langes Kabel zum E-Auto legen musste, habe ich bei mir den Ladevorgang auf 2600W beschränkt, mehr wäre über mein Standard-Hyundai-Ionic-Ladegerät aber ohnehin nicht machbar gewesen, da hätte ich dann meine Wallbox nehmen müssen. Die meisten einphasigen Ladegeräte von E‑Autos laden einphasig gewöhnlich ohnehin nicht höher als 10A per Schukosteckdose, aus besagtem gutem Grund! Und auch diesen Test hat das SolarFLow 4000 Mix Pro wunderbar gemeistert. Beachtet, dass in dieser Betriebsart jetzt ein IT-Netz ohne FI-Schutz genutzt wird. Etwas sicherer wäre es wenn hier ein fachkundiger Elektriker, z.B. mit geeignetem Adapter eine Erdungsbrücke und FI-Schutz vorsehen würde. Manche E-Auto Ladegeräte testen intern Erdverbindung oder Neutralleiter. Solche Ladegeräte könnten die Ladung blockieren, wenn nur ein IT-Netz anliegt. Auch da würde der besagte Adapter helfen. Auf diese Thematik IT-Netz gehe ich aber gleich noch mal etwas ein und zeige auch einiges in meinem Video.

Ich hatte SolarFlow 4000 Mix Pro zuvor auf 100% laden lassen und habe dann die ganze Nacht diese 8000Wh an Kapazität bis zur eingestellten 5%‑Grenze in das E-Auto geladen. Wieviel Leistung ich dabei aus dem Akku ziehen konnte, könnt ihr auch in dem unteren Bild sehen.

Das Ganze könnt ihr auch in meinem Zeitraffer-Video noch mal verfolgen. Das ist schon eine beachtliche Leistung, wenn ein Wechselrichter eine so hohe Dauerlast ohne große Wärmeentwicklung und ohne Spannungsabfall liefert. Die Leistung war wirklich überzeugend, eine Steckdose im Hausnetz hätte das nicht besser gekonnt, da wäre ich sogar noch vorsichtiger bei solchen

Notstrom / USV-Betrieb und Netzform beim SolarFlow 4000 Mix Pro

Für die Fortgeschritteneren unter euch habe ich natürlich auch die Netzform an der Notstrom-Steckdose gemessen. Wie zu erwarten war, ist hier ein schwebendes Netz, ähnlich einem sogenannten IT‑Netz, vorhanden. Wichtig ist aber zu wissen, dass dies nur der Fall ist, wenn das SolarFlow 4000 Mix Pro nicht ans Netz angeschlossen ist.
Das ist durchaus normal und ist auch bei fast allen Powerstations oder normalen handelsüblichen Wechselrichtern wie beispielsweise dem FCHAO KSC-3000W üblich. Dies lässt sich ja leicht feststellen, indem man Spannung zwischen den beiden stromführenden Kontakten zum Schutzleiter misst (Bild unten).

Ein IT-Netz zeichnet sich dadurch aus, dass  Neutralleiter und Schutzleiter nicht verbunden sind, denn hier gibt es ja gar keinen Neutralleiter. Beide Kontakte in der Steckdose führen hier nur untereinander Spannung. Zwischen den Kontakten misst man 230 V, aber gegenüber dem Schutzleiter ist keine echte Spannung vorhanden, auch wenn man hier mit hochohmigen Messgeräten oft ca. 110V messen kann.
Und genau so ist es hier auch: Der Duspol* zeigt 110V an, das ist aber nur eine Spannung, die oft durch Kapazitäten wie EMV-Entstörkondensatoren entsteht. Diese Spannung ist ungefährlich, weil sie beim geringsten Stromfluss bis auf 0V zusammenbricht. Es steckt also kein Strom dahinter. Man kann dies leicht testen, indem man einen Widerstand anlegt, zum Beispiel indem man die FI‑Testfunktion eines Duspols nutzt. Die Spannung wird beim Drücken auf nahezu null fallen, daher kann man den Schutzleiter auch bedenkenlos anfassen.
Diese Netzform und Eigenarten sind, wie zuvor erwähnt, bei vielen Stromerzeugern wie Powerstations und einfachen Wechselrichtern völlig normal, da ja keiner der Stromleiter mit Erde verbunden ist. Das ist auch nicht zu beanstanden. Der Anschluss einzelner Verbraucher ist dennoch relativ sicher, auch wenn hier natürlich kein FI-Schutzschalter auslösen kann. Denn um einen gefährlichen Stromschlag zu bekommen, müssten beide stromführenden Kontakte immer gleichzeitig berührt werden.
Gefährlicher kann es aber werden, wenn man mehrere Verbraucher an so eine Steckdose gleichzeitig anschließt und zwei Geräte einen ungünstigen Defekt besitzen. In solchen Fällen, die zugegeben seltener vorkommen, wäre ein Fehlerstromschutzschalter sicherer! Deswegen nutzt man ja in Deutschland ein geerdetes Netz mit Neutralleiter und FI-Schutzschalter.

Etwas schade ist daher, dass Zendure dem Gerät an der Notstromsteckdose keinen Fehlerstromschutzschalter (FI oder RCD genannt) spendiert. Das hätte die Plug-and-Play-Vorteile der SolarFlow-4000-Mix Serie noch etwas aufgewertet. Wäre aber wohl auch praktisch schwierig gewesen, denn das hätte eine separate Erdung und Erdungsbrücke zwingend vorausgesetzt. Die wenigsten Hersteller von vergleichbaren Geräten bauen daher eine solche Schutzmaßnahme ein, insbesondere wenn die Geräte auch mobil genutzt werden könnten.
Ein Elektriker kann so etwas aber problemlos mittels Erdungsbrücke nachrüsten, wenn man SolarFlow 4000 Mix Pro zum Beispiel  stationär im Gartenhaus für mehrere Verbraucher gleichzeitig nutzen will und man diese Schutzart dann bevorzugt. Er muss allerdings darauf achten, dass SolarFLow 4000 Mix Pro bei Netzanschluss schon jetzt das geerdete Netz mit Phase, Neutralleiter und Schutzleiter zur Schukosteckdose durchleitet, wenn es per AC angeschlossen oder angesteckt ist. Also bei Netzverbindung hat man so einen FI-Schutz durch den hauseigenen Fehlerstrom-Schutzschalter. Das habe ich im Video deutlich gezeigt, als ich diesen zum Test mal durch Fehlerstrom ausgelöst habe.

Betreibt man SolarFlow 4000 Mix Pro beispielsweise am normalen Hausnetz, um per USV Verbraucher vor Stromausfall zu schützen, so kommt es also auch zu einer Umschaltung der Netzform an der eingebauten Schukosteckdose. Man sollte immer wissen, dass der FI-Schutz quasi weg ist, sobald auf Notstrom umgeschaltet wird. Daher sollte man einen Fehlerstromschutzschalter und die nötige Brücke nur nachrüsten, wenn das Gerät dauerhaft ohne Netzverbindung aber mit ordentlicher Erdverbindung nutzt. Denn ansonsten würde eine Netzverbindung den FI-Schutzschalter im Haus auslösen.
Daran sollte ein Elektriker denken, wenn er so etwas beabsichtigt. Dieses Verhalten erschwert leider den Anschluss eines FI-Schutzschalters, wenn man auch eine Netzverbindung nutzen möchte. Eine sichere, integrierte, automatische Erdungsbrücke (Neutralleiter/Schutzleiter-Verbindung), die sich bei Umschaltung auf Notstrom aktiviert, hätte den Anschluss eines externen FI-Schutzschalters deutlich erleichtert. Es gibt zwar dennoch externe Lösungen, die sind aber teuer, weil hier sehr viele Normen eingehalten werden müssen. Die gängigen Zusatzlösungen, die oft aus Dingen wie Zeitschaltern und Schützen bestehen,  sind für mich vom Aufbau her oft wenig überzeugend und vollkommen überteuert. Besitzer von Powerstationen kennen diese Probleme.

Der Multiplus 2 wird gern für Inselanlagen verwendet

Manche professionelle Wandwechselrichter wie z.B. der Victron-Multiplus II haben eine solche automatische Erdungsbrücke bereits integriert. Geräte wie der Victron-Multiplus II* bieten daher zumindest beim Notstrom- und USV-Betrieb  schon gewisse Vorteile, wenn man vielleicht einen eigenen Inselstromkreis mit mehreren Steckdosen betreiben möchte. Auch wegen der Festanschlussmöglichkeit am Offgrid-Ausgang. Allerdings ist der generelle Installations- und Anmeldeaufwand bei solchen Geräten deutlich aufwendiger und komplexer und auch nur für Leute mit ausgezeichneten Elektrokentnissen zu empfehlen.

Bitte beachtet, dass diese Angaben auf Messungen am SolarFlow‑4000-Pro-Prototyp beruhen, es spricht aber viel dafür, dass es am Seriengerät genauso ist. Es gibt noch einen Schalter in der Beta-App, der lustigerweise mit der „klaren“ Bezeichnung „Zweipoliger kompatibler Schalter“ beschriftet ist 😉
Dieser Schalter hat Einfluss auf Erdung, Erdungsprüfung und Schutzmaßnahmen, ist aber offenbar nur für ältere Netze ohne PE-Schutzleiter im Ausland gedacht. Er sollte aktuell in Deutschland nicht aktiviert werden. Eine genauere Erläuterung lag zum Testzeitpunkt dazu auch nicht vor, er hat aber auch weniger mit der Offgrid-Steckdose zu tun, sondern betrifft in erster Linie den  Netzeingang. Warum man den Schalter überhaupt einblendet, wenn er in Deutschland nicht betätigt werden soll, konnte Zendure mir nicht schlüssig darlegen.

SolarFlow 4000 Mix Pro Plug and Play für Nulleinspeisung nutzen

Kommen wir zur anderen Betriebsart, der Einspeisung von Energie ins Hausnetz, um die Verbraucher mit eigenem Strom zu versorgen und so die Stromkosten deutlich zu senken. Das ist sicherlich das häufigste Einsatzgebiet für die SolarFlow-4000-Mix-Serie. Genau das machen ja  auch schon die vielen Balkonkraftwerke oder Zendure-Modelle wie SolarFlow 800 Pro usw. Der große Unterschied  ist halt, dass dieses System erheblich mehr an Kosten sparen kann, zum einen durch die höhere Speicherkapazität, aber auch durch die deutlich größere Leistung und PV-Leistung. Der Hersteller spricht sogar von bis zu 90% Stromersparnis im Jahr! Nun ja, wir wissen ja alle, dass solche Hersteller-Rechnungen immer sehr „optimistisch gerechnet “ sind und nur unter “ allerbesten Voraussetzungen“ eintreten könnten. In der Realität muss man da schon oft erhebliche Abstriche einkalkulieren. Zum Beispiel bringt an Regentagen oder auch im Winter die beste Solaranlage kaum Energie, auch wenn es in der Werbung oft anders suggeriert wird. Es wird also immer einige Tage und sogar Monate geben, in denen man auf Netzstrom angewiesen ist. Den ganzen Winter kann der größte Akku nicht überbrücken! Trotzdem hat dieses Gerät schon das Zeug, um einen richtig großen Teil des Hausverbrauchs zu decken. Das ist wirklich so.

Plug-and-Play-Anschluss mit 800W an der Steckdose

SolarFlow 4000 Mix Pro* wird ja wie beschrieben im Plug-and-Play-Modus angeliefert. Das bedeutet, es wird ein normales Anschlusskabel mit Schukostecker mitgeliefert und die Einspeise- als auch die Ladeleistung sind per Software auf 800W beschränkt. Vom Anschluss her unterscheidet sich dadurch SolarFlow 800 Pro nicht von Balkonkraftwerk-Speichern wie dem SolarFlow 800 Pro oder Plus. Wer ein solches Balkonkraftwerk bereits besitzt oder kennt, wird sich auch bei diesem neuen Gerät und dessen App sofort zurechtfinden
Um Energie zu sparen, kann es technisch gesehen also genauso einfach wie ein Balkonkraftwerk an eine Steckdose angesteckt werden. Empfehlenswert ist hier allerdings auch immer ein Endstromkreis. Ein Endstromkreis ist eine Leitung, die ordentlich einzeln abgesichert ist (gewöhnlich mit 16A) und an der lediglich das SolarFlow4000 Mix pro angeschlossen wird. Solange man bei der 800W Begrenzung bleibt, ist das technisch problemlos möglich. Wenn ihr aber die Ausgangsleistung später mal erhöhen wollt, dann braucht man eine höhere Absicherung mit entsprechend dickerem Leitungsquerschnitt. Wenn also ein Kabel gelegt werden muss, sollte man das gleich berücksichtigen. Empfohlen wird von Zendure eine 32A Absicherung. Aber das sind beim SolarFlow 4000 Pro ohnehin Dinge, die ein Elektriker für euch machen sollte, welcher auch die Gegebenheiten berücksichtigen kann.

Die Bedienung von SF4000 Mix Pro innerhalb der Zendure-App

Zum Testzeitpunkt war SolarFlow 4000 Mix pro nicht in die offizielle Zendure-App integrierbar, die ihr von meinen anderen Zendure-Tests kennt. Für den Test hat Zendure daher eine neue Beta-App bereitgestellt. Leider gab es während des Tests mehrfach unangekündigt gravierende Umstellungen in der App, sodass ein wenig unklar war, welche Variante denn nun in der Serienversion  für alle Kunden freigegeben wird. Zeitweise war die Beta-App sogar wieder fast identisch mit der Version, wie ihr sie vom SolarFLow 800 Pro her kennt, was im Übrigen auch nicht das Schlechteste war. 😉

Angesichts dieses Verwirrspiels beschreibe ich euch die Beta-App einfach mal so, wie ich sie vorgefunden und genutzt habe, damit ihr schon ein paar Einblicke habt. Es ist bei Zendure aber nicht auszuschließen, dass sich die App im Juni oder Juli wieder ändert. Sollte das passieren, halte ich euch in den unteren Artikel-Nachträgen über Änderungen auf dem Laufenden. Schaut also einfach öfter mal rein, wenn was unklar sein sollte.

Ist das Gerät angeschlossen, so kann man in der App bereits zahlreiche Einstellungen verwenden, um Energie in das Hausnetz einzuspeisen. Installation und Anbindung der Zendure-App laufen praktisch genauso ab wie bei den kleineren Balkonkraftwerk-Speichern. Für Ersteinsteiger habe ich aber im unteren Bild die einzelnen Schritte auch beim SolarFlow 4000 Mix Pro noch mal Schritt für Schritt gezeigt. Ganz genauso würde es auch bei den Modellen SolarFlow 4000 Mix AC+* und SolarFlow 3000 Mix AC+* funktionieren (Bild zum Vergrößern anklicken).

SolarFLow 4000 Mix Pro und SolarFLow 4000 Mix AC+ App Tutorial

Nachdem ihr das System mit der App verbunden habt, werden eventuell noch einige Angaben wie das Land  abgefragt. Eventuell wird auch gleich noch gefragt, ob ihr Smartmeter, Zwischenstecker (SmartPlugs*) oder weitere Geräte verbinden wollt. Ihr könnt das wahlweise gleich im Dialog durchführen oder erst mal durch „Weiter“ überspringen. Falls ihr schon einen Zendure-Speicher haben solltet, dann werden diese Einstellungen eventuell auch gar nicht mehr abgefragt. Ihr landet dann automatisch im Hems-Startscreen (Tab „Familie“). Von dort aus könnt ihr wie bei den anderen Zendure-Geräten alle Geräte gemeinsam überwachen und einstellen. Die meisten Einstellungen erfolgen auf die gleiche Weise, wie ich es schon im SolarFLow‑800-Pro/Plus-Tutorial sehr ausführlich  beschrieben habe. Schaut also unbedingt auch dort mal herein, wenn etwas unklar sein sollte. Im nachfolgenden Bild zeige ich euch aber auch noch mal die wichtigsten HEMS‑Einstellungen. Hier seht ihr auch, wie die Leistungseinstellung erfolgt. Die SolarFlow‑4000-Mix-Pro / AC+ Geräte werden mit 800W Begrenzung geliefert, weil das die Leistung ist, die man gewöhnlich noch recht unbesorgt an einer Haussteckdose nutzen kann (Endstromkreis dennoch empfehlenswert). Bei entsprechender Anmeldung und fachgerechter Installation durch Elektriker kann die Leistung aber erhöht werden. Wie das geht, wird in folgendem Bild auch gezeigt (Bild zum Vergrößern anklicken).

Tutorial zu HEMS Einstellungen von SolarFLow 4000 Mix Pro und 4000 Mix AC

Beachtet, dass die Leistungs-Einstellungen nur den OnGrid-Modus bei Netzverbindung betreffen. Die Leistung der Offgrid-Steckdose wird dadurch nicht beeinflusst. Hier stehen immer die anmeldefreien 3680W an der Schukosteckdose zur Verfügung.

Was kann man alles beim SolarFlow 4000 Mix Pro / AC+ einstellen?

Neben den schon gezeigten Dingen kann man nahezu alles einstellen, was man sich nur denken kann. Man kann genau einstellen, wie viel Watt man dauerhaft oder zu bestimmten Zeiten einspeisen möchte. Hat man einen dynamischen Stromtarif, so kann man auch hier wieder zu günstigen Zeiten Strom einladen und zu teuren Zeiten einspeisen lassen. Man kann auch wieder Strompreisregeln festlegen, sodass zu bestimmten Preisen bevorzugt geladen und  ab bestimmten Strompreisen bevorzugt eingespeist wird. Und natürlich kann man die komplette Aufgabe auch wieder der KI Zenki (Künstliche Intelligenz) anvertrauen und alles automatisch machen lassen.
Im Grunde bietet SolarFlow 4000 Mix Pro ähnliche Funktionen, wie ich sie schon hier im Tutorial beschrieben habe, also auch HEMS für einfache Vernetzung mehrerer Zendure-Speicher, praktisch per Klick. Es gibt auch wieder viele Energiemodi, die je nach Wunsch automatisch die Stromregelung, Nulleinspeisung und Kosteneinsparung regeln. Die KI Zenki unterstützt jetzt noch mehr dynamische Stromtarife, falls ihr auch das nutzen möchtet. Wer aber keinen dynamischen Stromtarif besitzt oder haben möchte, kann auch diesmal problemlos auf die KI-Zenki verzichten. die anderen Energiemodis sind dann völlig ausreichend und sicherlich genauso effizient.
Die getestete Beta.App scheint schon sehr stabil und ist nach wie vor einfach zu bedienen. In vielen Fällen reicht es schon, nach der Installation in den Automatik-Mode zu wechseln, und das Gerät regelt alles automatisch, sodass ihr die größte Ersparnis habt. Man muss also nicht täglich in die App schauen und irgendetwas kontrollieren oder umstellen. Manchmal bekommt man in sozialen Netzen oder bei YT-Videos ja den Eindruck, man müsste da durchgehend in der App herumstellen, um ja kein Watt an Leistung zu verschenken. Wer es mag, kann das auch machen, nötig ist das in der Praxis aber nicht. Ich bezweifle auch, dass die ständige Spielerei in der App wirklich Ersparnis bringt, außer vielleicht etwas Spaß.
Wer aber gerne täglich Statistiken anschauen will, der kommt in der App auch auf seine Kosten. Es gibt sogar Spielereihen wie den KI‑Assistenten, der über Energieverwaltung im Haus berichten kann.

Neue Energiemodis in der App ? In der Beta-App schon.

Zendure hat inzwischen wieder mal die Energieeinstellung im HEMS-Energiemanager ( Home Energy Management System)  etwas umstrukturiert. Auch HEMS nennt sich bald HEMS 2. Zendure-Kenner müssen sich also wieder ein wenig umgewöhnen, da die Energiemanager-Funktionen zumindest aktuell mal wieder ein wenig anders aussehen und zum Teil andere Namen in der Beta-App haben. Einige Expertenmodis sind auch weggefallen, weil deren Aufgaben andere mitübernehmen. Vom Prinzip her ist aber alles doch ähnlich und natürlich kompatibel zu bisherigen Zendure-Speichern. Es gibt eigentlich auch kleine Verbesserungen bei den Einstellungen und der Optik.

Die neuen Modis bzw. Energiepläne mit erster Kurzbeschreibung

Zu allen Modis findet man jetzt in der App auch eine etwas bessere Beschreibung und vieles wird im Dialog mit dem Benutzer erfragt und angegeben.

  • Automatik -Modus (ähnlich wie ich es in bisherigen Beiträgen und Videos beschrieben habe)
    Im Grunde der einfachste Modus für fast alle Fälle, ähnlich wie bisher in der Zendure App. Es ist kein zusätzliches Gerät oder Zähler nötig!
    Wenn der Benutzer einen intelligenten Stromzähler/Smartmeter hinzugefügt hat, wird die Ausgangsleistung des Energiespeichersystems entsprechend den Stromzählerdaten eingestellt und quasi per Nulleinspeisung geregelt.
    Wenn kein Zähler eingebunden ist, richtet sich das System nach den Messungen eurer Zwischenstecker.
    Ist auch kein Zwischenstecker vorhanden, so wird mit einer konstanten 200W Leistung eingespeist.
    Ihr könnt diesen Modus aber auch in Verbindung mit dynamischen Strompreisen nutzen. Bei der Wahl des Modus muss dann lediglich der dynamische Stromtarif ausgewählt oder eigene Preis-Regeln eingetragen werden.
  • Zenki-Modus (ähnlich wie ich es in bisherigen Beiträgen und Videos beschrieben habe, aber z.B. mehr Stromtarife wählbar)
    Der bekannte KI‑Modus Zenki, der nur für Leute zu empfehlen ist, die einen dynamischen Stromtarif haben.
    Man kann darin seinen Stromtarif wählen, sodass eine KI die Strompreise, Wetterdaten, PV‑Leistung und euren täglichen Stromverbrauch beobachten kann und nach einigen Tagen Training die komplette Steuerung übernimmt.
    Dieser Modus setzt mindestens einen Zähler/Smartmeter und einen dynamischen Stromtarif voraus.
  • Eigenverbrauchsmodus (neuer Modus)
    Dieser Modus entspricht praktisch dem Automatik-Modus. Der einzige Unterschied ist, dass hier keine dynamischen Stromtarife genutzt werden. Für die meisten Leute, die also nur Energie über die Solarmodule und den Akku selbst nutzen wollen, ist dies der ideale Modus. Man muss hier auch nicht weiter konfigurieren, es muss lediglich entweder ein Zähler/Smartmeter wie der Shelly Pro 3EM*, Zendure 3CT* etc. oder ein Zwischenstecker (Smartplugs*) eingebunden werden, um die optimale Regelung und Nulleinspeisung zu ermöglichen.
  • TOU-Modus (neuer Modus)
    Dieser Modus ist für die Ausnutzung von dynamischen Strompreisen nach eigenen Regeln und für die Eigenverbrauchsregelung zuständig. Voraussetzung ist neben einem dynamischen Stromtarif auch ein eingebundener Smartmeter/Zähler wie der Shelly Pro 3EM*, Zendure 3CT*, Zendure 3CT-S usw.
  • Benutzerdefinierter Modus (vergleichbar mit früherem Grundlastmodus, wie ich es in bisherigen Beiträgen und Videos beschrieben habe)
    Hier kann man zeitgesteuert entweder eine genau wählbare Leistung einspeisen oder aus dem Netz laden. Es können also mehrere Timer-Einträge mit Anfangszeit, Endzeit, Leistung und Modus Laden/Einspeisen/Stand-by eingetragen werden. Überschneidungen sind nicht möglich. Ist ein Zeitraum eines 24‑Stunden-Tages nicht definiert, so wird zu diesem Zeitpunkt automatisch 200W eingespeist. Wenn das nicht gewünscht ist, also diesen Zeitraum einfach auf 0 bzw. Stand-by vorprogrammieren. Sollte einmal der Smartmeter ausfallen, weil vielleicht das WLAN ausgefallen ist oder eine Batterie eines Zählers wie dem Zendure D0-Zähler* leer sein, dann schaltet HEMS oder Hems2 immer auf diesen benutzerdefinierten Mode um. Hat man keine Zeiten definiert, dann hat man praktisch in so einem Fall eine 200-W-Dauereinspeisung, was durchaus sinnvoll ist.

Im Grunde hat man versucht, alles noch etwas einfacher als bisher zu gestalten. Ob  es tatsächlich einfacher als bisher ist, da habe ich noch so meine Zweifel. Ich möchte es aber bisher nicht abschließend beurteilen, ich muss mich erst selbst ein wenig an die Umstrukturierungen und Neuerungen gewöhnen. Man sollte Neuerungen ja immer erst mal eine Chance geben. Ich muss dann auch sehen, wie es am Ende bei der Serienversion von SolarFlow 4000 Mix Pro auch wirklich aussieht. So ganz kann ich die großen Vorteile und Unterschiede einiger Modi auch bislang nicht klar erkennen. Ich fand eigentlich die alte Struktur schon sehr klar und einleuchtend. Ein wenig vermisse ich aktuell die Expertenmodis, die waren bei Tests sehr hilfreich. Aber eventuell ist es wirklich nur eine Sache der Gewöhnung. Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen.

Unten bringe ich euch noch ein paar weitere Bilder aus der neuen Zendure-App. Aktuell ist dies noch die unveröffentlichte interne Beta-App, da zum Testzeitpunkt die offizielle App noch nicht veröffentlicht war. Die offizielle neue Zendure-App soll aber bald im Playstore veröffentlicht werden und könnte schon da sein, wenn ihr diesen Testbericht lest. Einfach mal hier hereinschauen.

Zendure HEMS 2 Funktionen Menüführung

Man kann auch weiterhin mehrere Geräte im Energiemanager HEMS durch einen Klick vernetzen und gemeinsam steuern. Auch die ganzen älteren Geräte von Zendure, die HEMS unterstützen, können weiterhin zusammen mit dem neuen SolarFlow 4000 Mix Pro vernetzt werden. Das ist einer der größten Vorteile der Zendure-Geräte. Ich habe noch keinen anderen Hersteller gesehen, der das so zuverlässig und genauso einfach und stabil hinbekommen hat. Hat man mehrere Geräte gekoppelt, so wird automatisch der gemessene Stromverbrauch im Haus auf alle Geräte verteilt. Das heißt, der Speicher aller Geräte wird genutzt und jedes Gerät muss nur eine Teilleistung liefern, was die Geräte entlastet und der Lebensdauer zugutekommt. Wenn die Geräte korrekt durch Elektriker angemeldet und die Leitungen geprüft wurden, dann darf man auch über die 800 W hinausgehen. Hier können sich dann sogar die Leistungen der Einzelgeräte summieren, das habe ich in <diesem Artikel> schon mal näher erläutert.

Nulleinspeisung noch schneller – keine Energie mehr verschenken, lieber speichern

Zendure kompatible Smart-Meter und Strom-Zaehler fuer NulleinspeisungZendure-Geräte sind von Grund auf eigentlich vorwiegend für die Nulleinspeisung ausgelegt. Damit die automatische Nulleinspeisung erfolgt, also immer nur so viel in das Hausnetz eingespeist wird, wie gerade verbraucht wird, ist natürlich weiterhin ein Zähler bzw. Smartmeter wie der Shelly pro 3EM*, Zendure 3CT*, Zendure 3CT-S etc. im Zählerschrank nötig (Tipps auch hier). Diesen Smartmeter muss also weiterhin ein Elektriker einbauen, da Laien ja am Verteilerschrank nicht schrauben dürfen. Alternativ kann man zwar auch diese IR‑Auslesegeräte (EcoTracker*, Zendure D0*) nutzen, welche sich leicht selbst installieren lassen, zuverlässiger und flotter sind aber meiner Erfahrung nach schon die erstgenannten Zähler. Diese Zähler melden dann den Stromverbrauch per WLAN an die Zendure-Speicher. Wer eine besonders flotte Regelung haben möchte, kann jetzt die neuen Smartmeter Zendure Smart CT (3CT-S / 1CT-S)  auch per RS485-Kabel mit dem SolarFLow 4000 Mix Pro verbinden. Bitte nicht mit den älteren Zendure Smart 3CT* verwechseln, entscheidend ist das „S“ am Ende sonst ist keine RS485-Schnittstelle vorhanden. Zum Testzeitpunkt waren die neuen Smartmeter noch nicht lieferbar, ich informiere euch aber gern unten in den Nachträgen, sobald diese vorliegen.
Notwendig ist eine RS485- oder LAN-Verbindung aber nicht unbedingt, auch der Shelly Pro 3em* kann sich lokal per WLAN mit den Speichern verbinden und  ist gewöhnlich schnell genug.
Anstatt einen Smartmeter im Zählerschrank zu nutzen, können natürlich auch weiterhin sogenannte smarte Zwischenstecker (SmartPlugs*) wie Shelly Plus PlugS* zur Strommessung von Einzelgeräten genutzt werden. SolarFLow 4000 Mix Pro bzw. alle vernetzten HEMS-Speicher speisen dann immer nur so viel Energie ins Hausnetz, wie eure Geräte mit Zwischenstecker in der Summe verbrauchen. Auch das funktioniert sehr zuverlässig und ist einfach zu realisieren.

SolarFlow 4000 Mix Pro – Festanschluss Voraussetzung für 4000W Leistung

Wenn ihr eine höhere Leistung als 800W mit SolarFlow 4000 Mix Pro einspeisen oder laden wollt, dann ist ein Festanschluss zu empfehlen, auch wenn man bis 3000W noch über Steckdose anschließen könnte. In jedem Fall muss das ein fachkundiger Elektriker machen, Er muss auch dafür sorgen, dass die Leitung einen entsprechenden Querschnitt mit korrekter Absicherung besitzt. Der Hersteller empfiehlt eine Absicherung von 32A bei geeignetem Querschnitt (z.B. 3x6mm²). Der Anschluss kann laut Zendure über das mitgelieferte Anschlusskabel erfolgen. Empfohlen wird, den Schukostecker abzuschneiden und über eine Abzweigdose oder einen Verteiler direkt fest zu verbinden. Der Elektriker kann natürlich auch eine geeignete Abzweigdose dafür setzen. Persönlich würde ich auch noch einen eigenen FI-Schutzschalter (RCD) installieren lassen, aber das solltet ihr letztlich mit eurem Elektriker besprechen, denn dieser kann Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen und trägt am Ende auch die Verantwortung.
Tutorial zu HEMS Einstellungen von SolarFLow 4000 Mix Pro und 4000 Mix ACIst der Anschluss und die Anmeldung erfolgt, so kann in der App im Hems-Einstellungsmenü unkompliziert die Sicherheitseinstellung auf 3000W  erhöht werden. Dazu bittet die App, nur einmal mit Unterschrift zu bestätigen, dass ein Elektriker alles korrekt geprüft hat. Danach kann die Leistung erhöht werden. Will man die Leistung noch höher einstellen, so muss zuvor eine korrekte Installation/Anmeldung über eine Elektrofirma erfolgt sein, denn in dem Fall müssen die unterschriebenen Anmeldeunterlagen in der App hochgeladen werden, bevor eine Erhöhung > 3000 W möglich ist.
Beachtet, dass man die maximale Leistung von 4000W allerdings in der Praxis sehr selten wirklich braucht, um tatsächlich mehr Stromkosten zu sparen. Vielfach kann man genauso viel Energiekosten einsparen, wenn man deutlich darunter bleibt. Die Entnahme verteilt sich dann nur auf etwas mehr Zeit. Solange kein Akku längere Zeit 100% voll wird, seid ihr oft gut beraten, die Leistung nicht zu erhöhen. Viel hilft nicht immer viel, das gilt auch hier und wird von Laien oft falsch eingeschätzt.

Endlich auch PV-Reihenschaltung (Strings) anschließbar

Die interessanteste Eigenschaft von SolarFlow 4000 Mix Pro gegenüber den bisherigen Zendure-Speichern ist, dass jetzt auch komplette Strings an die beiden vorhandenen PV-Eingänge angesteckt werden können, wie es bei professionellen Stringwechselrichtern üblich ist. Für PC-Einsteiger: Unter einem String versteht man eine Reihenschaltung von mehreren Solarmodulen (Skizze rechts). Jeder Eingang kann mit bis zu 4000W belegt werden. Die Leerlaufspannung Voc aller Module zusammen muss höher als 30V und niedriger als 400V liegen. Parallelschaltungen sind nicht mehr gestattet. Erlaubt ist nach vorliegenden Informationen ein Kurzschlusstrom (Isc) von 18A, siehe auch oberes SolarFlow 4000 Mix Pro-Typenschild.  Je nach Modultyp und Modulgröße können da in der Praxis schon ca. 10 Solarpanels pro Eingang werden, das ist richtig was an Leistung!
Schaltskizze Skizze die Anschlussmöglichkeiten von SolarFLow 4000 Mix Pro veranschaulichtDie Reihenschaltung hat gegenüber der Parallelschaltung den großen Vorteil, dass die Verkabelung der Solarpanels viel einfacher ist. Man muss nur die Module untereinander verbinden und muss dann nur die beiden Enden zum Gerät führen. In der Praxis braucht man deutlich weniger Kabel und Zeit für die Verlegung, insbesondere auch dann, wenn man das Gerät vielleicht im Keller oder Haus aufstellen will. Aber nochmals der Hinweis, dass man hier in einem sehr hohen Spannungsbereich arbeitet: Diese Verkabelung sollte daher immer eine fachkundige Person machen. Ein Berühren beider Kontakte gleichzeitig wäre lebensgefährlich. Zendure empfiehlt daher unbedingt, auch isolierende Gummihandschuhe zu tragen, wenn man die Stecker verbindet oder einsteckt.
Vergesst auch nicht, vor dem Anstecken den PV-Schalter auf OFF zu schalten, ansonsten kann man sich schnell die Kontakte beschädigen.

Etwas ärgerlich war beim Erstanschluss meines SF4000Mix-Pro-Prototyps, dass nicht das richtige Werkzeug zum Abziehen der PV-Kappen auf den MC4‑Buchsen dabeilag. Alle meine MC4-Standardwerkzeuge (Bild oben links) haben bei diesen MC4-Kappen nicht gepasst. Da hat einfach jemand das falsche Werkzeug beigelegt, vermutlich weil es auch grün war. Man kann solche Stecker zwar auch mit Schraubenziehern lösen, aber bei solchen MC4-Buchsen ist das manchmal eine Fummelarbeit, wenn man wie beim  Prototyp schlecht herankommt. Am Ende habe ich mir schnell ein eigenes Werkzeug mit dem 3D-Drucker gedruckt (Bild rechts oben). Damit konnte ich die Kappen zeitnah lösen. Zum Glück sollen am Seriengerät die MC4-Buchsen freier zugänglich sein und auch ein passendes Werkzeug wirklich beiliegen. Den zukünftigen Käufern bleibt daher diese Hürde hoffentlich erspart. Sicherheitshalber stelle ich euch aber hier meine STL-Datei für mein „MC4-Tool-fuer-SF4000MIXPro“ zum Download zur Verfügung. Ihr könnt es mit jedem 3D-Drucker ausdrucken.

Download Tool für SF4000MixPro – STL-Datei für 3D-Drucker

 

Ansonsten lief aber alles glatt, mit einem angeschlossenen String sieht es dann in etwa so wie oben aus. Nachdem der String angesteckt war, kann man den PV-Schalter auf „On“ drehen und wenige Sekunden später sieht man auch schon, wie das System sauber lädt.

Performance der neuen MPPT-Eingänge für Strings

Ich habe für erste Tests zunächst nur eine Reihenschaltung von zwei 450W angesteckt, um Funktion und Wirkungsgrad ein wenig einschätzen zu können. Bei sehr hohen Spannungen, also vielen Modulen, arbeiten ja die meisten günstigen Wechselrichter/Laderegler (MPPT-Tracker) sehr ordentlich. Größere Performanceunterschiede sieht man oft deutlicher bei kleineren Spannungen.
Da bei mir zwei Reihenschaltungen aus jeweils zwei Modulen sehr flach direkt nebeneinander auf dem Carport platziert sind, welche genau gleich ausgerichtet sind, habe ich mal die Performance eines meiner Victron-Laderegler MPPT 150/45 mit der Ladeleistung des SolarFlow 4000 Mix Pro verglichen. Ich weiß, dass beide Strings normalerweise immer nahezu die gleiche Leistung liefern, wenn der gleiche Laderegler genutzt wird. Insofern war ich gespannt, ob SolarFlow 4000 Mix Pro mit dem Victron-Laderegler mithalten kann.

Ich habe an einem etwas trüberen Tag mehrfach in die App von Victron und Zendure geschaut und euch die Werte in eine kleine Tabelle eingetragen: 

Das Ergebnis ist schon wirklich sehr überraschend, denn fast bei jeder Sonneneinstrahlung und Wetterbedingung hat tatsächlich SolarFlow 4000 Mix Pro etwas mehr Energie geladen als der wirklich gute Victron-Laderegler. Offen gestanden hätte ich es umgekehrt erwartet, denn SolarFLow 4000 Mix Pro hat ja einen viel breiteren Spannungseingang als der Victron-Laderegler. Eine gute, effiziente Umwandlung mit hohem Wirkungsgrad ist in so einem Fall oft technisch viel schwieriger zu realisieren. Aber hier scheint es Zendure wirklich gelungen zu sein, das ist eine hervorragende Leistung. Man kann also recht sicher sein, dass man selbst mit wenig PV‑Modulen mehr aus der Sonne herausholt als so manch anderes System, das sogar noch deutlich unflexibler bei der Anzahl der Module ist.
Ich muss aber auch sagen, dass dies keine wissenschaftlich genaue Messung ist, sondern nur eine erste Einschätzung. Ein wenig hinkt der Vergleich, weil der Victron-Laderegler einen 48‑V‑Akku lädt und intern im SolarFlow 4000 Mix Pro ein 25,6‑V‑Akku verbaut ist. Ob das in der Praxis aber wirklich einen nennenswerten Unterschied macht, ist allerdings gar nicht so sicher. Das müsste man durch weitere Messungen untersuchen.  Man kann aber durch diesen einfachen Vergleich schon grob einschätzen, dass SolarFlow 4000 Mix Pro sich bei der Ladeeffizienz nicht verstecken muss. Auszüge aus dem Vergleich könnt ihr übrigens auch in meinem Video sehen, wenn euch das interessiert. Zendure selbst spricht übrigens von 95% Ladeeffizienz auf der Modulseite, was natürlich ausgezeichnet wäre, aber bei Herstellerangaben ist ja generell  immer ein wenig Skepsis angebracht.

 

SolarFlow 4000 Mix Pro – Erste Wirkungsgrad Messungen beim Laden und Einspeisen

Natürlich habe ich SolarFlow 4000 Mix Pro auch unter kontrollierten Bedingungen schon mal im OnGrid-Modus getestet. Dazu habe ich es zunächst ganz einfach über das mitgelieferte Netzkabel in die Steckdose gesteckt. Wie schon erwähnt sollte man hier drauf achten, dass man einen Endstromkreis mit eigener Absicherung wählt. Im Zweifel immer Fachmann drüberschauen lassen. Neben dem üblichen Test der einzelnen Funktionen haben mich natürlich auch der Wirkungsgrad und die Akkukapazität interessiert, denn hin und wieder kommt es bei diesen Messungen doch zu kleinen Überraschungen, wie zum Beispiel damals beim Test der  SF800 Plus-Variante .

Für diese Messungen habe ich wieder ein genaueres Energiemessgerät* zwischen SF4000 Mix Pro und Steckdose geschaltet, um die aufgenommene und abgegebene Leistung genauer zu messen. Danach habe ich die Mindestladung auf 5 % und die maximale Ladung auf 100% eingestellt. Anschließend habe ich zunächst das SF4000 Mix Pro wieder so lange konstant 600W ins Hausnetz einspeisen lassen, bis der Akku komplett entladen war und das Gerät in den Stand-by-Modus wechselte.
Erst danach habe ich das Energiemessgerät auf Null zurückgesetzt und mit den eigentlichen Messungen begonnen. Ich habe also das Gerät wieder auf Laden gestellt und dann mit einer festen  Einstellung von z.B. 600W geladen bis es 100% voll war und wieder in den Stand-by-Mode ging. Die Werte wurden unten in der dargestellten Tabelle notiert und danach ging es wieder zum Entladen bis auf 5%.

Das Ganze habe ich mehrfach mit unterschiedlichen Leistungen gemacht und letztlich alles in der unteren Tabelle zusammengetragen und per Tabellenkalkulation in Wirkungsgrad umgerechnet. Ihr könnt euch vorstellen, dass dies bei einem so großen 8 kWh Akku schon einige Tage in Anspruch genommen hat. Eigentlich mache ich gewöhnlich mehr Messungen, bevor ich erste Ergebnisse veröffentliche, aber da derzeit so viele Leute danach gefragt haben: Unten schon mal die ersten Messergebnisse, damit sich jeder ein Bild machen kann.

Die Berechnungen berücksichtigen die 5‑%‑Mindesteinstellung und gehen von der Akkukapazität von 8000Wh aus. Der wichtigste Wert, der auch sehr genau ermittelt werden konnte, ist der Roundtrip-Wirkungsgrad (RTE) in der unteren grünen Spalte.

Roundtrip-Wirkungsgrad (RTE)

Messungen laufen noch – Ergänzungen folgen

Der sogenannte Roundtrip-Wirkungsgrad (RTE) ist das Verhältnis zwischen Ladeleistung und Einspeiseleistung. Also einfach gesagt: Wie viel Energie bekomme ich zurück, wenn ich xxx Energie vorher hineinlade? Es wird also immer ein kompletter Zyklus mit allen Ladeverlusten gemessen. Wie ihr in der Tabelle seht, lag der RTE-Wirkungsgrad bei den Messungen bislang zwischen 80,5 und 81,3 Prozent. Beim Entladen über die Offgrid-Steckdose lag er sogar bei 84,1%. Das ist also durchaus ein ordentlicher Wirkungsgrad für einen kompletten Zyklus. Sie entsprechen in etwa dem Wirkungsgrad, den ich auch schon bei der SF800Pro-Serie gemessen habe. SF800Pro lag sogar noch 2 % höher, was sich aber aufgrund der Messbedingungen ergeben könnte. Ihr müsst bedenken, dass ich SolarFlow 800 Mix Pro im Außenbereich unter dem Carport betreibe und sich Messungen auch in den kühleren Nachbereich hineinzogen. SolarFlow 800 Pro hatte ich damals unter weitgehend konstanter Temperatur im Innenbereich messen können. Diese Temperaturunterschiede (siehe Tabelle) können schon einen kleinen Unterschied machen. Das erklärt vermutlich auch die Abweichungen zur Zendure-Angabe von 90% RTE. Hersteller wie Zendure, aber auch andere, messen natürlich den Wirkungsgrad unter Laborbedingungen bei idealer Temperatur. Das ergibt natürlich immer noch bessere Werte. Aber unter den realen Bedingungen sind auch die von mir gemessenen Werte schon wirklich gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Wunderbar ist auch, dass die Offgrid-Steckdose effizient arbeitet.
Ihr findet in der Tabelle auch Angaben zu den Einzelwirkungsgraden beim Lade- und Einspeisevorgang. Diese Werte setzen voraus, dass die 5‑%‑Akkuabschaltung auch wirklich genau bei 5% stoppt und auch, dass die angegebene Akkukapazität korrekt ist. Da diese Angaben aber in der Realität nie genau stimmen, sollte man auch diese Einzelwirkungsgrad-Angaben nur als Einschätzung betrachten und sich nicht wirklich darauf verlassen. Ich weiß, dass diese Werte in vielen Tests oder in sozialen Netzen und bei einigen Youtubern nicht selten als exakte Messungen dargestellt werden. Das ist aber Unsinn. Diese lassen sich nur genau ermitteln, wenn man das Gerät öffnen würde, um Spannung und Strom  direkt am Akku zu messen. Wegen des hohen Aufwands und der Gefahren macht das aber keiner wirklich.Daher kennt man halt Akkustände und auch die internen Verluste nicht exakt. Als Einschätzung sind auch solche Berechnungen nützlich. Recht genau ist der gemessene Roundtrip-Wirkungsgrad (RTE). Dieser kann von außen  gut ermittelt werden, man muss aber die Temperatur dazu betrachten.

Für die Experten noch ein paar technische Informationen zu SolarFlow 4000 Mix Pro die oft keiner nennt

Warum jetzt 25.6 statt 48V ?

Zendure nutzt jetzt bei der SolaFlow 4000 Mix-Serie erstmalig keinen 15-Zellen-Akku mehr. Bei den Balkonkraftwerk-Speichern hat Zendure ja immer auf 48V gesetzt, beruhend auf 15 LiFePO4-Zellen (sehr sichere Lithium-Eisenphosphat-Technologie). Beim SolarFlow 800 Plus hat man erstmals dann 30 kleinere LiFePo4‑Zellen genutzt, um die Baugröße zu reduzieren. Im Grunde war es aber auch ein 15‑Zellen-Konzept mit 48 V, da immer zwei Zellen parallel betrieben wurden. Bei SolarFlow 4000 Mix Pro hat man sich jetzt erstmalig für 8 große LiFePO4-Zellen mit jeweils 3,2V und  314Ah entschieden. Rechnet man schnell nach, ergibt das jetzt eine Akku-Betriebsspannung von 25,6V bei einer Kapazität von 8038,4 WhAlso etwa viermal so viel Kapazität wie bei SF800 Pro.
Diese Umstellung hat mich anfangs schon gewundert, denn gerade die SolaFlow‑4000-Mix-Serie ist ja die Serie, die viel mehr leistet und einen Großteil der Energie eines ganzen Hauses einsparen soll. Die meisten Heimspeicher setzen ja gewöhnlich auf 48 V, um die hohen Ströme in der Verkabelung zu mindern. Somit habe ich mich natürlich auch gefragt: Wieso macht das Zendure gerade umgekehrt? Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob so Zendure die versprochene Leistung schaffen kann.
Die Begründung der Entwicklungsabteilung klingt aber durchaus nachvollziehbar: Zendure wollte ein sehr kompaktes, platzsparendes Gerät bauen, das alles beinhalten und dennoch relativ günstig sein sollte. Laut Zendure wäre das mit 48V einfach schwierig gewesen, eine so hohe Kapazität so platzsparend unterzubringen. Hätte man die bisherigen Zellen genutzt, hätte man für diese Kapazität immer 6 Zellen parallel schalten müssen und das 15 Mal. Man hätte dann 90 Zellen verkabeln und verschweißen müssen, was auch sehr kostenintensiv gewesen wäre. Und wer sich etwas mit LiFePo4 auskennt, weiß, dass dies keine optimale Lösung gewesen wäre. So etwas kann sehr fehleranfällig sein. Daher hat man sich für die acht neuen LiFePo4‑Großzellen entschieden.
Welche Marke das ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Zendure garantiert aber, dass selbst nach 10.000 Zyklen immer noch eine Kapazität von 70 % der Energie vorhanden sein soll, und gibt weiterhin 10 Jahre Garantie. Nun ja, wenn das stimmt, dann überleben mich vermutlich die Akkus. 10.000 Zyklen erreiche ich garantiert nicht mehr in meiner Lebenszeit!
Hinsichtlich der großen Ströme muss man sich ja bei der SolaFlow‑4000-Mix-Serie weniger Gedanken machen, da alle Komponenten wie Zellen, BMS, MPPT-Laderegler, Wechselrichter in einem Gehäuse direkt nebeneinander liegen. Man kann also alle Verbindungen extrem kurz halten, wodurch Leitungsverluste und Erwärmungen nur gering auftreten dürften. Das ist ja bei herkömmlichen Installationen, wo die Geräte einzeln an der Wand hängen und verkabelt werden müssen, ganz anders. Daher ist dort 48 V schon oft angebrachter. Man braucht dann aber auch viel mehr Platz! Ich habe das übrigens mal aufgeschraubt, damit ihr einen Blick ins Innere bekommt. Bitte keinesfalls nachmachen, im Inneren kann lebensgefährlich hohe Spannung anliegen! Ihr seht dazu aber auch mehr Bilder in meinem Video (beachtet, dies ist noch der Prototyp).

Aufgeschraubt: Blick in das Innere vom Protyp SolarFlow 4000 Mix Pro

Aufgeschraubt: Blick in das Innere vom Protyp SolarFlow 4000 Mix Pro

Auch wenn man die Zellen im Gehäuse nur ein wenig eingeschränkt sieht, weil ich die GFK-Isolierplatte nicht lösen wollte, scheinen die Zellen schon bemerkenswert kompakt zu sein für deren Kapazität. Vor einigen Jahren hatte ich beim Bau eines ähnlichen Akkus mit gleicher Technologie schon für 5 kWh Kapazität etwas mehr Platz gebraucht. (siehe hier), diese Eigenbau-Akkus arbeiten übrigens ebenfalls noch heute zuverlässig und wartungsfrei.

Sehr gute Umwandlungseffizienz wird durch zweistufige Architektur erreicht

Erwähnen möchte ich noch, dass Zendure intern einen zweistufigen Ansatz nutzt, um die 230V zu generieren. Zunächst wird intern die Spannung immer erst auf konstant 400V gebracht und erst dann über neueste Halbleiter auf 230V transferiert. Durch diesen 400V Hochvolt-Zwischenkreis konnte man durch Anpassungen einen sehr hohen Wirkungsgrad erzielen. Zudem ist an vielen Stellen gar kein so großer Stromfluss mehr nötig, wie man anfangs bei 25,6V Akku vermutet. Es ist zwar eine Doppelwandlung nötig, da aber heute DC-DC-Stufen sehr effizient sind, ist das immer noch von Vorteil. Zudem muss man bedenken, dass es auch ähnliche Produkte am Markt gibt, die intern nicht selten dreifach wandeln.

 

 

Mein Fazit zu dem neuen Zendure SolarFlow 4000 Mix Pro – Ist es ein  Solar-Alleskönner?

Da ich aktuell erst einen Prototyp und noch nicht das endgültige Seriengerät angeschaut habe, möchte ich noch keine endgültige Bewertung oder Empfehlung abgeben. Ich habe leider zu oft erlebt, dass Geräte oder Apps, kurz vor dem Verkauf/Versand gegenüber dem Prototyp gravierend geändert wurden. Es wäre daher unseriös, schon jetzt eine abschließende Bewertung oder Empfehlung abzugeben. Auch wenn größere Änderungen wohl unwahrscheinlich sind.
Eine abschließende Bewertung trage ich also nach, wenn ich auch das Seriengerät angetestet habe. Laut Zendure liegt aktuell ja auch die beantragte Zertifizierung noch nicht vor.. Zudem waren einige Dinge in der vorliegenden Beta-App noch nicht verlässlich zu beurteilen, auch weil Zendure immer wieder gravierende Änderungen in der Menüstruktur und Funktionen vorgenommen hat.

Meine erste Einschätzung ist aber schon positiv. Ich glaube, dass die neue SolarFlow‑4000‑Mix-Serie * wieder viele Käufer finden wird, wenn da am Seriengerät dann alles rund läuft. Die Leistung ist beeindruckend, die Installation einfach und der Preis ist ebenfalls sehr attraktiv!  Zendure ist es durch den großen Speicher gelungen, die Preise noch weiter nach unten zu drücken als bisher. Tatsächlich ist kein anderes Gerät dieser Art bekannt, was da aktuell in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis interessanter wäre. Ansonsten würde ich es auch testen 🙂  Das Modell 3000 AC+ hat mir im Vergleich weniger gefallen, hier fand ich die oben beschriebenen Einschränkungen doch schon erheblich gegenüber dem 4000 Pro oder 4000 AC+  aber das muss jeder von euch entsprechend dem Einsatzbereich entscheiden.

Alles, was ich testen konnte, lief schon recht zuverlässig und stabil. Ich konnte keine nennenswerten Probleme mehr feststellen. Kleine Fehler, vor allem auch zahlreiche Übersetzungsfehler und Unklaren Bezeichnungen in der Beta-App, habe ich Zendure gemeldet, damit daran gearbeitet werden kann. Diese Dinge sollten dann wohl bis zur Auslieferung der Serienversion beseitigt sein.

Die Einsatzmöglichkeiten sind aufgrund der Leistung, der Speicherkapazität und auch der starken Offgrid-Steckdose (anmeldefreier Inselmode) enorm vielseitig. Egal, ob man es für eine Dachsolaranlage, eine Gartenhaus-Anlage, dynamische Stromtarife oder als Notstrom-Lieferant im Inselbetrieb nutzen will: Alles ist relativ leicht umsetzbar. Sogar der Anschluss von Wärmepumpe, E-Auto usw. wird in Kürze über einen sogenannten Zendure PowerHub weiter an der MIX-Serie vereinfacht. Dazu aber vielleicht mehr in einem anderen Beitrag.

Aber auch ohne Powerhub kann man schon auch Großverbraucher versorgen, sogar ohne 230V Netz nur mit der Schukosteckdose im Gerät. Im Video (hier) habe ich ja kurz gezeigt, wie gut das bei E‑Auto, Gartenhäcksler oder Elektrorasenmäher funktioniert. Das Schöne ist auch: Diese Betriebsart ist genehmigungsfrei! 

Aufgrund des großen Gewichtes würde ich dieses Gerät aber weniger im mobilen Einsatz sehen. Ich denke, es ist  schon sinnvoll, dieses irgendwo stationär aufzustellen. Und gerade in diesem Zusammenhang wäre der Inselmode noch perfekter gewesen, wenn Zendure eine automatische Erdungsbrücke integriert hätte, wie es einige andere professionelle Inselsysteme haben. Schade das diese Chance vertan wurde, da hätte man sich deutlicher von den Powerstationen abgehoben. 

Beachtet aber bitte, dass es sich hier nicht mehr um ein Balkonkraftwerk handelt. Die Selbstinstallation von Solarpanels, Überspannungsschutz und SolarFlow 4000 Mix Pro würde ich Laien nicht empfehlen. Hier sollten schon ein paar Fachkenntnisse vorhanden sein, zumal die PV-Spannung hier in einem sehr hohen Spannungsbereich liegen darf. Fehler können hier lebensgefährlich sein, das ist halt bei Balkonkraftwerken nicht der Fall. Will man es nicht nur offgrid als Insel mit voller Leistung nutzen, muss es wohl ohnehin durch eine Elektrofirma angemeldet werden. Insofern kann man es auch gleich bei der Bestellung über einen Händler beziehen, der Anschluss, Inbetriebnahme und Anmeldung organisieren kann. Zendure vermittelt nach deren Aussage und Webseite geeignete Händler hier auf der Seite*. Dass sich vermutlich das Gerät auch in der „Guerilla-PV-Szene“ Anhänger finden wird, kann man auch schon jetzt absehen.

Tueftler-Kaffespende

Ich hoffe, dieser erste Test und die Informationen helfen euch bei der Auswahl eines geeigneten Solar-Systems. Wenn ihr weiterhin über neue Beiträge oder Videos informiert werden wollt, könnt ihr kostenlos meinen Newsletter abonnieren oder den Youtube-Kanal abonnieren, oder natürlich beides! Gerne könnt ihr auch eure Meinung oder Fragen in den Kommentaren unten oder im passenden Video hinterlassen

Bestellen könnt ihr genannte Produkte hier:

Auf der Zendure Seite  Link hier*

SolarFlow 4000 Mix Pro   Link hier*
SolarFlow 4000 Mix AC+  Link hier*
SolarFlow 3000 Mix AC+  Link hier*
SolarFlow  2400 Pro Link hier*
SolarFlow  800 Pro Link hier*

 

Die HEMS Familie

Die wichtigsten SolarFlow 4000 Mix Pro Daten im Vergleich Zendure SolarFlow 800 Pro, Plus, 800 und Hyper 2000

SolarFlow 4000 Mix ProSolarFlow 800 ProSolarFlow 800 PlusSolarFlow 800 Hyper 2000
ModellZDA 2501ZDSF800PZDSF800PLSZDSF800ZDHYP2000
HEMS kompatibel/vernetzbarJaJaJaJaJa
Integrierte NetzladefunktionJaJaJaJaJa
Nulleinspeisung möglichJaJaJaJaJa
Auch Inselbetrieb mögl.?JaJaNeinNeinNein
Unterstützt dynamische StromtarifeJa (auch mit KI)Ja (auch mit KI)Ja (auch mit KI)Ja (auch mit KI)Ja (auch mit KI)
Akku bereits verbautJa, 8038 WhJa, 1920 WhJa, 1920 WhSeperate 1920Wh AkkusSeperate 1920Wh Akkus
Akku Kapazität erweiterbar50 kWh11,5 kWh11,5 kWh7,68 kWh7,68 kWh
PV-Eingang2 (für komplette Strings, also zwei Reihenschaltung vorgesehen)4 (keine Reihenschaltung)2 (keine Reihenschaltung)2 (keine Reihenschaltung)4 (keine Reihenschaltung)
Anzahl MPPT-Tracker24222
Max. PV-Eingangsspannung400V55V55V 55V55V
Max. PV-Eingangsstrom2*17,2A4*18A2x18A2x18A2x20,5A Nennstrom
Max. PV-Kurzschlussstrom (Isc)2*18A4*22,5A2x22,5A2x22,5A2x20,5A Nennstrom
Maximale PV-Eingangsleistung17000W (2x4000W und einmal 5000W per PV-AC Buchse)2640W (4×660W)1500W (2×750W)1200W (2x600W)1800 (2x900W)
Betriebsspannungsbereich30-400V14–55V 14–55V14V-55V15V–55V
Spezieller PV-AC Eingang für
Anschluss von Wechselrichter
Ja, 5000W Festanschluss oder 3680W per Schuko SteckdoseNur per Schukosteckdose bis 1000WNeinNeinNein
Max. kontinuierliche AC-Einspeiseleistung (BRD)4000W (bis 5000W mit PV-IN-AC) / (per Steckdose 3000W)800W800W800W800W
Einstellbare AC-Ladeleistung (BRD)4000W (per Steckdose 3000W )1000W1000W800W1200W
Max. kontinuierliche AC-Ausgangsleistung (Off Grid Steckdose)3680W1000 Wkein Notstromkein Notstromkein Notstrom
OffGrid Spitzenleistung7200W (200ms)k.A.---
USV-Umschaltezeit auf Notstrom10 ms laut Webseite
(15ms laut vorliegenden Angaben Zendure)
k.A.---
AC-Eingangs-/Ausgangsspannung / Frequenz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz230V Wechselstrom, 50Hz
Geeignete BatterietypLiFePO₄LiFePO₄LiFePO₄LiFePO₄LiFePO₄
Nennenergie der verb. Batterie8038Wh
Zusatzakkus jeweils 7 kWh
1920Wh1920WhOptionalOptional
Nennspannung der Batterie25,6V48V48V--
Anzahl der LiFePo4 Zellen8152x15--
Lade-/Entladeleistung (mit einem Akku)4000W1000 W800W800W1200W
Ladetemperaturk.A.0°C bis 55°C0° C - 55° C-20° C bis 60-20°C bis 60°C
Entladetemperatur-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C-20° C - 60° C-20° C bis 60° C-20°C bis 60°C
Lade-/Entladespannungsbereich21,6V bis 29,2V37,5V bis 54,75V 37,5V bis 54,75Vk.A.k.A.
KommunikationBluetooth, Wi-Fi, Lan, RS485Bluetooth, Wi-FiBluetooth, Wi-FiBluetooth, Wi-FiBluetooth, Wi-Fi
Empfohlener Temperaturbereich-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C-20°C bis 55°C-20° C bis 55° C-20° C bis 55° C
GehäuseIP65IP65IP65IP67IP65
Maße461 * 234 * 825mm228,6 x 226 x 358 mm393 × 236 × 242 mm274 × 231 × 47 mm350 × 202 × 78 mm
Gewicht80 kg25,9 kg21,1 kg5 kg8,5 kg
Angaben zum Teil zum Teil aus Datenblatt oder von Zendure bereitgestellt - Ohne Gewähr!

 

Tueftler Youtube Video anschauen oder abonnierenVideos-Tutorials zu den SolarFlow-4000-Mix Serie

Video zum SolarFlow 4000 Mix Pro Test – Ausführliches Video

Das ausführliche Video zeigt noch mal viele Details zum SolarFlow 4000 Mix Pro. Es erklärt alle Anschlüsse und deren Verwendung und zeigt  echte Messungen und praktische, nachvollziehbare Belastungstests. Für Fachkundige findet ihr darin auch noch mal viele technische Daten und einige Messungen.  Zudem werden darin auch noch mal die Unterschiede der verschiedenen SolarFlow-4000-MIX-Serien angesprochen. Das Video ist für alle Leser frei anzuschauen, einfach anklicken. Darunter findet ihr auch wieder Links, wo ihr gezielt zu speziellen Themen im Video springen könnt.

Zendure SolarFlow 4000 Mix Pro - Test und Tutorial und Vergleich der MIX-Serie

Sprungmarken für Kapitel im Video:

Nachfolgende Videos sind Vorab- und Bonus-Videos für Kanalmitglieder zum Thema

Diese Videos werden oft während des Tests erstellt und für Kanalmitglieder die diese Seite auch durch Kanal-Mitgliedschaft unterstützen, vorab freigegeben. Einfach als kleines Dankeschön für deren Unterstützung. Die meisten Inhalte und Bonus-Videos sind dann aber in ähnlicher oder leicht gekürzter Form etwas später auch immer in öffentlichen Videos wie dem oberen enthalten und zu sehen.
Falls ihr euch für eine Kanalmitgliedschaft interessiert, dann könnt ihr euch gerne hier bei YouTube anmelden oder Informationen dazu anschauen.

Videos

       Video zu Unterschieden von SolarFLow 4000 Mix Serie  

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Nachträgliche Artikel Updates/News zu SolarFlow 4000 Mix Serie

  • 22. April 2026 SolarFlow 4000 Mix Pro eingetroffen. Das Highlight der neuen Mix-Serie ist heute bei mir eingetroffen, der SolarFlow 4000 Mix Pro von Zendure*, quasi eine komplette größere Solaranlage in einem einzigen Gerät! Die Tests haben begonnen, ein erstes Short-Video seht ihr bereits hier. Dieser Test- und Erfahrungsbericht wird die nächsten Wochen und Monate noch durch neue Fakten, Messergebnisse und neue Erfahrungen ergänzt. Ich weiß, dass sich viele für diesen richtigen Solar-Alleskönner interessieren, und hoffe, die Erfahrungen und Tests sind für den einen oder anderen hilfreich. Solltet ihr Fragen haben, hinterlasst diese bitte in einem Kommentar unter dem Test oder einfach im jeweiligen Video in meinem Youtube-Kanal. Ich werde das dann im Artikel oder nächsten Video versuchen zu klären.
  • Mitte Mai 2026  Zendure hat wieder Menüstuktur in neuer Beta App der alten Zendure App angenähert (klare Begründung liegt nicht vor)
  • 22.05.2026 Größere HEMS2 Änderungen in der Zendure App für Juni angekündigt

FAQ – Oft gestellte Fragen und Antworten zum getesteten SolarFlow 800 Pro und SolarFlow 800 Plus

Kann SolarFlow 4000 Mix Pro auch per WLAN und LAN betrieben werden?

Ja, man kann das Gerät wahlweise nur per WLAN oder per LAN-Kabel mit eurem Router verbinden. Smartmeter können alternativ auch noch per RS485-Kabel verbunden werden, wenn man dafür kein LAN oder WLAN nutzen will. Die RS485-Verbindung bietet schnellste Reaktionen hinsichtlich Stromverbrauchsänderungen.

Ich habe verschiedene Zendure-Geräte wie SF2400, Hyper 2000 und SF800. Muss jedes dieser Geräte ein eigenes Smartmeter haben, wenn ich sie mit der KI Zenki steuern lassen möchte?

Nein, du brauchst generell nur einen einzigen Smartmeter wie z.B. Shellly Pro 3EM*. Dieser wird von allen Geräten genutzt, die du im gleichen HEMS Energiemanager einfügst. Bis zu sechs Geräte können so kombiniert werden und gleichen Smartmeter nutzen.

Kann ich auch die ältere Akkus vom Typ Ab1000 für SolarFlow 800 Pro und Plus an dem neuen SolarFlow 4000 Mix Pro als Erweiterung nutzen?

Nein, die neue Mix-Serie ist für größere 7kWh Erweiterungs-Akkus ausgelegt die laut Zendure in Kürze noch angeboten werden sollen. Die neuen Akkus arbeiten mit 8 großen LiFePo4 Zellen statt mit 15 kleineren Zellen wie bei den kleineren Balkonkraftwerk-Speichern, daher ist leider keine Kompatibilität gegeben.

Welcher Zähler sind mit der neuen SolarFlow 4000 Serie kompatibel und zu empfehlen, wenn man die Nulleinspeisung erreichen möchte?

Eigentlich können alle Zähler verwendet werden, die auch schon bei den anderen Zendure-Geräten verwendet wurden. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Smartmetern, die mit den Zendure-Geräten kompatibel sind. Eine komplette Auflistung findest du in der Bedienungsanleitung und in der App. Der mit Abstand beliebteste, den ich ebenfalls empfehlen würde, ist Shelly Pro 3EM*. Er hat den Vorteil, dass er weniger Platz beansprucht, einfach anzuschließen ist und zudem auch mit vielen anderen Marken und Wechselrichtern kompatibel ist. Der Einbau erfordert gewöhnlich eine Elektrofachkraft, genau wie der 3CT von Zendure* . Der bisherige 3CT-Zähler von Zendure kann nur per Funk verbunden werden. Die neuen Smartmeter Zendure Smart CT (3CT-S/1CT-S)  die zum Testzeitpunkt bislang nicht vorlagen, unterstützen auch die RS485-Verbindung per RJ45-Kabel. Diese Verbindung soll eine noch schnellere Stromregelung im Haus ermöglichen, als es LAN udn WLAN bieten können.
Die Verschaltung im Zahlenschrank eines Zählers wie dem Shelly Pro 3EM kann man hier im Tutorial sehen. Der Zendure 3CT wird ganz ähnlich verschaltet, siehe hier. Möchte man sich Elektriker bei Zählerinstallation ersparen, so sind Zähler-Ausleseadapter wie der D0-Zähler von Zendure* oder der Eco-Tracker von Everhome* hilfreich. Diese können selbst installiert werden, da diese nur magnetisch an den vorhandenen Hauszähler angeheftet werden. Da der D0-Zähler noch nicht so viele Zählerarten unterstützt, ist hier aktuell der EcoTracker manchmal die sicherere Wahl. Bei meinem Zähler hat aber auch der Zendure D0 gepasst und arbeitet sehr zuverlässig auch an der SF4000 Mix-Serie. Der Zendure D0 Zähler hat den Vorteil dass er wenig Eigenverbrauch hat und dadurch auch mit Batterien gut funktioniert, siehe Bilder unten.

Zu beachten ist alleallerdings, dass der D0-Zähler zwar im Batteriebetrieb sehr wenig Energie verbraucht, jedoch dafür auch nur alle 10 Sekunden die Stromwerte aktualisiert. Dies führt natürlich zu etwas stärkeren Verzögerungen bei der Regelung. Deutlich schneller arbeitet er im Netzbetrieb mit 5V USB-Netzteil*. Geeignete kompakte Netzgeräte für die Hutschiene gibt es beispielsweise hier.

Hat SolarFlow 4000 Mix Pro auch ein Brandschutzsystem ähnlich SolarFlow 800 oder 2400 Pro?

Ja, bei SolarFLow 4000 Mix Pro 800 Plus wird genau wie bei SolarFLow 800 oder 2400 Pro ein Aerosol-Löschsystem eingesetzt, das im Ernstfall Flammen effektiv unterdrücken kann.

Kann SolarFlow 4000 Mix Pro auch anmeldefrei betrieben werden?

Ja, anmeldefrei kann das Gerät genutzt werden, wenn es im sogenannten Offgrid-Modus ohne Netzverbindung genutzt wird. Also im Klartext: Wenn ihr es nicht in die Steckdose steckt oder andersartig mit eurem Hausnetz verbindet. Ihr könnt es dann anmeldefrei ähnlich wie eine riesengroße Powerstation nutzen und mit Solarpanels auch gleichzeitig wieder laden lassen.
Sobald es mit dem Hausnetz verbunden wird, ist es aber anmeldepflichtig. Dazu ganz oben in diesem Artikel einige Hinweise und Anmerkungen. Zendure vermittelt auf seiner Webseite Händler, welche die korrekte Installation und Anmeldung von SolarFlow 4000 Mix Pro gewährleisten können (siehe hier)

 

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