AIO2400 Test & Tutorial – Der wohl schönste Speicher für Balkonkraftwerke im Praxistest

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Nachdem die Firma Zendure sich mit dem beliebten Balkonkraftwerk Speicher SolarFlow einen Namen gemacht hat, gibt es seit einer Weile einen noch leistungsstärkeren Speicher von der gleichen Firma: AIO2400. Der neue Speicher vereint die Steuerung, also den PV-Hub und einen leistungsstarken 2400 Wh Akku in einem wirklich schicken Design-Metallgehäuse. Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, es ist derzeit wohl der schönste Speicher auf dem Markt. Er kann sowohl Outdoor als auch Indoor aufgestellt werden und bietet neben mehr Speicherkapazität auch eine eingebaute Heizung und eine höhere PV-Anschlussleistung. Ich habe den neuen Speicher AIO2400, als auch die neuen flexiblen 210W Solarmodule von Zendure, einige Wochen intensiv getestet und berichte euch hier über meine Erfahrungen. Neben vielen Stärken gibt es nämlich leider auch noch kleinere Software-Probleme, die hoffentlich bald behoben werden. Zum Schluss erfahren Einsteiger noch einen kleinen Trick, wie man durchaus bis ca. 3000W Peak an Solarmodulen am AIO2400 betreiben kann.

AIO2400 – Wozu dient dieser Balkonkraftwerk Speicher

Zendure AIO 2400-Schicker Speicher für BalkonkraftwerkWozu Speicher für Balkonkraftwerke sinnvoll sein können, habe ich bereits in dem Testbericht zum Speicher SolarFlow genauer erläutert, daher werde ich auf das Thema Nutzen von Balkonkraftwerk-Speichern und Rentabilität hier höchstens am Rande noch mal eingehen. Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, sollte somit den Beitrag zum Zendure SolarFlow (Link hier) nochmal ausführlich lesen. Da beide Systeme sich sehr ähnlich sind und die Bedienung im Grunde fast gleich ist, kann man fast alle SolarFlow-Erfahrungen auf AIO2400 übertragen. Ein Speicher kann helfen, Energie besser zu nutzen und somit Stromkosten einzusparen, aber es dauert gewöhnlich schon sehr lange, bis sich so etwas rechnet. Ein Vorteil hat hier AIO2400 gegenüber SolarFlow, da man etwas mehr PV-Leistung anschließen kann, ähnlich wie bei dem neu angekündigten SolarFlow 2000 mit neuem PV-Hub*. Je mehr PV-Leistung, desto schneller amortisieren sich solche Speicher.
Der neue Speicher kostete bei Testbeginn um die 1300 Euro, das ist ein stolzer Preis für einen Solarspeicher, allerdings muss man AIO zugutehalten, dass auch ein wirklich großer LiFePo4 Akku mit ganzen 2400 Wh verbaut ist. Und dass LiFePo4-Akkus  (auch LFP-Akku genannt), derzeit zu den sichersten und modernsten Heimspeicher Akkus zählen, habe ich ja in vielen anderen Artikeln und Tests bereits ausreichend näher erläutert. Ich beschränke mich daher in diesem Test vorwiegend auf die praktischen Erfahrungen und Unterschiede gegenüber anderen Speicher-Systemen wie SolarFlow. Ein besonderes Augenmerk habe ich dabei auch auf die Smartphone App und Firmware gelegt, weil der Vorgänger SolarFlow am Anfang doch noch auch wegen einiger kleinerer Bugs in der Kritik war und eine Reihe von Updates nachgeschoben werden mussten. Leider hat sich im Test ergeben, dass dies bei AIO2400 noch nicht wirklich grundlegend verbessert wurde.  Vorweg kann ich schon sagen, dass neben der Leistungs- und Kapazitätssteigerung beim AIO2400 der Anschluss und die Inbetriebnahme noch ein Stück vereinfacht werden konnte. Dieses System kann wirklich von jedem Laien ohne technische Kenntnisse in 5 Minuten in Betrieb genommen werden!

Anlieferung von AIO2400 mit vier flexible 210W Solarpanels

Um das System AIO2400 ausführlich testen zu können, hat mir Zendure das AIO2400 zusammen mit 4 flexiblen Solarmodulen und einem Hoymiles Wechselrichter bereits im Februar leihweise für den Test bereitgestellt. Ich hatte also genug Zeit, das System zusammen mit den mitgelieferten Solarpanels als auch mit meinen Panels vom Anker Balkonkraftwerk (siehe Balkonkraftwerk Tuttorial) zu testen.

Erhältlich ist das AIO2400 aber in verschiedensten Zusammenstellungen, mit und ohne Solarpanels und Wechselrichter usw., dazu schaut am besten selbst auf die Angebotsseite des Herstellers Zendure (hier*) oder einfach hier bei Amazon* rein. Es ist sowieso zu erwarten, dass die Preise in Bewegung bleiben und sich in beiden Richtungen ändern können. In meinem Fall wurde AIO2400 zusammen mit den 4 flexiblen Solarpanels über eine Spedition auf einer Palette gut und ordentlich verpackt geliefert (siehe Foto). Eine Person kann die einzelnen Teile recht problemlos auspacken und verstauen, die Solarpanels sind mit 4,5 kg je Panel und einer Größe von 108.3×110.4 cm sehr handlich. Etwas Energie kostet nur das Tragen des etwa 31 kg schweren AIO2400 Hauptgerätes.

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AIO2400 – So schick dass sogar meine Frau es im Wohnraum akzeptiert 😉

Der neue Speicher besteht aus wesentlich weniger Komponenten als noch das SolarFlow-System. Da hier der PV-Hub (die eigentliche Regelung) und der Akku in einem Gehäuse verbaut sind, hat man eigentlich nur ein einziges Gerät, was man auspacken und verkabeln muss. Ständer und AIO2400 liegen separat im Karton, da man das neue AIO2400 wahlweise auch einfach an die Wand hängen kann. Ich finde den Ständer besonders gut gelungen, er ist sehr schnell montiert und das AIO2400 kann direkt aus dem Karton in den montierten Ständer gehängt werden. Das Ganze steht wirklich sehr stabil, wobei auch Gummifüße dafür sorgen, dass empfindliche Böden keine Kratzer bekommen.

Richtig edel und schick sieht Zendure AIO2400 von vorne aus, hier war garantiert ein guter Designer bei der Entwicklung dabei. Das Gerät ist durchweg aus massivem Metall gefertigt und hat an der Front ein richtig schönes massives Metall-Design, was ein wenig einem Kühlkörper ähnelt. Dies sorgt dafür, dass AIO2400 wirklich schön anzusehen ist, sogar meine Frau war angetan, was an sich schon die höchste Auszeichnung bedeutet! Aber auch technisch hilft ein derart massives Gehäuse auch bei der Kühlung enorm, eine höhere Wärmeentwicklung konnten wir in der gesamten Testzeit nicht feststellen, allerdings sind die Tage auch noch recht kühl. Die Wärme wird hier jedenfalls optimal abgeführt, egal ob man das Gerät Indoor oder Outdoor nutzt. Das Gerät ist nach Schutzklasse IP65 vor Wasser und Staub geschützt.

Der neue Speicher AIO2400 dürfte der erste Speicher sein den sich viele vermutlich sogar gern in einen Wohnraum stellen, bisherige Speicher andere Firmen kommen ja meistens als unschöne Klötze daher, die man sich bestenfalls in den Keller oder auf den Balkon stellen möchte. Hier ist das schon etwas anders, unter anderem auch weil Zendure dem Speicher noch eine schöne versteckte Beleuchtung eingebaut hat. Schaltet man den Speicher über den linken Taster ein, so sieht man eine linienförmige Design-Beleuchtung, die aus zahlreichen  RGB-LEDs besteht und über die volle Breite geht (siehe Bild unten).

Diese LEDs können auf Knopfdruck auch die aktuelle Kapazität des eingebauten 2400 Wh Akkus darstellen. Je länger die Linie, desto voller der Akku. Es ist möglich, in der App verschiedene Lichteffekte auszuwählen, beispielsweise animierte Lichteffekte (Party, Natur, Glühwürmchen usw.) oder einfach Dauerlicht in einer frei wählbaren Farbe und Helligkeit. Die Helligkeit ist dabei so groß, dass der Raum in der Nacht doch in ein schönes Ambiente gehüllt wird, ähnlich wie bei einer TV-Hintergrundbeleuchtung. In den nachfolgenden Bildern seht ihr nur einige der möglichen Farbstimmungen.

zuletzt aktualisiert.: 15.04.2024 um 00:33 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

 

AIO2400 erlaubt laut Hersteller 1560W an PV-Solarleistung

Jetzt habe ich aber genug von der Optik geschwärmt, nun kommen wir zur Technik. Wie schon erwähnt, besitzt das System die komplette Regelung (PV-HUB) und Akku in einem Gerät. Das heißt, die Solarpanels können direkt hinten am AIO2400 angesteckt werden. Es sind zwei MPPT-Tracker eingebaut, man hat also vier MC4-Anschlüsse auf der Rückseite (siehe Bild).

Die Anschlüsse PV1 und PV2 sind laut Hersteller allerdings unterschiedlich stark belastbar, wodurch man problemlos auch 3 große Solarpanels anschließen kann. Laut Hersteller kann man an den Anschluss PV1 ein Panel bis zu 500W anschließen und an den Anschluss PV2 sogar 1000W, also beispielsweise zwei 500W Panels über einen Y-Adapter. Das wären also insgesamt 1500W an Peak Leistung, was schon einiges ist. Merkwürdigerweise wird aktuell im Handbuch eine etwas geringere Leistung von 800W und 400W angegeben, genauer gesagt ein Maximalstrom von einmal 14 und einmal 20A. Welche Angabe nun genau stimmt, konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen, jedoch kann man vermutlich wirklich die 1560W, die auf der Webseite angegeben sind, bedenkenlos anschließen. In der Regel begrenzen solche Geräte den Strom von sich aus, falls es nötig werden sollte. Hier also mal eine Skizze aller Anschlüsse auf der Rückseite des AIO2400.

Wenn man ein wenig geschickt die Hälfte der Panels unterschiedlich nach Osten und Westen ausrichten kann, dann kann man die Last auch günstiger auf den Tag verteilen und sogar 3000W an Peak über Y-Adapter und steckbare Sperrdioden (siehe hier*) anschließen, aber die Profis unter euch werden das sicher schon wissen.   Auch wenn man nur 600W einspeisen darf, macht es immer Sinn so viel PV-Leistung wie möglich an so einem System anzuschließen, denn dann wird auch bei ungünstigerem Wetter einfach mehr Strom erzeugt! Die 600W wird man also mit mehr Panels viel öfters und länger erreichen als nur mit 2 Panels! Einsteiger überschätzen Solarpanels bzw. Balkonkraftwerke sehr oft und wissen nicht immer, dass die 600W auch bei zwei Panels relativ selten im Jahr erreicht werden.

AIO2400 – Mikrowechselrichter wird an der Rückseite versteckt

Um die erzeugte PV-Leistung in das Hausnetz einzuspeisen, bedarf es weiterhin eines Mikrowechselrichters. Zendure hat es vermieden, einen Wechselrichter fest in das System zu verbauen. Vermutlich wollte man sich nicht mit den unterschiedlichen rechtlichen Vorschriften in den verschiedenen Ländern herumärgern ;-). Man hat es also wie bei SolarFlow so gemacht, dass man einfach einen beliebigen Mikrowechselrichter an AIO2400 anschließen kann, dadurch kann AIO2400 praktisch in jedem Land verwendet werden. Es werden nahezu alle Wechselrichter unterstützt, deren Leistung unterhalb von 1200W liegt. Man kann also problemlos den vorhandenen 600W oder sogar 800W Wechselrichter eines Balkonkraftwerkes nutzen. Wichtig ist nur, dass man die maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters in der App korrekt konfiguriert. Wie gesagt, AIO2400 kann Wechselrichter bis zu 1200W ansteuern, da jedoch in Deutschland aktuell nur 600W erlaubt sind, sollte man diese 600W bei der Konfiguration nicht überschreiten. Wer noch keinen Mikrowechselrichter besitzt, kann diesen auch zusammen mit dem AIO2400 als Paket mit bestellen. In meinem Fall wurde ein Hoymiles HMS-800-2T* mitgeliefert, ein Mikrowechselrichter, der auch schon 800W an Leistung einspeisen könnte. Aber die 800W-Diskussion kennt ihr ja alle. Ob die Erhöhung von 600 auf 800W irgendwann kommt, steht in den Sternen. Meine Meinung wäre der Nutzen der Erhöhung sowieso relativ gering.

Da ein Mikrowechselrichter mit seinen Kabeln nicht unbedingt schick aussieht, hat man beim AIO2400 eine Befestigung auf der Rückseite vorgesehen. Hier sind zwei große Rändelschrauben vorhanden, die man über eine Schiene verschieden positionieren kann. Auf diese Weise kann man also nicht nur den Hoymiles-Wechselrichter, sondern auch viele andere Marken recht einfach mit zwei Handgriffen hinten versteckt anschrauben

Die PV-Eingänge des Mikrowechselrichters werden dann über vorhandene MC4-Stecker einfach mit den darunterliegenden MC4-Buchsen verbunden. Für andere Wechselrichter, wo das so nicht ganz passt, werden noch zwei kleine MC4 Verlängerungen mitgeliefert. Damit sollte man eigentlich die meisten Mikrowechselrichter problemlos montieren und anschließen können. Das Schöne ist, dass man von vorne nichts mehr von dem Mikrowechselrichter oder von irgendwelchen Kabeln sieht. Lediglich das Kabel, das vom Mikrowechselrichter mit der Schuko-Steckdose oder einer Einspeise-Steckdose verbunden wird, wird man eventuell sehen. In der nachfolgenden Abbildung sieht man also noch mal das fertig montierte AIO2400 mit Mikrowechselrichter und Schuko-Stecker. Das Schuko Kabel habe ich hier mal etwas gekürzt dargestellt, es ist in Wirklichkeit etwas länger.

Die obere Abdeckung soll zum einen die Sicht auf den Wechselrichter und Kabel verdecken und zum anderen die Elemente etwas vor Regen schützen. Feuchtigkeit sammelt sich auf der Rückseite an feuchten Tagen dennoch durch Kondenswasser an, hat aber im Test hier nicht für Probleme gesorgt. Dennoch wäre vielleicht eine Abdeckung für die Steckverbindungen nicht die schlechteste Idee gewesen. Der gesamte AIO2400 Speicher ist nach Schutzklasse IP65 vor Wasser geschützt und kann laut Hersteller problemlos bei Temperaturen zwischen -20 und +60 °C draußen stehen. Eine eingebaute Akku-Heizung sorgt dafür, dass der eingebaute  LFP-Akku entsprechend erwärmt wird, wenn an einem kalten Tag mit Minustemperaturen genügend Sonne vorhanden ist, um Energie zu speichern. Hier hat AIO2400 auch den Vorteil gegenüber SolarFlow, dass die Abwärme des eingebauten PV-Hubs zusätzlich im Winter zur Erwärmung des Akkus beiträgt. Es wird also vermutlich weniger Energie zur Erwärmung benötigt. Allerdings sind solch geeignete Sonnentage mit Minustemperaturen in Deutschland nicht allzu häufig, wie ich schon beim Test des SolarFlow berichtet hatte.

Flexible Solarpanels mit jeweils 210W Leistung, ideal für Balkon

Produktfoto AIO2400 mit flexiblen Panels

Bevor ich auf die App-Möglichkeiten von AIO2400 und auf die Smartmeter Möglichkeit eingehe, möchte ich kurz noch die mitgelieferten flexiblen Solarpanels etwas näher vorstellen. Je nachdem, was für ein AIO2400-Paket man bestellt (bei Zendure* oder Amazon*)  kann man sich auch 4 oder 6 flexible Solarmodule* mitliefern lassen. In meinem Fall wurden 4 solcher Solarpanels mitgeliefert. Diese Panels werden immer zu zweier Paaren in einem Karton geliefert. Mit vier solchen flexiblen Solarmodulen hat man praktisch eine Gesamtleistung von 840W, also genauso viel wie große Balkonkraftwerke mit 2 großen Glasmodulen. Der Vorteil der flexiblen Module ist allerdings das geringere Gewicht von nur 4,5 kg je Panel. Ein großes Standard-Glasmodul wiegt immer über 20 kg. Auch von der Größe sind die flexiblen Solarmodule natürlich handlicher. Wie bereits erwähnt, sind die Zendure Module etwa 110x110mm groß und somit wesentlich einfacher zu befestigen als die großen schweren Glasmodule, die häufig etwa 180x110cm messen.  Besonders wenn man die Module an einem Balkongeländer befestigen möchte, sind die flexiblen Module richtig genial. Zum Befestigen werden eine Art Kabelbinder aus Metall mitgeliefert, damit lassen sich die Module wirklich blitzschnell befestigen. Aber Achtung, sind sie einmal fest, bekommt ihr die nur noch mit Zange wieder los. Die Kabelbinder lassen sich nicht wieder öffnen, sondern müssen dann zerschnitten werden.

Ich bin eigentlich nicht so ein großer Fan von flexiblen Solarmodulen, weil ich schon viele schlecht verarbeitete Module gesehen habe, die nicht lange gehalten haben. Meistens geben daher die Hersteller auch nicht allzu lange Garantie auf flexible Module. Die Solarmodule von Zendure machen aber auf mich durchaus einen recht robusten Eindruck. Sie sind deutlich dicker und stärker als viele andere Module aufgebaut, die ich bislang gesehen habe. Dadurch kann man sie zwar nicht ganz so stark biegen wie andere Module, aber es kann dann auch nicht so schnell zu Brüchen kommen wie bei dünneren Modulen. Ich habe also mal die Hoffnung, dass diese Module doch schon einige Jahre halten können. Der Hersteller Zendure scheint davon überzeugt zu sein, er gibt tatsächlich 12 Jahre Garantie auf die flexiblen Module!

Ein wenig getrübt hat sich das positive Bild dadurch, dass eines der Solarmodule mit einer abgerissenen Kabelbox geliefert wurde (siehe Bild). Offenbar ein Transportschaden, ärgerlich, aber so etwas kann natürlich immer passieren. Da aber die Kabelverbindung noch in Ordnung war, habe ich versucht, dies mit Silikon zu kleben. Mit normalem Sanitär-Silikon hat es erst nicht geklappt, aber mit einem speziellen Silikon (Sikaflex-522*) ging es halbwegs gut. Zendure hat mir aber auch noch Austausch zugesagt, falls ich die Module länger behalte.

Test der flexiblen 210W Zendure Solarpanels

Richtig auf Herz und Nieren konnte ich die flexiblen Solarmodule Anfang März leider noch nicht testen, einfach weil wir nicht genug Sonne hatten, um die Solarpanels auch nur annähernd an ihre maximale Leistung zu bringen. Ich habe die Module aber mal mit meinem speziellen MPPT-Leistungsmesser EY800W (Amazon*) mit einem 100W Glasmodul verglichen. Und hier war es schon so, dass das flexible 210W Modul wirklich etwas mehr als die doppelte Leistung eines herkömmlichen 100W Moduls erzeugte. Somit sollten bei gleicher Leistung auch vergleichbare Ergebnisse erzielt werden. Besonders angenehm ist, dass die flexiblen Solarmodule eine sehr hohe Vmpp -Arbeitsspannung liefern. Angeben ist eine Vmpp -Arbeitsspannung von 41,4V und ein Arbeitsstrom bei 5,1A. Dass die Vmpp -Arbeitsspannung sogar an einem trüben Märztag höher als im Datenblatt angegeben war, empfand ich durchaus als sehr positiv. Die angegebenen Daten zu den Panels findet ihr übrigens unter dem Artikel in der Tabelle.

Für den Test des Zendure AIO2400 habe ich anfangs immer zwei Module mit den mitgelieferten Y-Kabeln parallel geschaltet und jeweils ein paar an jeden PV-Anschluss angeschlossen. Für meine Tests habe ich die Solarmodule einfach provisorisch mit ein paar Bändern und Gummis vertikal an meiner Terrasse befestigt. Aus Platzmangel habe ich diese mal gegensätzlich ausgerichtet, also zwei Module auf der einen und zwei Module auf der anderen Seite montiert. Von der Himmelsrichtung und Ausrichtung ist das zwar nicht ganz ideal, aber für den Test des AIO2400 sollte es erst mal reichen.

Später habe ich dann auch mal alle Panels an einem Anschluss betrieben und am anderen noch PV-Anschluss noch das andere Balkonkraftwerk hinzugenommen. Alles das war kein Problem.  Für Anfänger, die nicht wissen, wie sie welche Anzahl an Panels am besten mit so einem System wie AIO2400 verschalten können, habe ich unten noch ein paar Beispiel-Schaltbilder in den Artikel mit eingebracht. Verkabelt hatte ich das Ganze übrigens über eine wetterfeste Outdoor-Verteilerbox (Amazon*). Allerdings müsst ihr bei solchen  Boxen aufpassen, dass die Kabel immer direkt an der Box nach unten gehen, damit kein Wasser über das Kabel eindringt. Auf die Dichtungen alleine kann man sich bei diesen Boxen nicht verlassen, habe ich bemerken müssen bzw. sagte mir mein RCD deutlich.

Die Leistungsdaten des AIO2400 Systems kann man ja in der Zendure App alle überwachen. Falls ihr diese zusätzlich über einen Shelly Zwischenstecker aufzeichnen wollt, dann kann ich euch den Shelly Plus Plug S* empfehlen. Mit diesen Zwischensteckern kann man sehr gut die Leistung beliebiger Geräte oder Balkonkraftwerke per App kontrollieren. Neben dem Smartmeter Shelly Pro 3EM*, welches natürlich auch von AIO2400 unterstützt wird, nutze ich auch zwei solcher  Shelly Plus Plug S*, so kann ich die Leistungsdaten und Hausverbrauch schön übersichtlich nebeneinander in einer Shelly App vergleichen und so manches Problem schneller erfassen.

zuletzt aktualisiert.: 14.04.2024 um 23:18 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

 

Mehrere Solarpanels mit AIO2400 verschalten, was geht?

Einsteiger fragen mich oft, wie man drei, vier oder noch mehr Solarpanels mit einem Speicher wie AIO2400 verschalten kann. Daher möchte ich euch hier gleich mal einige Beispiele aufzeigen, was hier so in der Praxis möglich wäre.
Das erste Schaltbild zeigt so den typischen Anschluss. Hier wird also einfach ein Solarpanel an jeden PV-Eingang von AIO2400 angeschlossen. In der Regel sind das zum Beispiel zwei 400 bis 500W Module. Natürlich können es auch kleinere Module sein! Man sieht auch in dem Schaltbild sehr gut, wie wenig Verkabelung bei AIO2400 nötig ist!

 Im zweiten Schaltbild sieht man, wie insgesamt drei große Module angeschlossen werden können. Da der PV-Eingang 2 ja laut Zendure Leistungen von bis zu 1000W erlaubt, kann man über ein Y-Verteilerkabel* problemlos auch zwei große Module anschließen.

Im dritten Schaltbild (Bild unten) sieht man, wie man mit einem kleinen Trick auch vier flexible Module mit 210W an dem Eingang PV1 betreiben könnte. Eigentlich sind an PV1 ja nur ca. 500W erlaubt, vier Module wären aber 840W, warum geht das? Es geht in diesem Fall, weil zwei Module nach Westen und zwei Module nach Osten ausgerichtet sind. Da die Sonne nie aus zwei Richtungen gleichzeitig scheinen kann, können also nie alle vier Module die maximale Leistung abgeben. Aus diesem Grund kann man bei gegensätzlichen Ausrichtungen einen PV-Eingang ruhig überbelegen, ohne dass ein Wechselrichter überlastet wird. Zwei Module werden vorwiegend die Leistung am Vormittag und die anderen zwei Module vorwiegend am Nachmittag abgeben.
Da sich die Energieerzeugung besser über den Tag verteilt, kann zudem die Energie auch besser im Haus und Speicher genutzt werden. Selbst wenn man gar keinen Speicher benutzt, ist eine unterschiedliche Ausrichtung daher oft sehr empfehlenswert für Balkonkraftwerke. Diese Schaltung habe ich übrigens in den letzten Wochen selbst immer beim AIO2400 verwendet, siehe Bild rechts. Ein Tipp noch: Wenn man Panels mit unterschiedlicher Ausrichtung parallel schaltet, sollte man möglichst zwei Sperrdioden* in den Y-Stecker einstecken, um Rückflüsse zu vermeiden. Solche Sperrdioden findet ihr auf meiner Empfehlungsseite. Wie solche Sperrdioden aussehen können, seht ihr auf dem unteren Bild.

Wann-braucht-man-Sperrdioden-fuer-Solarpanels

Wann-braucht-man-Sperrdioden-fuer-Solarpanels

Das letzte Beispiel zeigt, wie man die unterschiedliche Ausrichtung auch noch zusätzlich am Eingang PV2 mit großen Panels realisieren könnte. In dem Beispiel wären dann sogar 8 Panels an einem AIO2400, ohne dass die Gefahr besteht, dieses zu überlasten. Nutzt man die maximale Leistung, die von Zendure mit 1500W angegeben wird, aus, so könnte man durch unterschiedliche Ausrichtungen also bis 3000W anschließen, was derzeit durchaus sinnvoll und legal ist. Ob es im Einzelfall immer jeder Netzbetreiber gestattet, das ist dann wieder andere Frage. Aber gesetzlich spricht nichts dagegen, aktuell gibt es noch keine Begrenzung für die Peak-Solarleistung, nur die Einspeisung ist auf 600W begrenzt und dies wird hier ja eingehalten. Wir speisen halt durch diese Schaltung nur viel länger diese Leistung ein, als es sonst möglich wäre.

Weitere Möglichkeiten der Verschaltung von zum Beispiel 6 flexiblen Panels mit zwei 440W Glasmodulen findet ihr ganz unten bei den Artikel Ergänzungen und Updates!

 

AIO App mit bekannten Funktionen und Möglichkeit der Nulleinspeisung

 Kommen wir jetzt mal zu den Funktionen und Möglichkeiten von AIO2400. Wer Zendure SolarFlow schon kennt oder meine Artikel zu SolarFlow und mein Shelly Pro 3EM Tutorial gelesen hat, dem kann ich gleich sagen, dass sich hier AIO2400  nur wenig von SolarFlow unterscheidet. Es wird die gleiche App genutzt und die Bedienung und Funktionen sind weitgehend identisch. Optional können auch die gleichen externen Smartmeter, Shellys etc. zur Erfassung von Hausverbrauch oder dem Stromverbrauch einzelner Geräte genutzt werden.
Wer die Zendure App noch nicht auf seinem Smartphone hat, kann diese bekanntlich kostenlos im Playstore herunterladen. Nach der Registrierung kann man einfach das AIO-System mit dem Plus-Symbol auswählen und anfügen. Auf die gleiche Weise geht es, auch wenn ihr die App schon mit SolarFlow nutzt, auch dann könnt ihr einfach AIO2400 hinzufügen.
Wie bei SolarFlow kommt ihr auch bei AIO2400 in eine animierte Übersicht wo ihr den Energiefluss durch eine animierte Grafik zwischen Solarpanel, Akku und Haus genau verfolgen könnt (Bild rechts). Es gibt wieder zahlreiche schöne Statistiken, wo ihr in Zahlen und schönen Grafiken nachverfolgen könnt, wie viel Energie erzeugt, im Akku gespeichert oder im Haus verwendet wurde. Das Ganze kann auch rückwirkend in der Vergangenheit kontrolliert werden, der Statistiker kommt hier also auf seine Kosten.
Zudem gibt es wieder verschiedene Betriebsmodi. Ihr könnt wahlweise fest einstellen, wie viel Energie stets konstant in das Hausnetz eingespeist werden soll. Sollte dann mehr Energie über die Solarpanels produziert werden, so wird der Überschuss automatisch im Akku gespeichert. Kommt weniger Energie über Solar rein als eingespeist werden soll, so holt AIO2400 den Rest wieder aus dem Akku. Ist der Akku bis zu einer einstellbaren Mindestkapazität entladen und es wird Nacht, so schaltet sich das System bis zum nächsten Morgen in den Ruhezustand.

Alternativ gibt es noch folgende Modi, teilweise sind sie gegenüber dem früheren SolarFlow etwas umbenannt worden:

  • Akkuprioritätsmodus
    In diesem Modus kann man eine Zeitspanne einstellen, in der in erster Priorität nur der Akku aufgeladen wird. An die Verbraucher wird in diesem Modus nur etwa 100W abgegeben.
  • Terminmodus
    In diesem Modus könnt ihr vorgeben, zu welcher Zeit wie viel Energie eingespeist werden soll. Die Timer Programmierung kann für einzelne oder alle Tage vorgenommen werden. Bei diesem Modus wird die Einspeiseleistung leider erst ab dem ersten Schaltzeitpunkt übernommen, bis zu diesem Zeitpunkt behält AIO2400 die letzte Einspeisung bei. Das kann manchmal etwas verwirren, das hätte man besser lösen können. Auf dieses Manko gehe ich unten noch mal kurz ein.
  • Intelligenter Abgleichmodus
    In diesem Modus können intelligente smarte Stromzähler wie das Zendure Smart Plug* aber auch das schon erwähnte Shelly Plus Plug S* und andere eingebunden werden. Es wird dann genau zu dem Zeitpunkt Energie eingespeist, wenn ein Verbraucher sich einschaltet oder eingeschaltet wird.  Es wird dann auch nur soviel Energie eingespeist, wie der Verbraucher benötigt. Zusätzlich lässt sich noch ein Grundverbrauch definieren, der immer eingespeist wird.
  • Smart-CT-Modus
    Dies ist mein Lieblingsmodus, den ich fast ausschließlich nutze. Wenn ihr diesen Modus verwendet, dann prüft AIO2400, wie viel Strom ihr aktuell vom Stromversorger verbraucht. AIO2400 versucht dann so viel Energie in euer Hausnetz einzuspeisen, bis ihr nahezu nichts mehr vom Stromversorger beziehen müsst. Aufgrund der erlaubten 600W-Begrenzung für Balkonkraftwerke kann AIO2400 natürlich nur bis 600W ausgleichen (technisch wären mit geeigneten Mikrowechselrichtern bis zu 1200W möglich). Sollte im Haus 800W verbraucht werden, dann würde AIO2400 also 600W einspeisen und ihr würdet nur noch die restlichen 200W von eurem Stromversorger beziehen. Dies ist also eindeutig die beste und bequemste Methode, wie ihr AIO2400 optimal nutzen könnt, ihr müsst das nur einmal konfigurieren und braucht euch im Idealfall dann nie mehr um AIO2400 kümmern. Voraussetzung, dass dies funktioniert, ist allerdings, dass ihr ein Smartmeter wie beispielsweise den Shelly Pro 3EM* in eurem Zählerschrank besitzt. Wie man so einen Smartmeter Shelly Pro 3EM montiert, anschließt und einrichtet, habe ich schon ausführlich hier im Shelly Pro 3EM Tutorial beschrieben. Das Ganze geht mit dem AIO2400 auf die gleiche Weise. Ihr könnt dann in den Einstellungen auch wählen, ob AIO2400 nur eine Phase per echter Nulleinspeisung ausgleichen soll oder ob er alle drei Phasen saldierend ausgleichen soll. Beides geht, den wesentlichen Unterschied zwischen Saldierung und Nulleinspeisung habe ich in diesem Beitrag näher erläutert.
    Achtung: Habt ihr neben dem AIO2400 auch noch ein SolarFlow Speicher in der App und hängen beide Systeme an der gleichen Phase (z.B. gleicher Stromkreis, gleiche Sicherung), dann könnt ihr nicht beide mit dem Shelly verbinden. Macht ihr das doch, wird das zweite System unsinnige Leistungen einspeisen. Ich habe das in allen Varianten ausprobiert. Ich habe mit dem zweiten AIO2400 versucht, saldierend und nicht saldierend nur einzelne Phase auszugleichen. Alles ergab unsinnige Einspeisungen, die oft über den Verbrauch im Haus hinaus gingen. Es funktioniert also nur dann richtig, wenn ihr den Shelly Pro 3EM herauslöscht und von SolarFlow trennt und dann nochmal neu hinzufügt und mit AIO2400 verbindet.
    Wenn ihr AIO2400 dagegen an eine andere Phase als das SolarFlow in eurem Haus anschließt und dann bei beiden auf die Saldierung verzichtet und eine jeweils andere Phase nutzt, dann solltet ihr beide Speicher mit dem gleichen Smartmeter verbinden können. Probiert habe ich es aktuell noch nicht, aber es liegt nahe, dass dies dann tatsächlich funktioniert. Habt ihr nur das AIO2400 System, können euch aber diese geschilderten Aspekte ziemlich egal sein.

Die weiteren Möglichkeiten der App entsprechen im Prinzip denen von SolarFlow. Man kann in Prozent einstellen, wie weit ein Akku immer aufgeladen werden soll und wie weit es entladen werden soll. Diese Einstellungen sind vor allem im Winter wichtig, hier sollte man die Mindestkapazität schon richtig hochstellen, weil einfach oft tagelang wenig bis keine Sonnenenergie hereinkommt. Wenn man es im Winter auf 30 % stellt, dann liegt man auf der sicheren Seite. Damit habe ich auch bei SolarFlow diesen Winter gute Erfahrungen gesammelt.  Damit der Akku im Winter nicht versehentlich zu tief entladen wird, schaltet AIO2400 zusätzlich das WLAN und alles Unnötige ab, falls abends die Mindestkapazität erreicht sein sollte. Hier hat man offenbar etwas aus den Wintererfahrungen mit SolarFlow gelernt. Also nicht wundern, wenn abends AIO2400 in eurer App als Offline dargestellt wird. Das ist aktuell vom Hersteller einfach absichtlich so vorgesehen, weil WLAN relativ viel Energie verbraucht. Bei SolarFlow wird das übrigens inzwischen auch so gemacht!

Weiterhin gibt es den ByPass-Modus, mit welchem man quasi den Akku überbrücken kann. Schaltet man diesen Modi ein, so wird automatisch die komplett erzeugte Solarenergie sofort in das Haus geleitet, also ohne Umweg über den Akku. Sinn macht so ein Modus beispielsweise, wenn der Akku voll ist und man nichts mehr im Akku speichern kann. Oder im Winter, wenn aufgrund der niedrigen Temperaturen und geringen Sonne eine Speicherung im Akku weniger sinnvoll ist. In der Regel kann man diesen Modi aber auf „Automatisch“ belassen. In den meisten Fällen wählt AIO2400 schon selbst den richtigen Modus aus.

Eine Neuerung in der App sind die Lichteffekte, die man am AIO2400 einstellen kann. Hier gibt es verschiedene animierte Lichteffekte und farbige Dauerlicht-Möglichkeiten, die sich besonders in Innenräumen sehr schön machen. Im Außenbereich sieht man eigentlich nur am Abend etwas von den Effekten, so mancher Nachbar könnte hier an ein gelandetes UFO denken. Etwas unglücklich ist, dass AIO2400 am Abend ja meistens die WLAN-Verbindung, Beleuchtung usw. abstellt, wenn der Mindeststand beim Akku erreicht ist. Man hat dann keine Möglichkeit mehr, die Lichteffekte per App zu aktivieren. Wenn man den Mindeststand absichtlich recht hochhält, wäre diese Abschaltung eigentlich nicht notwendig. Hier wäre es schöner gewesen, wenn AIO2400 die einprogrammierte Mindestkapazität von vielleicht 30 % von einer echten Mindestkapazität wie etwa 10 % unterscheiden würde.
Ansonsten sind nur noch die bekannten Funktionen vorhanden, um Gerätedaten abzurufen, Netzwerkeinstellungen vorzunehmen oder um die Firmware per Klick zu aktualisieren. Ich glaube, anhand der unteren Bilder seht ihr ganz gut, was hier so machbar ist.

Kleinere Software Bugs und verbesserungswürdige Dinge

Erwähnen muss man aber auch noch, dass es auch bei AIO2400 derzeit noch einige Bugs und verbesserungswürdige Dinge gibt. Viele werden das ja auch von SolarFlow schon kennen, der Hersteller musste auch dort einige Updates hinterherschicken, bis das System weitgehend rund lief. Besonders im Winter hatten offenbar viele eine Zeit lang Probleme mit der zu weiten Entladung, das hat man aber inzwischen verbessert. Dennoch gibt es nach wie vor einige Dinge, die noch nicht ganz optimal laufen und hoffentlich bald durch ein Update verbessert werden. Die Probleme sind bei weitem nicht so gravierend, wie es manchmal in Foren und sozialen Netzen klingt, aber einige Kritiken sind schon wirklich berechtigt. Einiges liegt aber auch einfach in der etwas mageren Dokumentation mancher Funktionen. Viele, die sich nicht die Zeit nehmen, sich richtig mit dem System vertraut zu machen, neigen in Foren und sozialen Netzen sehr schnell dazu zu kritisieren, nicht selten steckt aber einfach Unwissen dahinter über den genauen Zusammenhang der Funktionsweise dahinter. Und wenn sich dann  berechtigte Kritik und unberechtigte vermischt, wird manchmal der falsche Eindruck nach Außen vermittelt.

Ich will euch hier mal nennen, welche Schwachpunkte mir bislang aufgefallen sind :

  1. Die Kapazitätsanzeige in der App ist nicht immer sehr genau. Es kommt teilweise schnell zu großen Sprüngen in der Kapazitätsanzeige, was manchmal verwirren kann.
  2. Wie schon erwähnt, wird bei der Timer-Einstellung erst ab dem nächsten Schaltzeitpunkt auf die vorprogrammierte Einspeisung geschaltet. Die aktuelle Einspeisung wird nicht entsprechend dem Zeitplan gesetzt, sondern bleibt erst einmal, wie sie vorher war! Das ist natürlich etwas unsinnig. Wenn ihr beispielsweise um 9 Uhr morgens einstellt, dass ab 8 Uhr nur 100  Watt eingespeist werden soll und ab 20 Uhr 400W, warum wird dann nicht direkt nach der Eingabe auf die 100W geschaltet? Stattdessen wird irgendetwas eingespeist und erst ab 20 Uhr funktioniert der Timer richtig! Sowas kenne ich eigentlich nur von den guten alten mechanischen Schaltuhren, da ging es aber auch nicht anders.  Man stelle sich vor, eine elektronische Heizungsregelung würde das  genauso unsinnig machen. Soll man dann erst bis zum Abend frieren? Mir wurde gesagt, dass diese Funktion als Feature angesehen wird, die noch umgesetzt wird, wenn viele danach fragen sollten. Für mich wäre das einfach eine Selbstverständlichkeit und kein Feature!
  3. Hin und wieder kommt es einfach zu Verzögerungen bei der Aktualisierung von Anzeigewerten oder Animationen etc. Manchmal werden Werte erst angezeigt, wenn man noch mal in den Hauptscreen und dann zurückgeht! Auch kurzzeitig falsche Animationen, welche einen falschen Energiefluss anzeigen, können manchmal für einige Sekunden auftreten.
  4. Einmal gab es im Test am Morgen auch eine ganz erschreckende Meldung, wo angezeigt wurde, dass der Akku 0 % Kapazität hätte und der Smart-CT-Modus plötzlich pausiert (Bild rechts). Zusätzlich stand noch da, dass das System in den Bypass Modus gegangen ist. Leistung floss keine!  Das passte natürlich alles nicht zusammen, warum sollte ein System durch den Bypass-Modus die Ladung verhindern, wenn der Akku leer ist? Zum Glück stellte sich heraus, dass alles eine Falschmeldung war. Ich schaltete das Gerät einfach aus und wieder ein und alles stimmte wieder, der Akku war noch zu  30 % voll. Das war aktuell aber auch wirklich der gravierendste Bug der einmal aufgetreten ist!
  5. Zweimal ist es passiert, dass trotz aktivierten Smart CT-Modus die komplette Energie in dem Akku gespeichert wurde und am Nachmittag der Akku dann 70% voll war. Erst als ich den Modus noch einmal unverändert speicherte, lief die Einspeisung wieder korrekt.
  6. Dann gibt es in der App Dialoge, wo gewisse Umstellungen, z.B. von Saldierung auf einphasigen Ausgleich Simplex, die einfach nicht gespeichert werden, wenn man vorher nicht auch einige Phasen ändert. Sowas führt natürlich zu Missverständnissen, wenn man darauf nicht achtet.
  7. Es gibt auch noch Dialoge, wo versehentlich statt eines Werts nur ein Platzhalter ausgegeben wird.
  8. Wenn man alle Betriebs-Modis deaktiviert, warum wird dann einfach die letzte Einspeisung als manueller Wert für Einspeisung vorgegeben und nicht auf 0 gesetzt? Wenn man mal mit Einspeisung aussetzen will, muss man derzeit extra noch mal in einen zweiten Dialog, um die 0 W vorzugeben. Überhaupt wäre es sinnvoller, die manuelle Einspeisung zu den anderen Modis im Menü zu setzen, damit man nicht so oft hin- und herspringen muss.

Im Wesentlichen dürften das die Punkte sein, die mich noch gestört haben. Die meisten Dinge sind störend, aber wirklich Kleinigkeiten und könnten in zukünftigen Updates schnell beseitigt werden. Ein wenig bin ich trotzdem enttäuscht, dass diese Mankos nach den Erfahrungen mit SolarFlow nicht gleich bei AIO2400 verbessert wurden. Stattdessen gab es hier noch etwas mehr Baustellen, als es bei Erscheinen von SolarFlow der Fall war. Zum Glück wird der reguläre Betrieb im Regelfall durch die meisten Mankos, bis auf den Punkt 4 und 5 nicht wirklich störend beeinflusst. Besonders Punkt 5 sollte baldmöglichst mal geprüft werden da dies bereits zweimal aufgetreten ist. Ich habe natürlich alle Punkte mit etwas Nachdruck an meine Kontaktperson bei Zendure weitergeleitet, damit das bei den weiteren Updates berücksichtigt werden kann. Wenn ihr diesen Artikel also erst später lest, könnten einige Dinge bereits abgestellt sein, denn Zendure hat kurz nach Fertigstellung des Artikel zwei Updates bereitgestellt, siehe unten um Nachtrag!
Erwähnen muss man aber auch, dass einige wichtige Dinge verbessert wurden, zum einen die schon erwähnte Stromsparschaltung am Abend und zum anderen wird nun bei Temperaturen unter 0°C wirklich immer die Ladung blockiert um Akku zu schonen. Das war ja eine Zeit lang beim AB1000 Akku nicht immer der Fall. Reicht die Sonnenenergie aus, springt auch wirklich die Heizung an und wärmt das Gerät auf 8°C auf, so wie beim AB2000 Akku.

Mein Fazit zu dem neuen Balkonkraftwerk Speicher AIO 2400

Wenn ich alle meinen Erfahrungen mit dem neuen AIO2400 zusammenfasse, muss ich trotz allem sagen, dass mir AIO2400 schon sehr gut gefällt! Auch wenn man in der Software sicher noch einiges verbessern kann und muss, so ist die Technik, die Kapazität und das ausgesprochen schöne und platzsparende Design schon recht überzeugend. Selbst wenn man mal die effektvollen Lichteffekte gar nicht zählt, sieht das Gerät einfach gut aus und wirkt nicht wie ein Fremdkörper in Innenräumen oder auf dem Balkon. Zudem ist es auch aufgrund der recht geringen Tiefe recht platzsparend an einer Wand aufzuhängen oder abzustellen. Wenn ich in einer Mietwohnung wohnen würde, wo man leider nur begrenzte Möglichkeiten hat und mir daher so einen Speicher auf den Balkon oder in einem Wohnraum stellen müsste, dann würde ich wirklich zum AIO2400 greifen, statt mir irgendwelche Boxen mit viel Verkabelung hinzustellen. Stellt man das System nur in den Keller, dann kann man natürlich genauso zu ähnlichen Systemen wie das neue SolarFlow 2000* greifen, das ist auch ein wenig Ansichtssache. Vor dem Kauf von AIO2400 würde ich derzeit (Mitte März 24) aber noch ein oder zwei Update Runden abwarten, zumindest Punkt 5 sollte sollte nicht mehr vorkommen, egal ob es an Cloud oder Firmware lag. Ich werden das weiter beobachten und über Änderungen unter dem Artikel Ergänzungen wieder nachtragen. Die nächste Update Runde ist ja gerade bei Artikel Abschluss (Mitte März) erfolgt, eventuell sind also schon die problematischen Bugs beseitigt, siehe unteren Nachtrag.
Der Preis war zum Testzeitpunkt nur wenig höher als das neue SolarFlow 2000* mit einem AB2000 Akku, die aktuellen Preise sind aber in Bewegung, schaut am besten selbst hier bei Zendure* oder bei Amazon* nach aktuellem Preis. Aktuell gibt es auch noch einen 30Euro Rabattcode „PW34Z6C5S53Z wenn ihr bis zum 9 April im Zendure Shop (Link hier) bestellten solltet.

Die Leistung des kommenden SolarFlow mit PV-Hub 2000* ist aber vergleichbar; das AIO2400 System hat mit 2400 Wh sogar einen deutlich größeren LFP-Akku. Der Anschluss und die Inbetriebnahme sind beim AIO2400 besonders einfach, es gibt dank eingebauten PV-Hub nur noch wenig Kabelverbindungen, jeder Laie kann so ein System in 5 Minuten in Betrieb nehmen. Dennoch kann man es dank der stärkeren Eingänge gut mit PV-Modulen bestücken. Wie ich oben in den Schaltbildern verdeutlicht habe, kann man durch zwei unterschiedliche Ausrichtungen durchaus bis 3000W an PV-Modulen an AIO2400 ran hängen, ohne es zu überlasten. Und selbst bei einer Ausrichtung sind es laut Hersteller noch 1560W.
Sicher ist Zendure AIO2400* kein Schnäppchen, das sich in 5 Jahren schon rechnet. Aber so ein System soll ja auch eigentlich 15 bis 20 Jahre halten. Und wo bekommt man heute noch ein Produkt, bei dem so viel Metall verarbeitet wurde wie bei AIO2400? Vermutlich lässt alleine schon dies kaum viel günstigere Preise zu. Ob es in der Praxis dann wirklich 20 Jahre hält, kann momentan wohl keiner sagen, aber die gute passive Kühlung ist schon mal eine gute Voraussetzung für eine lange Lebensdauer.
Der Hersteller scheint wohl überzeugt, immerhin gibt er 10 Jahre Garantie auf das Gerät. Auf die flexiblen Solarmodule* gibt er übrigens sogar 12 Jahre Garantie! Wenn man genügend PV-Module anschließt und zum Beispiel einen SmartMeter Shelly Pro3EM* einbindet, so kann sich sowas schon auch innerhalb von 10 Jahren rechnen, in einigen Fällen kann es aber auch etwas länger dauern. Das ist aber sehr schwer zu sagen, es kommt wirklich auf Umgebung und Grundverbrauch an. Dass man mit einem Speicher am Balkonkraftwerk keine großen Gewinne machen kann, das sollte jedem klar sein, das habe ich ja nun schon öfters erläutert (hier im Speicher Tutorial und hier im Balkonkraft Tutorial). Aber ich erlebe immer wieder, dass dies für die wenigsten wirklich das Hauptanliegen ist. Manche wollen halt lieber jetzt etwas mehr investieren und dafür über einen langen Zeitraum etwas weniger Stromkosten haben. Andere haben einfach Spaß an der Technik oder wollen etwas zur Energiewende beitragen. Das muss also jeder selbst wissen und entscheiden. Natürlich rechnet sich so ein Eigenbau wie z.B. hier beschrieben immer schneller, aber halt nicht jeder ist so technisch versiert und nicht jeder bekommt so etwas von seinem Netzbetreiber genehmigt.  Ich kann daher das AIO2400 System für Mieter und weniger technisch versierte Nutzer schon sehr empfehlen, vorausgesetzt das zumindest schwerwiegende Software-Bugs bald durch ein Update beseitigt werden.  Auf jeden Fall erhält man hier ein wirklich rundes und schickes System, wo die mögliche PV-Leistung wirklich auch gut zur eingebauten Akku-Kapazität passt, mehr Speicher braucht wirklich kein Balkonkraftwerk dieser Größenordnung, da ja jeder etwas Grundverbrauch hat. Die wenigsten werden den Akku an einem Tag wirklich voll bekommen wenn sie den Grundverbrauch laufend decken lassen.

zuletzt aktualisiert.: 14.04.2024 um 21:45 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

 

Hier nochmal die wichtigsten Daten zum Zendure  AIO2400 Speicher

Zenture AIO2400
Speicherkapazität2400 Wh
Akku-ArtModerner LFP-Akku (LifePo4)
Akku-Heizung vorhanden?Ja, bei Temperaturen unter 0° C wird Akku erwärmt oder Ladung blockiert (je nach Sonne)
PV-Eingänge2 (Gesamtleistung laut Webseite 1560W Peak)
PV-EingangsleistungPV1 Eingang: Handbuch 400W (Webseiten Angabe 500W)
PV2 Eingang: Handbuch 800W (Webseiten Angabe 1000W)
PV-EIngangsspannung16 bis 60V
Minimale PV Eingangsspannung16V
ArbeitsmodisAkkuprioritätsmodus
Terminmodus
Intelligenter Ableichmodus
Smart-CT-Modus
Manuelle Konstanteinspeisung
Bypass Modus
Max. EingangstromPV1 Eingang: 14A
PV1 Eingang: 20A
Anzahl MPPT Tracker2
Akku Nennspannung48V
Empfohlener Mikrowechselrichter (Leistung)400-1200W
Mikrowechselrichter NennausgangsleistungWechselrichter Ausgang1: max. 1200W
Wechselrichter Ausgang2: max. 1200W
Mikrowechselrichter Nennausgangsstrom 2x 30A
Mikrowechselrichter Nennspannung16-60V
Ladetemperatur0°C bis 55°C
VerbindungWlan / Blutooth
Betriebstemperatur-20 bis +60 °C
Maße Smart PV Hub 120065,7 x 42,7 x 15cm
Gewicht PV Hub 120031 kg
SchutzklasseIP65
Garantie 10 Jahre
Bezugslinkhier Amazon
hier Zenture Webseite

Daten zu dem flexiblen Solarmodul

210W Flexibles Solarmodul
Maximale Leistung210W
Maximale Spannung (Vmp)41,4V
Maximale Stromstärke (Imp)5,07A
Leerlaufspannung (Voc)49,2V
Kurzschlusstrom (Isc)5,36A
Zelleffizienz22,6%
ZellentypMonokristallines Silicon
Leistungstoleranz+-10%
Gewicht4,5kg
Abmessungen108,3x110,4 cm Stärke 2,5mm
Betriebstemperatur-20 bis +65°C
IP-SchutzartIP67
Garantie12 Jahre
Bezugslinkhier Amazon
hier Zenture Webseite

 

Video zum Zendure AIO2400 Tutorial

 

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Nachträgliche Artikel Updates / News zum Zendure AIO2400 System

  • 19.03.2024 Neues Update ist da: Kurz nachdem ich Artikel und Video fertiggestellt hatte, sind zwei neue Updates für AIO Master und AIO BMS bereitgestellt worden. Der erwähnt Bug mit der Smart CT Einspeisung soll jetzt auch behoben sein. Bislang ist es noch nicht wieder aufgetreten, ich werde es beobachten.
  • 29.03.2024 Läuft jetzt rund: Nachdem ich anfangs noch kleinere Bugs in der Zendure Software feststellen  musste, scheint seit dem letzten Update von 19.3. jetzt alles rund zu laufen. Der Bug mit der CT Einspeisung scheint wirklich beseitigt zu sein. Auch der Batteriestatus scheint nun genauer und gleichmäßiger im der App dargestellt zu werden- Sprünge wie sie anfangs immer wieder mal auftraten konnte ich bislang nicht mehr feststellen. Das System erfüllt seit Wochen bei mir einwandfrei den Dienst mit derzeit 6 Solarpanels. Manuelle eingriffe waren bisher keine mehr nötig, so soll es sein!
  • 14.04.2024 Jetzt 2140W am AIO:  Da ich in den vergangenen Wochen sehr zufrieden mit AIO und den flexiblen 210W Solarpanels von Zendure* war und ich noch etwas Platz hatte, habe ich jetzt noch 2 solche Panels hinzugenommen. Ich habe also jetzt 6 flexible Solarpanels als auch 2 Glaspanels mit jeweils 440W am AIO2400. Das ist eine Gesamtleistung von 2140W. Wie bereits oben erläutert ist das möglich indem man zwei unterschiedliche Ausrichtungen nutzt. Das Ganze musste in dem Fall wieder etwas anders verschaltet werden. Für interessierte habe ich hier ein kleines Schaltbild gemacht wo ihr die Verschaltung sehen könnt. Ihr könnt das Schaltbild gerne auch hier als PDF (Schaltbild PDF) herunter laden. Die notwendigen Sperrdioden finden ihr hier auf der Empfehlungsseite, beachtet das diese bei dieser Verschaltung sehr warm werden falls man direkte Sonneneinstrahlung auf en Panels hat, bei der vertikalen Montage wie bei mir ist das aber weniger der Fall. Es gibt noch andere Lösungen wie man es verschalten könnte um Sperrdioden weniger zu erwärmen, allerdings müsste man dann deutlich mehr Sperrdioden einsetzen was hier nicht unbedingt lohnt, daher habe ich dieses hier nicht aufgezeichnet. Ein kleines Video dazu findet ihr hier.

Ich hoffe meine Ausführungen und Ergänzungen konnten dem ein oder anderen etwas helfen. Wollt ihr weiterhin über ähnliche Themen, Projekte oder Tests informiert werden, am besten meinen Newsletter oder/und Youtube Kanal abonnieren, beides ist kostenlos.   Euer Tüftler Frank

 

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4 Kommentare zu Artikel “AIO2400 Test & Tutorial – Der wohl schönste Speicher für Balkonkraftwerke im Praxistest”

  1. Bodo Strehlau sagt:

    Hallo Herr ? (Tüftler)
    Danke für den tollen Bericht über Zendure AIO 2400, wirklich super erklärt.
    Habe mir solch einen Zendure Speicher jetzt bestellt, bin bereits in besitz von PV Modulen und habe noch ein Frage zum Speicher.
    Kann ich meine PV Maxeon3 375W mit dem Speicher verwenden?
    Technische Daten
    PV-Typ Monokristallin
    Modultechnik Back-Contact 104 Zellen
    Leistung [W] 375
    Leistung W/m2 212,13
    Panel-Effizienz [%] 21.2

    max. Spannung [V] 1000
    Nennspannung im MPP Umpp [V] 62.5
    Temperaturkoeffizient VOC [%/°C] 74.9
    Kurzschlussstrom [A] 6.52
    Nennstrom im MPP [A] 6
    Maximale Reihensicherung [A] 20
    Temperatur -0,28

    1. Tueftler sagt:

      Hallo,
      die genannten PV Maxeon3 375W Solarmodule sind einige der wenigen Ausnahmen die man nicht verwenden kann weil diese eine ausgewöhnlich hohe Spannung über 60V nutzen. Du kannst nur Solarmodule bis 60V nutzen, ansonsten bestätigt die Gefahr das du den Speicher bzw. dessen Elektronik beschädigt. Fast alle anderen Module haben unter 60V, die meisten Module nutzen ca. 36 bis 42V. Du hast da also schon wirklich einen richtigen Sonderfall erwischt! In dem Fall musst DU leider andere Module oder andere Speicher Lösungen nutzen.

  2. Sven Hoy sagt:

    Guten Tag,

    Schöner Beitrag, ich habe seit kurzer Zeit 2 Module vom Typ: AIKO-A-MAH54Db 445Watt ABC Modul Monokristalline N-Type mit dem Hoymiles HMS 800 2T , nun ist meine Überlegung noch 2 Module zu erwerben und den AIO2400 Speicher, Ich würde dann 1 Modul nach Ost, 2 nach Süd und 1 nach West ausrichten (kein Schatten in irgendeiner Richtung), würde theoretisch Funktionieren wenn ja wie würde ich verkabelt werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Sven

    1. Tueftler sagt:

      Ja sicher das ist kein Problem. Du müsstest halt zwei Module in andere Himmelsrichtung ausrichten. Die Verschaltung sollte eigentlich durch die vielen Beispiele auf der Seite klar sein. Du schaltest an jeden PV-Eingang zwei Module parallel wobei du sicherheitshalber eine Sperrdiode in die Plusleitung jedes Moduls steckst. Falls Du Zeichnung brauchst, dann kann ich dir für kleine Kaffespende* individuelle Skizze machen. Schreib mir nach Kaffeespende aber noch per Kontaktformular noch mal genau die Leistung und VMP-Spannung aller vier Module auf damit ich das richtig berücksichtige.

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