Speicher für Balkonkraftwerk im Test – Zendure Solarflow am Anker Balkonkraftwerk

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Auf vielfachen Wunsch heute mal ein Speicher für ein Balkonkraftwerk im Test. Diesmal stelle ich mit Zendure SolarFlow eine fertige Lösung vor, die auch von Einsteigern und Laien wirklich in ca. 5 Minuten installiert und in Betrieb genommen werden kann. Zendure SolarFlow ist derzeit in aller Munde da sich die Möglichkeiten durch eine Partnerschaft mit mit dem Smarthome-Hersteller Shelly bald noch erhöhen dürften. Zudem wird derzeit SolarFlow nochmal deutlich günstiger angeboten, wodurch ist immer attraktiver für Balkonsolaranlagen wird.
Ich habe zwar schon viele DIY-Speicherlösungen für Solaranlagen hier im Blog aufgezeigt, aber Eigenbau-Lösungen setzen halt doch doch ein wenig Elektro-Kenntnisse voraus. Für diejenigen die weniger gern basteln und mit dem Ohm’schen Gesetz  nichts anzufangen wissen, bietet SolarFlow eine wirklich einfach installierbare Lösung an, die sich sogar sehr schnell selbst rechnen soll. Wie gut die wirklich funktioniert und wie gut sich sowas rechnet habe ich für euch einige Wochen getestet..

Mit einem Balkonkraftwerk spart man Stromkosten, mit Speicher noch mehr?

Das man mit selbst erzeugten Strom die eigenen Stromkosten senkt und auf Dauer richtig Geld sparen kann, ich denke das weiß heute schon jeder. Je nach Stromverbrauch hat man die Kosten für ein gutes Balkonkraftwerk heute oft schon nach ca. 5 Jahren wieder raus. Ein Balkonkraftwerk hält aber viel länger und kann durchaus über 20 Jahre in Betrieb sein. Ich habe selbst einige große Panels die schon fast 20 Jahre alt sind und noch immer wunderbar ihren Dienst tun.
Selbst wenn der Balkon oder die Stellfläche im Garten ein wenig ungünstig oder sogar verschattet ist, ein Balkonkraftwerk rechnet sich eigentlich fast immer. Im Schnitt, also Pi x Daumen, kann man mit etwa 3kWh bei einem Balkonkraftwerk wie dem Anker oder ähnlichem 800W Peak Balkonkraftwerk rechnen, bei wenig freier Sonnenausrichtung sind es oft aber auch noch 2kw pro Tag, bei optimaler Ausrichtung etwas mehr. Das klingt nicht viel, summiert sich aber übers Jahr!
Ich kann daher nur uneingeschränkt zum Kauf eines Balkonkraftwerkes raten, ich nutze Sonnenenergie schon weit über 15 Jahre und bin davon mehr als überzeugt, ich glaube ich habe damit schon experimentiert bevor Holger Laudeley den Namen „Balkonkraftwerk“ erfunden hat, früher nannte man das einfach Mini-Solaranlage, was es ja eigentlich auch ist. Wie man so etwas aufbaut, anschließt und anmeldet habe ich im Balkonkraftwerk-Tutorial ja schon ausführlich beschrieben. Dort gebe ich auch konkrete Tipps welche Systeme beim Kauf empfehlenswert sind.

Warum wollen so viele Besitzer von Balkonkraftwerken einen Speicher haben?

Diese Frage ist eigentlich relativ einfach zu beantworten. Die meisten Leute arbeiten tagsüber, das heißt die Wohnung steht oft leer. Wenn niemand in der Wohnung ist, dann laufen gewöhnlich auch nicht so viele Stromverbraucher wie in einem Haushalt wo gekocht, gebaut, gebügelt oder Wäsche gewaschen wird. Da aber nun mal die  Sonne nur am Tag scheint, erzeugt das Balkonkraftwerk die meiste Energie gerade dann wenn viele den niedrigsten Stromverbrauch haben. Zwar laufen auch einige Geräte wie Kühlschrank, Gefriertruhe, Standby-Geräte, Router, Smarthome-Geräte, Heizungspumpe usw. auch wenn ihr nicht da seid, jedoch ist das oft viel weniger Energie als ein Balkonkraftwerk bei gutem Wetter erzeugt. Besonders in Mietwohnungen ist dieser sogenannte Grundverbrauch (ständiger Energieverbrauch) oft recht niedrig, in vielen Fällen liegt er zwischen 100 und 200 Watt wenn nicht gerade jemand im Homeoffice arbeitet. Sollte dann also richtig die Sonne raus kommen und das Balkonkraftwerk tatsächlich annähernd die 600W erzeugen, so hättet ihr vermutlich über mehrere Stunden selbst bei einem 200W Verbrauch ganze 400W mehr erzeugt als ihr verbraucht. Zumindest über einen gewissen Zeitraum hinaus. Das ist zwar nicht weiter schlimm, denn der Überschuss wird einfach an den Netzbetreiber weitergeleitet.

Der Nachteil ist nur dass ihr für diesen Überschuss kein Geld bekommt, ihr verschenkt somit einen Großteil eurer erzeugten Energie ohne selbst einen Vorteil davon zu haben. Je niedriger eure Grundlast ist, also je weniger Geräte ihr in der Wohnung ständig betreibt, desto mehr verschenkt ihr. Das Dumme ist nur dass ihr am Abend wenn ihr von der Arbeit kommt und wieder mehr Strom gebrauchen könntet, die Sonne schon wieder untergeht und das Balkonkraftwerk nichts mehr erzeugt. Wie schön wäre es, wenn man den erzeugten Überschuss irgendwo speichern und jetzt wieder hervorholen könnte. Und genau dafür ist halt der Speicher bzw. das hier gezeigte Zendure SolarFlow-System* gedacht.  SolaFlow-Balkonkraftwerk-Speicher-am-BalkonDer Zendure SolarFlow Speicher soll Energie die am Tag nicht gebraucht wird einfach im Akku zwischenspeichern. Ist die Sonne dann mal weg oder auch nur schwächer, dann soll die Energie wieder aus dem Speicher zu euren Verbrauchern fließen. Im Grunde also  eine feine Sache für sehr viele Wohnungsbesitzer die auf den ersten Blick jedem einleuchtet. Viele wollen mit so einem System zudem die Energiewende unterstützen und sich ein klein wenig unabhängiger vom Stromkonzernen machen. Doch Vorsicht, geht es jemanden alleine um die Kostenersparnis, dann muss man man die Systemkosten mit berücksichtigen. Man sollte sich im Klaren darüber sein dass es bei einem 600/800W Balkonkraftwerk viele Jahre dauern kann bis man die Kosten wieder raus hat, nicht bei allen wird es sich wirklich rechnen. Wer anderes behauptet will euch vermutlich nur was verkaufen!  So ein System ist also vor allem auch was für diejenigen, die Spaß an Technik haben und bei der Energiewende einen Beitrag liefern wollen. In der Tat macht das Energie erzeugen und die täglichen Statistiken einer SolarFlow-App schon richtig Spaß und fast stromspar-süchtig! Und da man in Mietwohnungen ohne Garten und ohne wirklichen Zugriff/Einfluss auf die Elektroinstallation auch nur begrenzte Möglichkeiten hat, ist nach meiner Meinung der Kauf eines solchen Systems durchaus legitim und nicht verkehrt wenn man daran doch Spaß hat. Es ist ja schon mal schön wenn man davon ausgehen kann dass die Kosten wieder reinkommen. Und da SolarFlow aktuell die Preise recht stark gesenkt hat, verringert sich die Zeit für die Rentabilität schon spürbar, Kurz vor Veröffentlichung dieses Tests lag der Einstiegspreis inzwischen unter 900 Euro, siehe hier*:

Wie funktioniert SolarFlow genau?

Solarflow Speicher fuer-BalkonkraftwerkeSmartphones-Solarflow-App-TestSolarFlow macht genau das was ich eben beschrieben habe. Man kann ganz bequem per App mehrere Timer programmieren um selbst festzulegen wieviel Energie zu welchem Zeitpunkt in das Hausnetz eingespeist werden soll. Wenn man weiß dass man am Tage im Schnitt nur 200W verbraucht, kann man die Erzeugung beispielsweise von 8 Uhr bis 17 Uhr auf 200W begrenzen und vielleicht ab 17 Uhr auf 400 Watt anheben. Wenn man weiß dass man täglich um 23 Uhr schlafen geht könnte man dann die Erzeugung wieder auf 100W absenken. In der Zeit in der das Balkonkraftwerk mehr erzeugt, wird der Rest automatisch im  Akku gespeichert. Sollte das Wetter schlechter werden oder die Sonne ganz untergehen, dann holt sich das SolarFlow System automatisch wieder soviel Energie aus dem Akku um den per Timer eingestellten Strombedarf zu decken (ins Hausnetz einzuspeisen). Das läuft solange bis auch der Akku leer ist, erst dann schaltet sich die Erzeugung ganz ab. Je nach Speichergröße und Stromverbrauch kann das am Abend, tief in der Nacht oder erst am nächsten Morgen sein. Danach beginnt wieder alles von vorne, das System lädt sich wieder mit dem Überschuss auf und versucht den eingestellten Strombedarf jederzeit zu decken. Das Ganze hat man schnell per App eingerichtet und läuft dann völlig automatisch und bedarf auch keiner Wartung.

Wem die Lösung mit der Timer-Zeitsteuerung noch nicht komfortabel genug ist und vielleicht einen Verbraucher hat der sich nur ab und zu einschaltet, für den bietet Zendure jetzt auch noch smarte Zwischenstecker mit der Bezeichnung Zendure Smart Plug* oder Zendure Satellite Plug* (beides ist das gleiche) an. Diese Smart Plugs können mit mit der SolarFlow-App gekoppelt werden. Sie messen automatisch wieviel Strom der angesteckte Verbraucher gerade benötigt. Schaltet sich der Verbraucher also ein, so geben diese smarten Zwischenstecker diese Information an das SolarFlow System weiter. Die erzeugte Einspeisung des Balkonkraftwerkes wird so automatisch dann erhöht und verringert, wenn sich ein Verbraucher ein oder ausschaltet. Es geht sogar noch weiter, man kann die Verbraucher auch per Timer zeitgesteuert über die SolarFlow-App und das Smart Plug* ein- und ausschalten. So kann man man beispielsweise Verbraucher gezielt zu Zeiten einschalten lassen wenn am meisten Energie vom Balkonkraftwerk erzeugt wird, beispielsweise um die Mittagszeit. Das könnten zum Beispiel Geräte wie Waschmaschinen oder Entfeuchter sein. Ich schalte beispielsweise bei mir täglich einmal einen Entfeuchter ein der dafür sorgt dass der Keller nicht zu feucht wird, da ich da einige Dinge lagere die nicht rosten sollen. Dadurch braucht der Zendure-Speicher die Energie erst gar nicht speichern und man kommt auch mit kleinerem günstigeren Speicher zurecht.

Man kann natürlich mehrere solche Smart Plugs  mit dem SolarFlow System koppeln, erwähnen muss man nur dass SolarFlow derzeit die Einspeiseleistung nur in 100W Schritten anpassen kann, es wird also nicht ganz genau die Leistung ausgeglichen sondern meistens ein wenig mehr. Verschwendet wird dennoch nichts, da man ja ohnehin ja jeder Haushalt noch einen kleinen weiteren Grundverbrauch hat.
Smart Plugs sind eine feine Sache, besonders für Technik-affine Benutzer die Spaß am Steuern und Regeln per Smartphone haben. Nüchtern betrachtet ist der Nutzen aufgrund der begrenzten Leistung eines Balkonkraftwerkes aber eher gering und oft nur bei Verbrauchern mit extrem geringen Grundverbrauch sinnvoll. In der Praxis reicht die zuvor beschriebene Timer-Lösung für die meisten Haushalte meistens vollkommen aus um genau die gleiche Einsparung zu erreichen.

Bald auch Smart Meter wie Shelly 3EM an SolarFlow möglich?

Statt nur per Smart Plug bei einem Gerät den Stromverbrauch zu messen, wäre es natürlich noch schöner wenn das Zendure SolarFlow  System den gesamten Stromverbrauch der Wohnung ermitteln könnte, ähnlich wie die DIY Nulleinspeise-Lösungen die ich schon öfters mal in Beiträgen etwas beschrieben habe.. So könnte man sich die ganzen Smart Plugs und Timer sparen, das System wüsste dann ja selbst was es zu jederzeit in das Hausnetz einspeisen könnte. Aktuell geht das noch nicht, aber kurz vor Veröffentlichung dieses Beitrages hat Zendure und der Smarthome-Hersteller Shelly  eine Zusammenarbeit/Partnerschaft bekanntgegeben. Das heißt das sicherlich bald auch beliebte Smartmeter wie Shelly 3EM* oder Shelly Pro 3EM* von dem SolarFlow System unterstützt werden dürften. Wenn man sich so ein WLAN-Smartmeter in den Verteilerschrank installierten lässt, kann dann das SolarFlow System automatisch den Stromverbrauch und eine eventuelle Einspeisung messen und überwachen.

Shelly-am-Zenture-SolarFlow-Stromverbrauch-im-Haus-messen

Inzwischen auch möglich – Anbindung von SolarFlow an Shelly Smart Meter

Dadurch wacht das System dann einen gewaltigen Sprung nach vorne, dann kann das SolarFlow eigentlich alles automatisch regeln, einen Timer oder Dinge wie Smart Plugs sind dann gar nicht mehr nötig,  Aktuell ist mir noch nicht bekannt wenn es genau gehen wird, ich rechne jedoch in den nächsten Monaten mit einer Kompatibilität, dazu sind dann nur Software-Updates nötig.   Ich halte euch darüber auf dem Laufenden (Youtube Abo / Newsletter). (Nachtrag: Inzwischen ist das möglich, siehe Update Infos hier).

Gibt es überhaupt Alternativen zu SolarFlow

Bald ist sogar 7980 Wh möglich

Speicherlösungen für Balkonkraftwerke gibt es noch nicht sehr viele, die meisten Speicherlösungen waren bisher für größere Solaranlagen, Inselanlagen oder DIY-Solaranlagen gedacht. Erst seit dem Balkonkraftwerke aufgrund der Energiekosten so stark gefragt sind, gibt es die ersten Anbieter. Mit SolarFlow hat die Firma Zendure als erste eine serienreife Speicherlösung für Balkonkraftwerke angeboten. Inzwischen hat zwar Anker mit einer Lösung nachgezogen, jedoch ist diese nicht so modular aufgebaut wie das SolarFlow System. Durch die Trennung von Akku- und Zentraleinheit ist das Zendure System im Ausbau einfach flexibler und platzsparender. Da zudem der ursprüngliche Preis des Grundsystems stark gesunken ist und auch die Shelly Unterstützung kommt,, scheint mir derzeit das Solarflow System* deutliche Vorteile zu haben.  Aus diesen Gründen ich hier SolarFlow für euch getestet.
Der Speicher des SolarFlow Systems kann nämlich sehr gut den eigenen Vorstellungen, Wünschen und Geldbeutel angepasst werden. Auch im Nachhinein lässt sich der SolarFlow Speicher noch sehr leicht erweitern, man muss noch nicht mal viel verkabeln weil die Akkus über steckbare Verbindungen gestapelt werden können. So kann eine Kapazität aktuell zwischen 960 Wh bis zu 3840 Wh sehr einfach kabellos realisiert werden. Es sind sogar weitere noch größere Akkus unter der Bezeichnung AB2000 angekündigt. Diese werden dann bei doppelter Größe auch die doppelte Kapazität von 1920 Wh besitzen. Dadurch soll das SolarFlow System bald auch bis 7680 Wh ausgebaut werden können.
Der Speicher und die Steuereinheit sind zudem wetterfest ausgelegt und finden so leicht auf jedem Balkon Platz. Während meines Tests habe ich das System problemlos im Garten unter dem Solarpanel platzieren können, selbst ein Unwetter mit  Starkregen während des Tests hat dem System nichts aus gemacht.

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Wie wird SolarFlow angeliefert?

Das Zendure SolarFlow-System besteht im Grunde nur aus zwei Komponenten einen sogenannten Smart PVHUB und einem 48V LiFePo4-Akku der sich AB1000 nennt. Angeliefert wurde das in unserem Fall in zwei separaten Paketen  die an zwei Tagen hintereinander hereintrudelten. Ein Akku besitzt 48V und hat 20 Ah, also eine Kapazität von 960 Wattstunden. Das ist das Set welches ich für den Test leihweise von Zendure zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es gibt aber noch Sets mit größerer Kapazität, der Unterschied besteht dann nur darin dass mehrere Akkus mitgeliefert werden. Wie schon erwähnt kann man die Akkus ja einfach platzsparend übereinander stapeln.
Man kann also auch problemlos erst mal ein System mit einem Akku kaufen und es auch noch später erweitern. Wenn man allerdings vorher schon weiß dass man einen größeren Speicher haben möchte, dann kann man im Set eventuell etwas Geld einsparen. Ich habe euch mal die aktuellen Preise aufgegliedert, so könnt ihr einfach selbst rechnen:

zuletzt aktualisiert.: 25.02.2024 um 10:00 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

Natürlich ist im Grunde ein System mit mehreren Akkus fast immer besser, allerdings wird es dadurch halt auch teurer und nicht immer rechnet sich das Ganze wenn man einfach gleich ein Set mit vier Akkus kauft, andererseits können sich aber auch zwei Akkus besser und schneller rentieren als nur ein Akku. Das ist wirklich stark abhängig von eurem Überschuss, also vom Stromverbrauch, Grundverbrauch, von Solarausrichtung, Verschattung und nicht zuletzt auch vom Wetter und Stromtarif.  Bei nur zwei Solarpanels dauert es halt schon einige Jahre bis sich so etwas wirklich rechnet. Die 438 Euro Ersparnis die der Hersteller Zendure im besten Fall in Aussicht stellt ist nicht wirklich realistisch, aber dazu später noch etwas mehr. Aus meiner Erfahrung und Einschätzung dürften die meisten Balkonkraftwerksbesitzer mit einem SolarFlow System mit zwei Akkus den größten finanziellen Nutzen davon haben.

Der Smart PV Hub

Der Hauptbestandteil des SolarFlow Systems ist der Smart PV Hub, siehe Bild oben.. Das ist praktisch die Zentraleinheit welche die ganze Elektronik beinhaltet. Diese Zentraleinheit wird später zwischen eure Solarpanel und eurem bisherigen Mikrowechselrichter gesteckt. Hier spielt es keine Rolle ob ihr ein oder auch zwei Solarpanels habt, es sind zwei Panel Eingänge vorhanden die jeweils für Panels von 210 bis 550W verwendet werden können. Man kann also beispielsweise problemlos das Anker Balkonkraftwerk mit zwei 440W Panels hier anschließen..
Auf der rechten Seite gibt es dann wieder einen Ausgang der an den bisherigen Mikrowechselrichter geht. Der goldene Anschluss auf der Unterseite dient zum Anschluss einer kleinen WLAN-Antenne die neben diversen Kabeln natürlich auch zum Zubehör gehört. Der rechte Anschluss wiederum dient dann zum Verbinden des oder der mitgelieferten Akkus. Also im Grunde alles wirklich sehr einfach. Dieser PV-Hub ist quasi wetterfest (IP65) und kann ähnlich wie ein Mikrowechselrichter entweder an Solarprofilen oder an einer Wand montiert werden. Auf der Rückseite wird er durch einen großen Kühlkörper gekühlt.

Zum technischen Prinzip: Im Inneren des Smart PVHub ist quasi ein Laderegler integriert der dafür sorgt dass die Solarpanels den Akku laden aber nicht überladen. Dieser Laderegler kann übrigens den Akku direkt mit 800W laden, weshalb viele Tester richtig argumentieren wenn sie sagen dass er die Panelleistung besser als der Mikrowechselrichter nutzen kann. Allerdings ist der Vorteil gering, weil selbst zwei 440W Solarpanels sehr selten wirklich mehr als 600W liefern werden. Daher bringt übrigens auch eine Umrüstung eines 600W Mikrowechselrichters auf einen 800W Mikrowechselrichters (aufgrund geplanter Gesetzesänderung) eigentlich weniger als die meisten Nutzer vermuten.
Weiterhin ist eine Art DC-Spannungswandler (ähnlich einem StepUp Regler) integriert. Dieser kann die 48V Spannung des Akkus so wandeln, dass sie optimal zu eurem Mikrowechselrichter passt und je nach App-Einstellung eine Ausgangsleistung von 400 – 1200W erzeugen. Natürlich wird die Leistung durch euren Mikrowechselrichter auf die gesetzliche Höhe von 600W bzw. demnächst 800W beschränkt. Es kann also sowohl ein 600W, 800W oder sogar kleinerer Mikrowechselrichter angeschlossen werden (siehe Datentabelle unten). Es spielt dabei auch keine Rolle ob der Mikrowechselrichter einen oder zwei Panel Eingänge hat, da dafür ein Y-Adapter mitgeliefert wird. Überhaupt liegt an Kabeln alles dabei was man braucht um den Smart PV-Hub mit nahezu allen gängigen Balkonkraftwerken zu verbinden.

  • Smart PVHUB selbst
  • LiFePo4 Akku bzw. Battery AB1000 (48V / 20Ah / 960Wh)
  • 4x Solarkabel MC4 (3m)
  • 2x MC4 Kabel für Y-Verteiler
  • 2x MC4-Y Verteiler
  • 1x Antenne für Smart PV Hub
  • Schrauben und Unterlegscheiben für Befestigung
  • Bedienungsanleitung mehrsprachig / auch Deutsch

Der LiFePo4 Akku nennt sich „Battery AB1000“

Der eigentliche LiFePo4 Akku AB1000 wird in einem separaten Karton geliefert. Wie auch schon der Smart PV Hub macht auch der Akku einen wirklich stabilen und wertigen Eindruck. Von der Produktbeschreibung in den Shops hatte ich ihn mir immer etwas größer vorgestellt, er ist mit 35×20 cm und einer Höhe von 18,6cm eigentlich recht niedlich und mit 11,5 kg auch noch recht leicht. Aber diese Einschätzung liegt sicher daran dass ich mit den LifePo4-Eigenbau Projekten aktuell immer viel größere Speicher baue und teste, die müssen dann natürlich auch deutlich größer und schwerer sein. Der 960W SolarFlow ist zwar nicht so groß, aber dafür kann man halt bis zu 4 übereinander stapeln und hat dann auch seine fast 4000 Wh. Und wie schon erwähnt soll es bald noch größere AB2000 Akkus für SolarFlow geben, so das sich auch die Erweiterbarkeit nochmal verdoppelt .

Auf der Oberseite sieht man gut die Buchse in die dann das Kabel gesteckt wird was zum Smart PV Hub führt. Hat man mehrere Akkus, so kann man die einfach übereinander stellen, denn auf der Unterseite ist ebenfalls ein Steckkontakt. Beim Übereinanderstellen schalten sich die Akkus also selbstständig parallel ohne dass man ein Kabel braucht. Nur die oberste Buchse wird am Ende immer mit dem Smart PV Hub verbunden, das ist schon genial gemacht.

Auch der Speicher ist natürlich wetterfest und kann auch schon mal etwas Regen abbekommen. Das Gehäuse ist komplett aus Metall und mit einem sichtbaren Dichtring abgedichtet. Die nicht belegte unterste Buchse wird mit einer Gummiabdeckung vor Feuchtigkeit geschützt.

Wie wird SolarFlow installiert?

Damit ihr euch noch etwas genauer vorstellen könnt wie man das Zendure SolarFlow System in Betrieb nimmt, zeige ich euch hier noch mal meine wichtigsten Schritte anhand einiger Fotos in Verbindung mit dem Anker Balkonkraftwerk. Das Ganze könnt ihr euch aber gerne auch in meinem unteren Video anschauen. Zwar wird das Ganze auch in der mitgelieferten Anleitung beschrieben, allerdings fand ich die Beschreibungen an einigen Stellen etwas unnötig kompliziert strukturiert. Es ist eigentlich viel einfacher als es in der mitgelieferten Doku aussieht.

Schritt 1: Y-Verteiler am Smart PV Hub anstecken

Da der Mikrowechselrichter des Anker Balkonkraftwerkes ja zwei Eingänge für zwei Panels hat aber der Smart PV Hub nur einen Ausgang hat, muss man zunächst die beiden mitgelieferten Y-Verteiler an den Ausgang anstecken. (Bild unten). Dadurch hat man zwei Ausgänge die man dann mit den Mikrowechselrichter Eingängen  über mitgelieferte MC4-Kabel verbinden kann.

Schritt 2: Mikrowechselrichter vom Netz trennen und MC4 Stecker ziehen

Bevor wir jetzt am Balkonkraftwerk etwas umstecken, sollte man nun als erstes mal den Netzstecker, der zum Mikrowechselrichter führt, herausziehen und das Balkonkraftwerk stromlos machen. Anschließend können wir schon mal die vier MC4-Stecker der beiden Solarpanels aus dem Mikrowechselrichter herausziehen. Zum Lösen der Stecker eignen sich ein  MC4-Werkzeug* am besten,  diese Werkzeuge drücken die beiden Nasen zusammen was ansonsten mit den Fingern gemacht werden müsste.

Schritt 3: Smart PV Hub und Akku AB1000 dort platzieren / befestigen wo er hin soll

Da mein Balkonkraftwerk eigentlich mehr ein Gartenkraftwerk ist und gewöhnlich auf der Wiese steht, habe ich eine alte Holzpalette darunter geschraubt damit Akku und Smart PV Hub nicht direkt auf der Wiese stehen müssen. So kann ich also den Akku und den Smart PV Hub bequem unter das Balkonkraftwerk stellen bzw. legen. So wird das System etwas vor Regen und auch vor Sonne geschützt. Eine großartige Befestigung habe ich mir hier ganz erspart, zumal ich das System ohnehin nur ein bis zwei Monate testen wollte. Man kann es natürlich auch anschrauben, wobei ich Abstandshalter zur Palette vorsehen würde, damit das Regenwasser besser abfließen kann. Die Holzpalette erspart mir auch die Gewichte und schont ein wenig meinen Moos-Rasen da ich noch Schwerlastrollen zum bequemeren Ausrichten vorgesehen habe.

Schritt 4: Smart PV Hub mit Mikrowechselrichter und Batterie verkabeln

Jetzt kann man den Smart PV Hub verkabeln. In welcher Reihenfolge man was verbindet, habe ich euch mal in dem unteren Bild nummeriert und gekennzeichnet.

Ich habe also zunächst die vier kurzen MC4-Kabel mit dem Y-Adapter am Smart PV Hub verbunden und das andere Ende in die Eingänge des Mikrowechselrichters  gesteckt, also da wo vorher die Solarpanels dran waren.

Im nächsten Schritt habe ich den Smart PV Hub über das dickere Kabel mit dem Akku AB1000 verbunden. Das geht übrigens sehr einfach, die Stecker rasten beim Einstecken sofort ein, ihr müsst als nix andrehen. Der Drehring dient nur zum Lösen der Steckverbindung, es handelt sich hier nämlich um eine Art Bajonett-Schnellverriegelung die mir gut gefallen hat.

Schritt 5: Mikrowechselrichter wieder mit Netz verbinden

Jetzt kann man den vorhin herausgezogenen Netzstecker des Mikrowechselrichters schon wieder einstecken und anschließend auch die Stecker der beiden Solarpanels mit den linken Eingängen des Smart PV Hub verbinden. Falls die Kabel eines Panels lang genug sind, kann man dieses direkt verbinden. Sind die Kabel etwas zu kurz, kann man eines der mitgelieferten MC4-Kabel als Verlängerung benutzen.

Schritt 6: Antenne anschrauben und Smart PV Hub einschalten

Das war es eigentlich schon fast, jetzt müsst ihr nur noch die kleine WLan-Antenne an den Smart PV-Hub schrauben und die Smartphone-Zendure App (hier aus dem Google Playstore) auf eurem Smartphone installieren.

In der App müsst ihr euch wie üblich erst einmal mit E-Mail und einem Passwort registrieren, weitere Daten sind nicht nötig. Anschließend könnt ihr den Smart PV Hub über den oberen Taster einschalten und über das Plus-Symbol in der App hinzufügen. Alles andere geht jetzt fast automatisch, ihr müsst nur den Anweisungen in der App folgen. Da der Smart PV Hub nicht nur WLan sondern auch Bluetooth unterstützt, ist die Einbindung wirklich ein Kinderspiel und läuft auch tatsächlich reibungslos ab. Wenn ihr alles in der Reihenfolge gemacht habt, wird der Smart PV Hub schon von ganz alleine zum Verbinden angezeigt. Ihr müsst ihn eigentlich nur anklicken, euer WLAN wählen und das WLan-Passwort eingeben. Anschließend werdet ihr noch gefragt welchen Mikrowechselrichter ihr habt, hier könnt ihr unter zahlreichen Modellen wählen, auch ein Anker steht zur Auswahl. Egal ob ihr den alten Anker MI60 oder den neuen Anker MI80 nutzt, beide funktionieren problemlos, ich habe während des SolarFlow Tests selbst vom MI60 zum MI80 gewechselt.

Das war eigentlich schon alles! Das Ganze ist tatsächlich in ca. 5 Minuten erledigt und kann auch von technischen Laien leicht vorgenommen werden. Anschließend könnt ihr die App nach euren Wünschen konfigurieren, also die maximale Einspeisung einstellen oder auch die Timer nutzen.

Damit ihr die Verkabelung noch etwas besser versteht, habe ich euch noch eine kleine Schaltungsskizze angefertigt wo ihr alles noch mal im Überblick seht. Im linken Bild seht ihr das ganz normale Balkonkraftwerk ohne Speicher. Rechts seht ihr wie die Verkabelung mit dem Zendure SolarFlow-System aussieht.

Bedienung der Zendure App

Die Funktionen die das Zendure SolarFlow-System und damit auch die App mitbringt, habe ich oben ja schon im wesentlichen beschrieben. Am besten kann man sich aber ein Bild machen wenn man sich einfach mal einige Screenshots der App im Betrieb anschaut, dazu habe ich euch unten mal einige Schnappschüsse zusammengestellt.
In den ersten 5 Fotos seht ihr die App im Playstore, den Startscreen und dann den eigentlichen Hauptscreen. Man sieht praktisch in einer animierten Grafik genau wie sich der Stromfluss bewegt. Also wieviel Energie die Solarpanels gerade erzeugen, wieviel Energie davon in das Hausnetz zu den Verbrauchern geleitet wird und wieviel Energie in das Akku fließt oder aus dem Akku entnommen wird. Über den Button Energie kann man sich dann interessante Informationen und Grafiken anzeigen lassen. Dort findet man diese Daten auch noch mal summiert und als Grafik dargestellt. Ganz unten kann man dann sehr schön sehen wie sich der Akku über den Tag aufgeladen und entladen hat. Die Grafiken lassen sich übrigens auch für vergangene Tage, vergangene Wochen und vergangene Jahre anzeigen, das Herz des Statistikers wird hier sicher richtig aufgehen! Bei den Statistiken hat man sich hier wirklich viel Mühe gegeben, da man den Zeitraum recht frei bestimmen kann, sind diese besser und aussagekräftiger als die Auswertungen von den üblichen Wechselrichter Apps.

Über den Button Energieplan kann man dann wählen in welchem Modus das SolarFlow System arbeiten soll. Es gibt drei grundlegende Betriebsarten die ich hier ganz kurz erkläre:

  • Batterieprioritätsmodus
    In diesem Modi kann man eine Zeitspanne einstellen in der in erster Priorität nur der Akku aufgeladen wird. An die Verbraucher wird in diesem Modus nur etwa 100W abgegeben.
  • Terminmodus
    Das ist meiner Meinung derzeit der sinnvollste Modus. Hier kann man für beliebige viele Zeitspannen und Wochentage genau festlegen wieviel Energie in das Hausnetz  eingespeist werden soll. Beispielsweise ab 8 Uhr 200Watt, ab 18 Uhr 400 Watt, ab 23 Uhr 100 Watt
  • Intelligenter Matching Modus
    In diesem Modus können intelligente smarte Stromzähler wie das Zendure Smart Plug* eingebunden werden. Es wird dann genau dann Energie eingespeist wenn ein Verbraucher an geht oder per Timer eingeschaltet wird. Und es wird auch nur soviel Energie eingespeist wie der Verbraucher benötigt  (Leider derzeit nur in 100W Schritten regelbar). Es ist damit zu rechnen dass bald erste Smartmeter im Stromverteiler unterstützt werden, erst dann wird der Modus richtig interessant!
  • Keiner der Modis
    Man kann auch einfach keinen der Modis wählen, dann kann man nämlich in dem Einstellungsmenü eine konstante Leistung festlegen die immer eingespeist wird so lange Energie noch im Akku vorhanden ist.

Die nachfolgenden Bilder veranschaulichen die genannten Modis nochmal.

Etwas schade finde ich dass derzeit die Modis nicht kombiniert werden können und man sich immer für einen entscheiden muss. So würde ich beispielsweise gerne per Timer immer eine gewisse Leistung einspeisen  und dann eventuell durch einen Smart Plug die Leistung im „Matching Modus“ erhöhen lassen wenn ich ein Gerät einschalte. Sowas geht derzeit noch nicht. Statt dem Batterieprioritätsmodus wäre mir eigentlich ein Modus lieber, bei dem man eine Akku-Mindestkapazität festlegen kann bevor die Entladung startet. Damit wäre man flexibler und könnte den Akku etwas besser schonen, so etwas nutze ich in meiner größeren Solaranlage auch. Vielleicht denkt man in einem Update noch mal darüber nach.

Neben diesen Energieplan-Einstellungen findet man im normalen Einstellungsmenü noch diverse Funktionen. Hier kann man beispielsweise festlegen wie hoch man die Batterie beladen möchte. Normalerweise steht das auf 100%, man kann dies allerdings etwas heruntersetzen wenn man die Batterie schonen möchte um eine besonders lange Lebenszeit zu erzielen. Gewöhnlich halten aber LiFePo4-Zellen deutlich länger als 10 Jahre, daher gibt Zendure auch 10 Jahre Garantie auf den Akku und die anderen Komponenten. Noch wichtiger ist die Einstellung wie tief der Akku entladen werden darf. Der Grund ist der gleiche, ich würde daher immer etwa 5% Energie im Akku belassen, das schont einen Akku schon deutlich. Weiterhin findet man hier auch die Funktion um die Dauer-Einspeiseleistung festzulegen, wenn man keinen Timer oder sonstigen Energiemodus festgelegt hat. Man muss nur darauf achten dass wirklich alle Modis vorher aus sind, ansonsten wundert man sich warum die Einstellung immer wieder zurückspringt! Weiterhin findet man in den Einstellungen noch die Möglichkeit den Smart PV Hub oder die Batterie AB1000 drahtlos zu updaten, die Netzwerk Konfiguration zu ändern. Übrigens auch der Sprachassistent Alexa kann in die Bedienung eingebunden werden, was ich allerdings nicht ausprobiert habe und mir auch nicht unbedingt nötig erscheint.

Insgesamt machte die App im Test einen guten und sehr stabilen Eindruck. Hat man erst mal herausbekommen wo man was findet dann funktioniert auch alles so wie man sich das vorstellt. Perfekt ist sie sicher dennoch noch nicht, es gibt es schon noch ein paar Fallstricke in der App wo man sich manchmal einen Hinweis oder eine Statusmeldung wünscht. Zum Beispiel reagiert die App auf manche Einstellungen erst mit größerer Verzögerung, was natürlich verwirren kann wenn man das nicht weiß. So beginnt der Smart PV Hub manchmal mit dem Einspeisen erst deutlich 1 Minute nachdem man den Wert eingestellt oder das Smart Plug die Leistung gemessen hat. Zum Teil scheint das am Server zu liegen aber zum Teil liegt es vermutlich auch einfach am Mikrowechselrichter und gar nicht am SolarFlow System, denn der Mikrowechselrichter muss sich ja vor Einspeisung erst immer wieder mit dem Netz synchronisieren wenn er vorher auf 0 Watt runtergeregelt wurde, was manchmal auch bald 1 Minute dauern kann. Eine Statusmeldung „Warte auf Mikrowechselrichter …“ wäre hier eine professionellere Lösung als die Benutzer im Unklaren zu lassen. Aber das ist alles meckern auf hohen Niveau, bedenkt man dass die Markteinführung noch nicht so lange her ist, so ist auch die App schon recht ausgereift. Einen großen Sprung werden App und System sicher noch machen sobald auch Smartmeter wie Shelly 3Em Pro* eingebunden werden können, das dies bald möglich sein soll wurde ja inzwischen offiziell angekündigt.  

Zendure-SolarFlow-Shelly-Pro-3-EM-Stromverbrauch-messen

 

Test der SolarFlow Akku-Kapazität

Bevor ich SolarFlow mit Smart Plugin und mit der Timer-Einspeisung über etwas längeren Zeitraum getestet habe, wollte ich noch mal prüfen ob die angegeben Akku-Kapazität des SolarFlow-Systems auch tatsächlich stimmt, manchmal ist Papier ja recht geduldig, ein Nachmessen kann ja nie schaden,
Um die Kapazität zu messen habe ich die Einspeisung in der App auf 0W eingestellt, danach musste ich nur noch warten bis der Akku auf 100% geladen wurde und trotz Sonne kein Ladestrom mehr fließt. Hier muss man beachten dass die App oft schon vorzeitig 100% anzeigt und trotzdem noch eine Weile lädt. Voll ist er also erst wenn kein Ladestrom mehr fließt, die Prozentskala ist also immer ein wenig gerundet und nicht ganz exakt.
Für das Nachmessen habe ich wieder unseren Kapazitäts-und Leistungsmesser mit Shunt genutzt, den nutze ich ja oft auch bei anderen LiFePo4-Akku Tests (Projekt hier).  Diesen habe ich diesmal mit MC4 Kabeln ausgestattet damit ich ihn direkt zwischen den Smart PC Hub und den Anker Mikrowechselrichter stecken kann..

Nachdem ich das Messgerät zwischen Smart PV Hub und Mikrowechselrichter geschaltet hatte, habe ich die Solarpanels vom Smart PV Hub getrennt und in der App eine Einspeisung von 400W eingestellt. Somit ist jetzt sichergestellt das nur noch Strom aus dem Akku verbraucht werden kann. Das Leistungsmessgerät misst also genau die Energiemenge in Wattstunden und Amperestunden die fließen bis der Akku bei 0% abschaltet. Die Entladegrenze habe ich für diesen Test ausnahmsweise von 5% auf 0% geändert.

Das Ergebnis war eindeutig, wir haben 927Wh gemessen die in den Wechselrichter eingeflossen sind bzw. die aus dem Akku kamen. Das entspricht weitgehend der Herstellerangabe von 960Wh, Das es ein paar Watt weniger sind ist durchaus normal, der Hersteller wird sicherlich den Akku nicht ganz bis an die Grenzen entladen  auch wenn man 0% und 100% als Grenze in der App festlegt, einen gewissen Sicherheitspuffer wird es hier sicherlich geben daher sind 30W weniger als angegeben nichts Ungewöhnliches.

Bei dem Messvorgang habe ich zusätzlich noch die erzeugte Leistung durch den Mikrowechselrichter gemessen , diese lag auf fast gleichem Niveau, nämlich bei 929W, auch das geht in Ordnung und bestätigt das Messergebnis. Normalerweise muss die erzeugte 230V Leistung eigentlich etwas kleiner als die Eingangsleistung sein, weil ein Mikrowechselrichter auch kleine Verluste hat, die kleine Unstimmigkeit kommt aber sicherlich nur durch Messtoleranzen beider Messgeräte zustande und ist ebenfalls nicht ungewöhnlich da schwankende Ströme in digitalen Messgeräten (Stichpunkt Messintervall) kleine Ungenauigkeiten hervorrufen.
Man kann also mit großer Sicherheit sagen dass die Kapazitätsangaben von Zendure SolarFlow wirklich stimmen! 

Smart Plug funktioniert, reagiert aber verzögert

Während meines mehrwöchigen Tests hat mir Zendure auch das Smart Plug zum Test bereitgestellt. Wie schon erwähnt kann dieses Smart Plug nicht nur genutzt werden um Geräte per Timer zu schalten, nein es misst auch den Stromverbrauch einzelner Geräte und kann so die Einspeiseleistung des Balkonkraftwerkes automatisch erhöhen. In meinem Video habe ich aber demonstriert dass es doch recht lange dauert bis das Smart Plug die verbrauchte Leistung in der App meldet. Ausprobiert habe ich das mit einem Lüfter aber auch mit einem Wasserkocher. Bis die verbrauchte Leistung in der App angezeigt wird kann es mehr als 45 Sekunden dauern.

Bis dann die Mikrowechselrichterleistung hochgefahren ist, kann es also insgesamt über 1 Minute dauern. Das ist natürlich noch ein echtes Manko, bei Geräten mit sehr kurzen Laufzeiten macht es demnach wenig Sinn dieses Smart Plug einzusetzen. Tröstlich ist jedoch dass der Abschaltvorgang des Gerätes sehr schnell, innerhalb weniger Sekunden registriert wird. So wird zumindest kaum unnötige Leistung eingespeist. Ob das Hochregeln in Zukunft noch flotter wird, muss man sehen, es dürfte schwierig sein da es zum Teil am Mikrowechselrichter liegt, Aber wer weiß, vielleicht lässt sich Zendure da auch noch was einfallen. Es würde vermutlich gehen wenn man auch eine gewisse Grundeinspeisung erlauben würde, denn dann müsste der Wechselrichter sich nicht ständig neu synchronisieren und wäre schon mal deutlich flotter.
Schön ist übrigens dass auch das Smart Plug schöne Statistiken und Grafiken über den Stromverbrauch einzelner Geräte liefern kann.

Fazit, ist SolarFlow für jeden Balkonkraftwerk Besitzer zu empfehlen?

Im Test funktionierte das SolarFlow System (Bezug Amazon* / Zendure*), wie bereits geschildert, sehr zuverlässig bis auf ein paar Verzögerungen. Die versprochenen Dinge  funktionieren so wie es der Hersteller verspricht und wie man sich das auch selbst oft vorstellt. Es macht sogar richtig Spaß Strom einzusparen und das in den Statistiken und Grafiken zu verfolgen. Ich bin sicher die Statistiker unter euch werden die App lieben! Der Preis des SolarFlow Systems ist inzwischen durch einige Senkungsrunden auch durchaus attraktiv für ein fertiges System dieser Qualität und Leistung. 
Wie lange es allerdings dauert bis man die Kosten für das System wieder drin hat, das ist schwer generell zu berechnen da der Stromverbrauch und die Grundlast in jedem Haushalt anders sind. Es gibt sogar einige Haushalte wo sich so etwas mit großer Wahrscheinlichkeit nie rechnen wird. Das ist dann der Fall wenn die Wohnung beispielsweise auch am Tag benutzt wird und man vielleicht sogar Arbeitsräume und Büros mit ständig laufenden Geräten hat.
Das ist zum Beispiel in meinem Fall so, wir haben eine recht hohe Grundlast die am Tag eigentlich kaum unter 400 bis 500W fällt. In einem solchen Fall macht eigentlich SolarFlow keinen finanziellen Sinn, denn das Balkonkraftwerk wird so gut wie nie die Grundlast decken und gleichzeitig noch einen Akku aufladen können. Wenn also eine Grundlast (also der ständige Stromverbrauch am Tag) von über 400 W vorhanden ist, dann ist es eigentlich immer besser ein Balkonkraftwerk ohne Speicher zu nutzen. Das wusste ich natürlich vorher, daher haben wir uns das Gerät ja auch nur leihweise für diesen Test besorgt um euch die Möglichkeiten zu demonstrieren, wir werden es nach dem Test wieder demontieren.

Zweirichtungszaehler

Zweirichtungszaehler wird gewöhnlich kostenlos eingebaut wenn man Balkonkraftwerk anmeldet

Abgesehen davon dass es sich bei mir nicht rechnet habe ich als Tüftler mit Elektro-Berufsweg ja auch schon eine eigene größere Eigenbau-Solaranlage mit eigener Speicher-Lösung, so das solch eine Ergänzung für mich nicht so sinnvoll wäre. Aber das ist halt mehr die Ausnahme.
Wenn ihr also eure Ersparnis mit einem SolarFlow Systemn abschätzen wollte, dann solltet ihr ermitteln wie hoch euer Stromverbrauch am Tag ist. Wer einen Zweirichtungszähler hat, kann ja sogar den täglichen Überschuss direkt am Zähler ablesen. Ist das nicht der Fall, so kann man zumindest Zählerstand am Morgen und Abend mal aufschreiben und durch die Zeit teilen, so hat man zumindest Anhaltspunkt wie gut sich SolarFlow oder ein Balkonkraftwerk rechnen wird.

Wird die Wohnung am Tag nicht beruflich genutzt, was bei den meisten der Fall sein dürfte, dann dürfte der Grundverbrauch meistens unter 200W und vielleicht sogar unter 100W liegen. In so einem Fall macht SolarFlow schon Sinn, je niedriger der Grundverbrauch desto sinnvoller ist es die erzeugte Energie zu speichern. Während meiner Testzeit habe ich einfach mal einen 200W Stromverbrauch simuliert, ich habe also immer  nur 200W eingespeist. Das funktioniert mit SolarFlow und einem Akku recht gut an sonnigen Tagen. Da mein Balkonkraftwerk aufgrund von Bäumen, Häusern nicht ganz optimal zur Sonne ausgerichtet werden kann, hat bei einer 200W Einspeisung ein SolarFlow-Akku an den meisten Tagen bereits ausgereicht um den Überschuss zu speichern und dann am Spätnachmittag bis Abend wieder abzugeben. Für die Nacht hat die Energie allerdings nicht gereicht, aber da hätte natürlich auch ein zweiter Akku nichts geholfen. Wenn einfach nicht genug Sonne eingefangen werden kann, kann man nix machen.

Unten sieht man mal so typische Energieverläufe die an einem sonnigen Tag entstanden. In dem rechten Screenshot der Anker App sieht man sehr gut wie SolarFlow die Einspeisung konstant hält und zeitlich streckt:

Es gab allerdings auch einige wenige Tage wo der Akku schon die 100% erreichte und somit etwas Überschuss verloren ging. Ideal ist es immer dann dimensioniert, wenn der Akku niemals 100% voll wird sondern vielleicht ca. nur zu  70% geladen wird. Wenn ihr also einen ständigen Tagesverbrauch von 100 bis 200W habt und euer Balkonkraftwerk ein wenig freiere Sicht zur Sonne hat wie meines, dann seit ihr vermutlich mit einem SolarFlow System mit zwei Akkus besser versorgt. Ein etwas größerer Akku rechnet sich dann eventuell bei euch besser und hat auch den Vorteil dass nicht ständig bis an die Grenzen geladen werden muss, was wiederum die Langlebigkeit erhöht. Bei zwei oder drei Akkus dürfte es allerdings schwierig werden den Akku mit einem Balkonkraftwerk annähernd voll zu bekommen, das wird sich meiner Einschätzung nach nur selten besser rechnen als ein SolaFlow System mit nur zwei Akkus, das ist dann aber auch sehr stark vom Wetter abhängig.

Smartphones-Solarflow-App-TestAuch wenn ein einigermaßen gut ausgerichtetes Balkonkraftwerk im Schnitt ca. 3 kWh am Tag liefert, so muss man bedenken dass in  4  Wintermonaten fast nichts erzeugt wird, zumindest nichts was zum Laden des Akkus übrig bleibt. Also auch wenn ihr den SolarFlow Speicher optimal dimensioniert, solltet ihr nicht erwarten dass sich so ein System in wenigen Jahren wirklich bezahlt macht, ich rechne in den meisten Fällen mit über 10 Jahren bis man die Kosten wieder drin hat. Mit einem Akku ist halt nicht viel mehr drin als zusätzliche 1 kWh Energie am Tag, das sind aktuell vielleicht 40 Cent !
Natürlich kann so ein System auch deutlich länger halten als 10 Jahre, zumindest geht man bei LiFePo4 Akkus davon aus dass die deutlich länger halten. Zudem gibt ja auch SolarFlow 10 Jahre Garantie auf das System und Akku, das ist schon beachtlich. Dennoch ist es halt kein System um große Ersparnisse damit anzuhäufen,  geht also nicht mit falschen Erwartungen heran dann habt ihr mehr Freude. Schneller würde es sich mit mehr Panel-Leistung rechnen, aber die ist halt leider bei Balkonkraftwerken und SolarFlow begrenzt.
Wenn man allerdings nicht nur  die Kostenersparnis im Auge hat sondern einfach auch Spaß daran hat Energie einzusparen und man vielleicht auch ein Stück aktiver an der Energiewende mitarbeiten möchte, dann ist Zendure-SolarFlow schon ein Speicher der wirklich Spaß macht.  Also ich will hier wirklich niemanden  den Spaß mit den nüchternen Zahlen verderben! Wäre ich kein technisch vorbelasteter DIY-Tüftler oder würde ich in einer Mietwohnung wohnen, würde ich mir so ein System vermutlich  auch hinstellen. Wer einmal etwas aktiver mit der Nutzung der Sonnenenergie angefangen hat, der weiß dass die täglichen Solar-Statistiken und der kostenlose Stromfluss einem schon ein wenig süchtig nach mehr macht.
Man kann übrigens über ein solches System nicht nur direkt einsparen, sondern man kann auch durch die wirklich guten Statistiken selbst ein wenig besser den eigenen Stromverbrauch kontrollieren. Für diejenigen die eine einfach installierbare Lösung suchen die quasi in 5 Minuten angesteckt ist, ist daher das SolarFlow System derzeit sicherlich das interessanteste und flexibelste Speicher System für Balkonkraftwerke derzeit am Markt. Besonders auch durch die geplante Unterstützung von Shelly Smartmetern ist SolarFlow gut für die Zukunft gerüstet und dürfte bald auch für noch noch einfacher und komfortabler in der Bedienung verwendbar sein. Von daher ist es für mich derzeit wirklich aktuell das empfehlenswerteste Speicher-System für Balkonkraftwerke! am Markt Erhältlich ist das System überAmazon* und  Zendure*. Nachtrag: Bei Amazon* gibt gerade auch Angebot wo man Mikrowechselrichter fast dazu geschenkt bekommt, siehe untere Updates und Nachträge zum Artikel!

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Daten zum Zendure SolarFlow System

SolarFlow SmartPV Hub 1200
PV-Eingänge2
PV-Eingangsleistung210 bis 550W je Eingang
Maximale EIngangsspannung60V
MPPT-Spannungsbereich16-48V
MPPT-Spannungsbereich (volle Leistung)31-48V
Minimale Eingangsspannung16V
Max. Eingangstrom2x 13A
Anzahl MPPT Tracker2
Akku EIngang sleistung1200W
Akku max Eingangsstrom25A
Akku Nennspannung48V
Ladeleistung für Akku max.800W
Ladestrom max.16,6A
Ladespannung42 - 54V
Empfohlener Mikrowechselrichter (Leistung)400-1200W
Mikrowechselrichter Nennausgangsleistung1200W
Mikrowechselrichter Nennausgangsstrom 30A
Mikrowechselrichter nennspannung16-60V
Ausgangseffizienz98%
MPPT-Effizienz99%
VerbindungWlan / Blutooth
Betriebstemperatur-20 bis +45 °C
Maße Smart PV Hub 120036,3 x24,6 x6,4 cm
Gewicht PV Hub 12004,7 kg
SchutzklasseIP65
Garantie 10 Jahre
Bezugslinkhier Amazon
hier Zenture Webseite

zuletzt aktualisiert.: 25.02.2024 um 03:04 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

Nachträgliche Artikel Updates / News zum SolarFlow System

  • Sep.2023: Solarflow unterstützt jetzt auch Shelly Pro 3EM* über Cloud Verbindung von Shelly und Zenture. Getestet habe ich es allerdings noch nicht, da mir Direktverbindung eigentlich deutlich lieber wäre.
  • Sep.2023: Zenture hat weiteres Akku AB2000 mit doppelter Kapazität für Solarflow angekündigt. Dieses soll auch Heizung haben um auch unter 0 Grad laden zu können.
  • Okt.2023: Ich habe inzwischen Shelly Pro 3EM* mir SolarFlow System verbunden, es funktioniert sehr einfach und funktioniert tatsächlich recht gut. Es wird dann automatisch nur noch soviel in das Hausnetzt eingespeist wie im Haus verbraucht wird, der Rest landet im Akku. Somit wird das SolarFlow System zur automatischen Nulleinspeiseanlage (siehe Foto). Ich werde nach etwas mehr Erfahrung damit im Youtube Kanal  o. einem  Beitrag später noch mal genauer zeigen wie gut es funktioniert.
    Shelly Pro 3Em am-Zendure SolarFlow - automatische Nulleinspeisung ganz einfach
  • Nov. 2023: Inzwischen erschienen ein kleines Tutorial wie ihr Shelly Pro 3EM mit SolarFlow nutzen sollte. Dieses findet ihr jetzt hier.
  • Nov 2023: Für meine Leser hat Zendure den Gutscheincode Tue5 bereitgestellt. Bis zum 12. Dezember erhaltet ihr damit  5% Rabatt im Zendure-Shop. Eventuell lohnt es sich die Preis mal mit den SolarFlow Amazon Preisen zu vergleichen.
  • Nov 2023: Es geht tatsächlich flott voran bei SolarFlow. Zendure hat mit mitgeteilt das noch im November ein App-Update kommen soll was auch dafür sorgt das der Stromverbrauch dreiphasig saldierend ausgeglichen werden kann. Also das was sich viele von Euch so gewünscht haben. Zudem soll dann neben Shelly Pro 3EM* auch der Shelly Plug S* und Plus Plug S* unterstützt werden, falls jemand diesen nutzen möchte. Natürlich ist die Lösung mit dem Shelly Pro 3EM weiterhin die interessanteste.
  • zuletzt aktualisiert.: 25.02.2024 um 09:38 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

    Mikrowechselrichter für 1 Euro bei  Amazon*: Ein kleine Tipp für Leser die SolarFlow Speicher oder Mikrowechselrichter kaufen wollen: Es gibt derzeit ein tolles Angebot wo SolarFlow Hub mit Akku und einem zusätzlichem Hoymiles Wechselrichter  HM-800 für nur 1 Euro mehr angeboten wird, siehe hier bei Amazon*.  Und wenn ihr dazu noch den Coupon Code 6DIIIKO7 eingebt, solltet ihr sogar noch bis Ende Dezember 1% Rabatt bekommen. Somit würdet ihr quasi Wechselrichter dazu geschenkt bekommen. Wie lange das Angebot gilt kann ich Euch nicht sagen, Ich wollt Euch nur darauf hinweisen.SolarFlow AB2000 Akku von Zendure Test
  • Nov 2023: Der große Akku AB2000 mit Heizung ist zum Test angekommen. Wir haben ihn bereits begutachtet und an unser Zendure System als Erweiterung angeschlossen. Selbst in Umgebungen mit Temperaturen unterhalb des Nullpunkts soll ja der neue Akku  AB2000 dank seiner Selbstheizungsfunktion einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten, bis -20°C.soll er ladbar sein. Sobald wir etwas Erfahrung damit gesammelt haben werden wir wieder hier und in einem Video berichten (YT Kanal @Tueftler Abo.). Aktuell ist er nur vorbestellbar, ich denke wer wird aber auch bald bei Amazon* erhältlich sein. Ein erste Kurzvideo dazu hier.
  • 15. Nov 2023: Update ist erfolgt, Zendure SolarFlow saldiert nun, berücksichtigt also die Energie aller 3 Phasen. Ich habe es bereits ausgetestet, es funktioniert auf Anhieb! Man kann jetzt wählen ob saldiert werden soll oder nicht! Eine weitere Neuerung ist auch das jetzt der alte kleine Shelly 3EM* (ohne PRO) auch für Zendure verwendet werden kann, auch das habe ich bereits überprüft! Die Konfiguration erfolgt ebenso wie in diesem Tutorial beschrieben.
  • zuletzt aktualisiert.: 25.02.2024 um 03:04 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

    28.11.2023: Es gibt nun auch ein preislich interessantes Set das als SolarFlow PV-HUB, Akku, Mikrowechselrichter und 4 leichten Solarmodulen mit 200W besteht. Wer noch kein Balkonkraftwerk hat sollte sich das mal anschauen, hier hat man alles komplett und das wirklich zu attraktivem Preis (siehe Amazon* oder Zendure Shop*)
  • Dez.2023: Update korrigiert Mindestladung Problem: Wenn man zwei unterschiedliche Akkus wie AB1000 und AB2000 nutzt, konnte es im AB2000 Vorab-Modell dazu kommen das ein Akku unter die eingestellte Mindesladekapazität entladen wird. In dem letzten AB2000 Video zeigte ich das Problem. In einem aktuellen Firmware-Update das ich im letzten VIdeo (siehe unten)  noch nicht berücksichtigen konnte (Master Firmware V 2.0.34, BMS-Firmware AB2000: V 1.0.9, BMS-Firmware AB1000: V 2.0.22)  trat der Fehler inzwischen nicht mehr auf. Zudem gleichen sich die Akkus dadurch auch besser aus. Was sich bei Frost geändert hat konnte mangels Minusgraden noch nicht testen. Noch ein Tipp:  Beachtet das ihr nach diesem Update eventuell PV-Hub einmal Aus- und Einschalten müsst, zumindest war das bei mir nötig damit es korrekt läuft! 
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  • Jan. 2024: Noch eine kleinen Ergänzung zum oberen Video, da wir inzwischen tiefen Frost bis -11 hatten. Bei Minus-Temperaturen scheint jetzt sicherheitshalber (Schutz der Akkus) nicht mehr geladen zu werden, auch das AB2000 wird offenbar nicht geladen wenn noch ein AB1000 angeschlossen. Offenbar will man Kapazität gleich halten und lädt daher aus Sicherheitsgründen beide nicht. Unter bestimmten Bedingungen schaltet das Zendure System jetzt auch automatisch auf Bypass Modus. Allerdings wirkliche Ladungen sieht man in den  Wintermonaten Dezember/Januar nicht wirklich, wenn man keinen sehr sonnigen Standort hat und nicht ständig Panels von Frost befreit. Zudem scheint es mir unter der derzeitigen Software-Version nicht sehr sinnvoll AB1000 und AB2000 wirklich zu kombinieren. Ich werde beobachten ob sich da noch was ändert.
  • Feb. 2024 Langzeit Erfahrungen: So, das Ende des Winters ist in Sicht und die Sonne kommt schon wieder mehr raus. Jetzt fängt das Zendure SolarFlow System wieder an, richtig nennenswert Strom zu produzieren. Den Winter hat das System also gut überstanden. Als kleines Fazit kann man sagen, dass sich Speicher zumindest diesen Winter in den Monaten Dezember/Januar nicht gelohnt haben, es wurde so gut wie nichts produziert. Diese Monate hätte man vermutlich sogar ohne Speicher ein paar Watt mehr einspeisen können. In diesen Wintermonaten könnte man also getrost die Speicher in den Keller stellen und Mikrowechselrichter direkt auf Panels umstecken. Wie also schon gesagt, mehr Freude an Solarflow und Sonne hat man einfach zwischen März und November. Aber immerhin hat das System, wie versprochen, die rauen Winterbedingungen, wie im Video oben zu sehen, gut überstanden und ist somit sehr pflegeleicht. Man muss es also nicht unbedingt hineinstellen.  Wie schon im Januar-Update Hinweis festgestellt, ist es aber von Vorteil, wenn man das System nur mit AB2000 kauft. Kombiniert man AB2000 mit AB1000 so kann es die Situation geben, dass Minustemperaturen herrschen und trotzdem mal die Sonne so stark ist, dass die Heizung im Ab2000 anspringen kann und er ein wenig laden könnte. Wenn man dann noch ein AB1000 dran hat, wird eventuell die Ladung beider Akkus blockiert, da der AB1000 ohne Heizung nicht bei Minustemperaturen laden darf. Da das System nach dem letzten Update versucht, beide Akkus immer gleich zu halten, wird so der Vorteil des AB2000 in diesem Moment zunichtegemacht. Allerdings ist dieser Nachteil nicht wirklich so schlimm wie es vielleicht klingt, denn die Situation, dass bei Minusgeraden genügend Sonne für Heizung und Laden da ist, die hatte ich vielleicht ein oder höchsten zweimal, auf die kleinen Ladevorgänge kann man auch getrost verzichten.  Ein kleines Manko muss ich noch nennen, es kann vorkommen, dass im Winter mal der Akku nachts komplett abschaltet, obwohl man die Mindestladung vielleicht auf 30 % gestellt hat. Hier braucht man noch keine Sorge zu haben, das System geht am nächsten Morgen wieder an wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen. Dies liegt daran, dass im Winter der Akku quasi nie voll wird und sich der Füllstand-Status (SOC) nicht synchronisieren kann. Dadurch führen die kleinen Ladungen und Entladungen zu schwer messbaren Kapazitätsänderungen und das System kann den Füllstand nach Wochen nicht mehr genau ermitteln. Das System denkt also, es hätte noch über 30 % Füllstand hat, aber dann vielleicht schon deutlich weniger. Um ein Tiefentladen zu verhindern, schaltet das BMS also dann ab, das ist dann meistens in einer Nacht. Dieses Problem dürfte also in den helleren Monaten wieder weg sein oder aber wenn ihr die Entladung mal eine Weile abschaltet, damit Akku mal voll werden kann. Das ist übrigens ein Problem, das auch viele andere Akkusysteme kennen. Der Hersteller will das aber auch noch durch ein Update besser in den Griff bekommen, wurde mir gesagt. Solange das nicht der Fall ist, könnt ihr getrost im Winter die Mindestkapazität auf 40 oder 50 % stellen, dann sollte es auch nicht auftreten. So, das waren meine Erfahrungen über Sommer und Winter mit SolarFlow, die in Summe trotz kleiner Softwarefehler eigentlich sehr positiv war. In Kürze werde ich noch ein weiteres System vom gleichen Hersteller testen, das für noch mehr Solarpanels geeignet ist, wenn ihr es nicht verpassen wollt, am besten kostenlos Newsletter anfordern oder YouTube-Kanal abonnieren, dann solltet ihr informiert werden. Nennenswerte Neuigkeiten zu SolarFlow findet ihr weiterhin auf dieser Seite.

 

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