Laderegler Tutorial – auswählen, anschließen sowie Top MPPT-Solarladeregler im Vergleich !

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Egal ob Inselanlage, Nulleinspeise- , normale Einspeise-Solaranlage (On-Grid) oder Balkonkraftwerk, wenn Energie in Akkus zwischengespeichert werden soll, dann ist immer ein sogenannter Solarladeregler notwendig. Übrigens auch Lösungen wie  ZENDURE SolarFlow oder ANKER Solix Solarbank sind nichts viel anderes als Laderegler, StepUp-Modul und Akku. In diesen Beitrag haben wir sehr gute Solarladeregler ausgemessen und miteinander verglichen. Neben konkreten Empfehlungen erfahrt ihr in diesem kleinen Laderegler-Tutorial aber auch wie man den passenden Laderegler auswählt und konkret anschließt. Wenn ihr also Energie speichern wollt, dann findet ihr hier die nötigen Grundkenntnisse .

Warum sollte man Solarenergie speichern?

Für Einsteiger zunächst eine kurze Erläuterung warum man überhaupt Energie speichern sollte.  Da die Sonne nicht 24 Stunden scheint kann man die erzeugte Solarenergie oft selbst nicht zu 100% nutzen. Meistens ist es sogar so dass gerade dann viel Sonnenenergie erzeugt wird, wenn man selbst an der Arbeit ist und die Wohnung verlassen ist. Zwar laufen auch am Tag viele Standby-Verbraucher wie Kühlschränke, Heizungspumpen usw., jedoch erzeugt oft schon eine gute Balkonsolaranlage mehr Energie als viele Wohnungen am Tag benötigen. Die zu viel erzeugte Energie des  Balkonkraftwerkes geht daher verloren, ihr schenkt sie dem Energieerzeuger der sie dem Nachbarn verkauft. Bei großen Solaranlagen kann man die Energie zwar ins öffentliche Netz einspeisen, jedoch bekommt man dafür viel weniger Geld pro Kilowatt als der Nachbar nachher dafür zahlen muss. Lohnen tut sich das vor allem für den Energieerzeuger. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn Solarenergie  die gerade nicht gebraucht wird zwischenzuspeichern  um sie dann zu nutzen wenn sie wirklich gebraucht wird. Gebraucht wird die Energie beispielsweise abends, zu bewölkten Zeiten oder wenn größere Verbraucher viel Strom benötigen usw.

Warum benötigt man zum Laden von Akkus und Speichern einen Laderegler?

Solarenergie wird im Heimbereich immer in Akkus gespeichert, andere Speicher gibt es bis heute nicht im Handel. Oft spricht man auch von Batterien weil es sich eingebürgert hat, es sind aber in Wirklichkeit immer Akkus (Akkumulatoren). Aktuell gelten LiFePo4 Akkus als die besten und sichersten Speicher die für den Heimbereich angeboten werden, dazu habe ich ja schon viele Beiträge, Videos und Eigenbau-Projekte gebracht. Früher hatte man lange Zeit auch Blei und Lithium-Ionen Akkus verwendet, heute sind diese kaum noch in Wohnungen üblich da LiFePo4 (also Lithium Eisenphosphat Batterien) einfach sicherer und haltbarer sind.
In der Solarbranche nutzt man meistens nur den Begriff Speicher, was aber eigentlich genau das gleiche ist. Es gibt Speicher die mit niedriger Gleichspannung geladen werden wie 24 oder 48V Akkus und es gibt Speicher die direkt mit 230V geladen werden. Im ersten Fall spricht man von DC gekoppelten Speichern im anderen Fall von AC gekoppelten Speichern.

DC gekoppelte Speicher sind nichts anderes als Akkus mit Batteriemanagementsystem, zum Beispiel die getestete Rack-Batterie von LiTime , Powerqueen, Amperetime … oder unser 5000Wh Eigenbau usw. (Akku Testliste auch hier). Da solche Akkus eine vorgegebene Ladespannung (beispielsweise 14,2V, 28,4V oder 56,8V ) benötigen, braucht man einen Solarladeregler der die erzeugte Panel Spannung genau auf die Ladespannung bringt und den optimalen Ladestrom liefert. Ein Laderegler wandelt aber nicht nur die Spannung und Strom, er sorgt auch dafür dass ein Akku nicht überladen oder komplett entladen wird. Ist ein Akku voll, dann unterbricht ein Laderegler die Ladung und lädt erst wieder wenn Energie entnommen wurde. Ist ein Akku fast leer, dann kann ein Laderegler oft auch die Verbraucher über ein Relais abschalten falls Verbraucher sich nicht selbstständig abschalten. Für letzteres gibt es allerdings auch andere Lösungen wie z.B. Victron  SmartProtec Batterieschutz*.

 

Sind dann nicht AC gekoppelte Speicher besser?

Nein, zwar können AC gekoppelte Speicher mit 230V Wechselspannung geladen werden, aber nur deshalb weil sie die Spannung intern wieder umwandeln. Auch diese Speicher arbeiten intern mit normalen Akkus die wiederum eine andere Gleichspannung zum Laden benötigen. Man hat in den AC gekoppelten Speichern somit nur ein Ladegerät bzw. Laderegler bereits eingebaut. Intern wird also auch die Wechselspannung zunächst in eine Gleichspannung gewandelt und dann über einen eingebauten Laderegler geladen. Da hier nicht nur die Spannung sondern auch die Spannungsart (Wechselspannung nach Gleichspannung) gewandelt wird, sind AC gekoppelte Speicher etwas weniger effektiv, sie haben höhere Ladeverluste. Da sie zudem sehr teuer sind, werden diese vorwiegend in größeren Solaranlagen genutzt, wenn man mal von den sogenannten Powerstationen absieht welche ähnlich arbeiten. Das soll aber eigentlich nicht unser Thema sein, ich wollte es nur kurz erklärt haben damit man das etwas einordnen kann.

Laderegler für  DIY Tüftler ideal – für Balkonkraftanlagen gibt es auch immer mehr Fertiglösungen

Solarflow Speicher fuer-BalkonkraftwerkeWill man eine möglichst effektive Solaranlage bzw. Speicher haben, dann ist es sinnvoll normale LiFePo4 Akkus mit einem passenden Solarladeregler zu laden. Zumindest bei kleineren und mittleren Anlagen ist das mit etwas Elektro-Grundkenntnissen relativ einfach. Wer keinerlei Elektro-Kenntnisse hat und mehr an einer Fertiglösung für sein Balkonkraftwerk interessiert ist, für den gibt es heute auch Lösungen wie ZENDURE SolarFlow* (Amazon / Zenture Bild rechts) oder ANKER Solix Solarbank*. Letztere Lösungen sind aber nur für Balkonkraftwerke geeignet und im Vergleich recht teuer, man muss gut rechnen ob sich das für einen lohnt. Aktuell teste ich aber auch diese Lösung für euch, ein Bericht und Video zu den Erfahrungen und Tests wird in den nächsten Wochen kommen (nicht verpassen, im Newsletter erhaltet ihr die Testbenachrichtigung, oder einfach Kanal kostenlos abonnieren falls noch nicht getan) .

Richtig lohnen tun sich Speicher aber eigentlich erst wenn man ein paar Panels mehr als die üblichen zwei 400W Panel eines Balkonkraftwerkes hat, daher gehen wir in diesem Tutorial vorwiegend auf die herkömmlichen Laderegler ein. Denn Laderegler können sowohl bei Balkonkraftwerken als auch größeren Solaranlagen eingesetzt werden und sind vor allem für DIY-Tüftler interessant weil man Solaranlagen langsam ausbauen kann.

Empfehlenswert ist immer ein guter MPPT-Laderegler

Es gibt auf dem Markt unzählige verschiedene Laderegler, viele sind allerdings nur für Kleinstanlagen geeignet oder sind in Arbeitsweise und Wirkungsgrad nicht sonderlich empfehlenswert. Heute sollte man schauen dass es sich um einen sogenannten MPPT-Laderegler (Maximum Power Point Tracking) handelt. Diese haben einen deutlich besseren Wirkungsgrad da sie Spannung und Strom in eine für den Akku brauchbare Ladespannung umwandeln. Sie verbrennen also keine Energie wie noch einige andere Laderegler. Je nach Wetterlage und Sonnenstärke passen diese Laderegler ihre Leistung optimal dem Solarpanel an und prüfen in kurzen Intervallen immer wieder ob eine neue Anpassung notwendig ist.
Der Fachmann spricht davon dass so ein Mppt-Laderegler stets den günstigsten Arbeitspunkt des Solarpanels heraussucht. Dazu muss man wissen dass sich die Leistungsabgabe eines Panels ja aus der Formel (P=U x I) also  Spannung V x Strom I = Leistung W ergibt. Je höher der MPPT-Laderegler den Ladestrom wählt, desto stärker sinkt die Spannung. Dieses Spannung/Strom Verhältnis ist bei allen Panels ähnlich und wird oft in einer Kennlinie dargestellt, zum besseren Verständnis erkläre ich es aber mal in einfachen Worten: Die Kunst des MPPT-Laderegler ist es die ideale Kombination von Strom und Spannung zu finden, die in der Multiplikation den höchsten Leistungswert ergibt. Nur so wird keine Energie verschwendet! Und da sich diese Kombination innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden wieder ändern kann, muss der Laderegler die PC-Spannung und den PV-Strom ständig prüfen und den Ladestrom anpassen. Der Nutzer braucht sich darum aber nicht zu kümmern, er muss eigentlich nur seine Solarpanels und den Akku anschließen, alles andere geht heute oft automatisch. Werte wie Abschaltspannung sollten aber immer geprüft und eventuell bei der ersten Inbetriebnahme etwas der eigenen Batterie angepasst werden.

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Wie schließt man einen Laderegler an ein Solarpanel und Akku an?

Bevor ich erläutere wie man einen Laderegler auswählt und auf was man beim Kauf eines Ladereglers achten sollte, möchte ich euch zunächst eine kleinen Schaltungsskizze  zeigen, die noch mal genau zeigt wie ein Laderegler eingesetzt wird. Ich habe das zwar schon in einigen anderen Beiträgen und Videos gezeigt, dennoch erreichen mich dazu immer wieder Fragen, daher  erläutere ich es gerne nochmal ganz kurz anhand der Skizze.

Ueber Solarpanel und Laderegler Akkus laden-Prinzip Beispiel

 

In dieser Skizze sieht man dass die Verschaltung eigentlich sehr einfach ist. Als Beispiel habe ich hier mal den Victron SmartSolar MPPT 150V/45* Laderegler verwendet, den ich unten noch näher erläutere. Mit den anderen Ladereglern funktioniert das aber genau nach dem gleichen Verfahren, man muss nur schauen wieviel Panels an den Laderegler angeschlossen werden dürfen, dazu gibt es auch in der unteren Tabelle genaue Daten. In diesem Fall haben wir drei große 400W Solarpanels in Reihe geschaltet und direkt an den Laderegler angeschlossen (Vorsicht, das ergibt am Laderegler Eingang eine lebensgefährliche Spannung > 100V) . Wenn man nicht vom Fach ist, kann man aber auch nur zwei oder ein Panel an diesen Laderegler anschließen um die Spannung niedriger zu halten. Wichtig ist aber dass die Panel-Gesamtspannung (MPPT-Spannung) über der verwendeten Batterie-Ladespannung liegt.  Als hilfreichen PV-Schalter und Absicherung wurde in der Skizze ein DC-Sicherungsautomat in die Leitung geschaltet. Empfehlenswert und bei vielen Anlagen Vorschrift ist auch noch ein Überspannungsschutz, den haben wir übersichtshalber oben mal weggelassen, man sieht ihn rechts im Bild. Vom Laderegler geht es dann über eine weitere Sicherung direkt zum Akku. Mehr ist es nicht, so einfach kann man Akkus laden!

Verbraucher oder Wechselrichter werden ebenfalls direkt mit der Batterie verbunden

An die Batterie kann man jetzt jederzeit beliebige Verbraucher anschließen, wenn sie mit der Batteriespannung klar kommen. Bei jedem Verbraucher solltet ihr aber eine entsprechende Sicherung vorsehen, Bewährt haben sich z.B. Mega-Sicherungen*. Bei dieser Beschaltung ist es durchaus möglich dass gleichzeitig geladen und auch Verbraucher versorgt werden. Der Laderegler versorgt also auch indirekt die Verbraucher selbst und entlastet die Batterie. Die Batterie wird erst entladen wenn die Solarenergie nicht ausreicht um die Verbraucher über den Laderegler zu versorgen. Die Batterie dient somit als Speicher und Puffer und hilft sowohl an bewölkten Tagen als auch nachts bei der Energieversorgung.

LiFePo4-Akku-200Ah-Plus-AmpereTime-FCHAO-3000W-Wechselrichter-BelastungstestWollt ihr Verbraucher anschließen die mit 230V arbeiten, so schließt ihr als Verbraucher einfach einen Inselwechselrichter an, ein Test des Modelles in der Skizze findet ihr hier. Solche Inselwechselrichter gibt es für alle gängigen Batteriespannungen mit unterschiedlicher Leistung. Diese Lösung bietet sich besonders an, wenn nur einzelne oder wenige 230V Verbraucher versorgt werden sollen, z.B. im Wohnmobil, Wohnwagen, Gartenhaus usw. Eine solche Lösung hat den Vorteil dass sie anmeldefrei ohne Bürokratie erlaubt ist.

Multiplus-ii-WechselrichterWill man im Haus gleich viele Verbraucher versorgen oder Notstrom bereitstellen, bieten sich größere Geräte wie der Multiplus II* an, diese gibt es auch für 24V und 48V. Dafür wäre dann allerdings mehr Erfahrung nötig, denn die Inbetriebnahme eines Multiplus ist schon erheblich aufwendiger und erfordert intensive Einarbeitung und in einigen Fällen auch einen Elektriker da ein MultiPlus II sowohl als Insel als auch On-Grid Solaranlage genutzt werden kann. Das wäre aber ein Thema für mehrere andere Beiträge oder Videos.

Wechselrichter wie Sun1000 oder Lumentree  eigenen sich sehr gut für DIY-Solaranlagen und Nulleinspeisung

Sun1000-Wirkungsgrad-messen-bei-24VEine andere Methode um sogar alle Verbraucher im Haus mit eigener Energie zu versorgen wäre ein Einspeisewechselrichter. Das muss nicht unbedingt ein Mikrowechselrichter* wie beim Balkonkraftwerk sein, es gibt auch günstige zentrale Wechselrichter die sich besser für Batterien und ebenfalls einfach installiert werden können. Zum Beispiel der preiswerte Sun1000G2* oder weitgehend baugleiche Lumentree SUN-1000G2*  des gleichen Herstellers. Besonders die beiden letzteren sind mit etwas Grundkenntnissen sehr leicht an Akkus verwendbar, sie haben den Vorteil dass sie wie ein Balkonkraftwerk einfach in die Steckdose gesteckt werden könnten und das vorhandene Stromnetz im Haus zur Verteilung nutzen. Die Leistung die eingespeist wird kann bei diesen Modellen vorprogrammiert werden, beispielsweise um nur die Grundlast einzuspeisen oder um die erlaubte Grenze von 600W (demnächst 800W) nicht zu überschreiten. Wenn man den mitgelieferten Sensor (eine Stromklemme) von einem Elektriker in die Stromverteilung klemmen lässt, können diese Wechselrichter sogar nur soviel in das Hausnetz einspeisen wie gerade verbraucht wird. Das hat den Vorteil dass nichts in das öffentlichen Stromnetz eingespeist wird.

Eigentlich eine ideale Lösung die ich schon mal in diesem Video , diesem Beitrag und seit kurzem in diesem kleinen Nulleinspeise-Tutorial etwas näher erläutert habe. Der Nachteil ist allerdings dass diese Lösung angemeldet werden muss und da der Wechselrichter mehr Leistung als ein Balkonkraftwerk liefern kann,  nicht unter die vereinfachte Balkonkraftwerk-Anmeldung fällt. Man kann die Leistung zwar auf der erlaubten 600W (demnächst 800W) beschränken, aber ob das eurem Energieversorger reicht um es als Balkonkraftwerk anzumelden ist fraglich. Oft wird das nur erlaubt wenn die Begrenzung Passwortgeschützt ist und nicht von jedem zurückgesetzt werden kann und genau das geht hier leider bislang nicht. Eine Anmeldung wäre somit deutlich aufwendiger und müsste auch von einem Elektriker erfolgen wenn die Begrenzung nicht akzeptiert wird. Aber probieren kann man es sicherlich.

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 13:43 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

Eine Alternative ist der ganz kleine Sun-600G2* oder baugleiche Lumentree SUN-600G2* der von vornherein auf 600W begrenzt ist. Dieser funktioniert genauso und soll laut Hersteller und Anbieter vereinfacht wie ein Balkonkraftwerk angemeldet werden können. Man kann den Lumentree welcher sporadisch und tröpfchenweise hier bei Amazon angeboten wird, per Sensor (Stromklemme) oder über WLAN-Stick* mit Smartmeter (Shelly 3EM* oder besser Shelly 3EM Pro*) koppeln.  Der Sun-600G2* kann das gleiche ist jedoch nur für Stromklemme vorgesehen.  Ich würde generell zur Stromklemme raten wenn ein großer Teil des Grundverbrauchs (also Geräte die oft Tag u- Nacht laufen) im Haus auf einer Phase liegen sollte und man eine echte Nulleinspeisung erreichen will. Eine Kabelanbindung mit Klemmsensor ist einfach deutlich reaktionsschneller und stabiler als eine WLAN Anbindung .Die WLAN Verzögerungen sowie das Zeitintervall des Smartmeters  (Shellys*) führen leider immer zu einer gewissen ungewollten Einspeisung da ja Geräte manchmal schon kurze Zeit aus sind bevor es der Wechselrichter mitbekommt. Wie hoch sich diese ungewollte Einspeisung über das Jahr summiert, müsste man anhand von Messungen prüfen, sie wird aber auf jeden Fall deutlich größer sein als wenn man Original-Klemmsensor nutzt. Per Kabel funktionieren diese Geräte aber sehr zuverlässig. Wer auf die empfohlene Kabelverbindung setzt, kann übrigens auch den kleinen Lumentree sehr günstig in China hier bei Alibaba* beziehen oder auch auf den baugleichen blauen Sun nutzen, auch für diese Geräte gelten die VDE-AR-N 4105 Zertifikate. Diese Varianten sind auch deutlich besser erhältlich und zudem günstiger. Wie so ein  Sun1000, Sun600 oder Lumentree mit dem Netz verschaltet wird, sieht man in der nachfolgenden Skizze (Anschluss, auch der Stromklemme, natürlich dem Elektriker überlassen).

Prinzip Schaltbild Nulleinspeisung mit Sun1000

Prinzip Schaltbild Nulleinspeisung mit Sun1000 (DC-Sicherungen wurden übersichtshalber weggelassen)

Wie man den Lumentree-Wechselrichter mit einem Shelly Pro 3EM* verbinden kann, wir in diesem Artikel Schritt für Schritt erklärt. Dort wird auch noch mal der Unterschied zwischen echter Nulleinspeisung und Saldierung näher erklärt..

Wichtig: Wie ihr in der vorletzten Skizze gesehen habt, haben wir unsere Verbraucher und Wechselrichter direkt an der Batterie angeschlossen und nicht an einem eventuell vorhandenen Lastausgang des Ladereglers. Das machen leider viele Einsteiger falsch, sehr oft werden Wechselrichter auch am Lastausgang angeschlossen damit sie bei niedrigem Akkustand leicht vom Laderegler abgeschaltet werden können. Das ist falsch, der Lastausgang der Laderegler ist gewöhnlich nur für ganz kleine Verbraucher wie eine Beleuchtung gedacht. Hier dürft ihr keinesfalls Wechselrichter anschließen, diese haben fast alle viel zu hohe Ströme. Der enorme Einschaltstrom eines Wechselrichters würde ansonsten schnell euren Laderegler beschädigen!  Aus diesem Grund haben stärkere Laderegler oft gar keinen echten Lastausgang mehr wie viele Victron Laderegler.

Welchen Laderegler brauche ich für meine Solarpanels, auf was muss ich achten?

Auch MPPT-Laderegler gibt es inzwischen sehr viele im Handel, einige sehr gute Modelle die ich auch selbst einsetze und getestet habe empfehle ich euch weiter unten auch noch ganz konkret. Hier soll noch kurz erläutert werden auf was ihr achten müsst wenn ihr einen Laderegler auswählt. Ich habe hier die wichtigsten Auswahlkriterien mal aufgelistet und etwas erläutert. Ich habe auch mal versucht euch das genauer zu erklären wie ihr die nötigen Werte berechnet, da mich dazu immer sehr viele E-Mails erreichen. Lest euch diesen Abschnitt somit genau durch :

  • Darauf achten dass Laderegler sich mit eurer Akku-Spannung unterstützt
    Die Akku Spannung in einer Solaranlage wird auch oft als Systemspannung bezeichnet. Sehr gute Laderegler unterstützen heute Akku bzw. Systemspannungen von 12 / 24 und 48 Volt gleichzeitig). Wenn man einen Solarladeregler wählt der nur für eine der Spannungen geeignet ist, dann muss man bei einem Umstieg der Batteriespannung (z.B. von 12 auf 24V oder 24 auf 48V) neue Laderegler kaufen. Daher ist es besser gleich etwas mehr auszugeben und einen Laderegler zu wählen der mehrere Spannungen unterstützt. Sehr oft wachsen Solaranlagen mit der Zeit was oft zwangsläufig irgendwann zu einer Erhöhung der Akku-Spannung führt.
    Tipp: Beachtet dass 12V Akkus nur für äußerst kleine Solaranlagen wirklich geeignet sind, in den meisten Fällen ist es daher empfehlenswert mit 24V oder gleich mit 48V einzusteigen. 12V Anlagen erzeugen schnell mächtige Ströme und Verluste.
  • Den Laderegler mit der richtigen max. Stromstärke wählen damit ihr keine Energie verschenkt
    Wichtig ist dass eure Laderegler auch die komplette erzeugte Energie eurer Solarpanels in einen möglichst großen Ladestrom umwandeln können. Das könnt ihr grob mit folgender Standard Formel P=U x I berechnen, also Leistung=Spannung x Strom ein wenig umwandelt in Panelleistung / Ladespannung = maximaler Ladestrom). Die Ladeverluste lassen wir dabei mal außer acht, da sie das Ergebnis kaum verändern.
    Also wenn ihr zwei 400W Panels in Reihe oder auch parallel schaltet, dann habt ihr in beiden Fällen eine Gesamtleistung von 800W Peak. Nehmen wir an ihr wollt damit eine 24V LiFePo4 Batterie laden. Die übliche Ladespannung beträgt dann in etwa 28,4 Volt. Ihr müsst nach der Formel also rechnen 800W / 28,4V = 28,2 A  Der Laderegler sollte also mindestens einen Ladestrom von 28,2A können, gewöhnlich rundet man dann auf 30A auf. Ihr könntet natürlich auch einen stärkeren Laderegler  (beispielsweise 45A oder 60A) nehmen, der würde genauso gut funktionieren und hätte den Vorteil dass ihr später die Panels noch erweitern könnt und er noch weniger warm wird. Ihr solltet nur keinen Laderegler wählen der deutlich unter 28A kann, dann würdet ihr zumindest in diesem Beispiel an einigen Tagen Energie zum Fenster raus werfen. Die 28A werden zwar selten erreicht werden, aber in die Nähe kann man an sehr sonnigen Tagen schon kommen.
    Natürlich müsst ihr auch prüfen, ob euer Akku  den Ladestrom überhaupt verträgt, diese Angabe wiederum findet ihr in der Beschreibung eures Akkus. Größere Speicher bzw. Akkus erlauben aber in der Regel deutlich höhere Ströme als 28A. Bei LiFePo4 Akkus kann man grob einfach rechnen  Kapazität / 2 = erlaubter Ladestrom. Um Akkus  nicht zu stark zu erwärmen  ist aber auch Kapazität / 4 = erlaubter Ladestrom  eine noch bessere Entscheidung wenn es machbar ist.
    Beachtet dass sich diese Rechnung ändert wenn ihr eine andere Batteriespannung wählt. Bei 48V habt ihr eine Ladespannung von ca. 56,8V. In dem Fall würdet ihr rechnen: 800W / 56,8V = 14A . In dem Fall könnt ihr also auch schon einen kleineren Laderegler  der nur 14A Ladestrom liefert verwenden. Das ist einer der Gründe warum höhere Batteriespannungen günstiger sind.
  • Der Laderegler sollte die Spannung und Leistung eurer Solarpanels verkraften 
    Laderegler erlauben nur bestimmte Eingangsspannungen. Die Eingangsspannung darf in der Regel viel höher sein als die Spannung eures Akkus, da der Laderegler die Spannung ja umwandelt. Wenn ihr beispielsweise zwei größere Solarpanels  mit einer VOC-Spannung von 40V und Leistung von 400W in Reihe schaltet, dann habt ihr ja 80V und 800W. In diesem Fall müsst ihr in der Beschreibung (Datenblatt) des Ladereglers schauen ob die 80V bereits die maximale Eingangsspannung des Ladereglers überschreiten. Das liegt daran das Solarpanels bei kühlen Temperaturen effizienter arbeiten!  Es sollte ein also ein ausreichender Spielraum vorgesehen werden, um zu verhindern, dass die DC-Überspannung im Winter den Laderegler nicht beschädigt.
    Bei der angegeben Voc Spannung ist auch zu berücksichtigen das diese Spannung im Winter bei ungünstigen Bedingungen (starke Sonneneinstrahlung und gleichzeitig Minustemperturen) höher ausfallen kann als auf dem Panel angegeben. Als Fausregel schlage ich immer 15 bis 20% auf Voc auf, Victron gibt bei seinen Ladereglern oft auch 10% Aufschlag in der jeweiligen Bedienungsanleitung an.
    Wenn ihr drei Panels in Reihe schaltet  dann muss in diesem Beispiel der Laderegler also oft eine höhere Eingangsspannung als 138 Volt zulassen (je nach Paneldaten Voc).  Bei Victron wären das beispielsweise die 150V Serie.  Auf die Eingangs-Leistungsgrenze müsst ihr im Datenblatt schauen. Bei zwei Panels muss diese mindestens 800W hoch sein, bei drei Panel schon 1200W und bei vier 1600W. Je höher die Leistungsgrenzen desto flexibler seid ihr, aber desto teurer sind die Laderegler. Unten findet ihr alle diese Angaben bei den getesteten vier Ladereglern im Vergleich in der Tabelle.

Habt ihr sehr viele große Panels, beispielsweise 8 Panels mit 400W, so kann die Spannung der Reihenschaltung schon sehr groß werden.  Das führt dann dazu dass die Laderegler sehr teuer und groß werden. Zudem sind die hohen Spannungen dann auch sehr gefährlich. Laien sollten nicht mit Spannungen deutlich über 60V hantieren, da sind einfach Fachkenntnisse nötig, Fehler können wirklich lebensgefährlich sein.  Man sollte dann überlegen zwei Strings  (also zwei Reihenschaltungen) parallel zu schalten. Das reduziert Spannung als auch Kosten für Laderegler ohne dass es einen echten Nachteil hat. Bei Verschattungen hat dies sogar noch andere Vorteile! Ich nutze beispielsweise 4 Panels mit 385W wobei immer zwei Reihenschaltungen parallel geschaltet sind (Bild rechts), dadurch kann ich beispielsweise alle unten aufgeführten Solarregler auch mit vier größeren Panels nutzen (siehe Skizze unten). Solltet ihr allerdings 48V Akkus laden wollen, wäre es am besten wenn ihr mindestens drei Panels in Reihe schaltet, zwei klappen nur  bei 48V Akkus mit 15 Zellen noch ganz gut an weniger sonnigen Tagen, weil die Eingangsspannung am Laderegler schon deutlich über der Ladespannung liegen muss.

Parallelschaltung von Akku, Laderegler und Panels Prinzip Beispiel

Ist am Ende die Spannung immer noch zu hoch, so kann man einfach mehrere Laderegler gleichzeitig an einen Akku anschließen, auch das sieht man in der oberen Skizze. Das ist kein Problem, wenn die Laderegler die gleichen Einstellungen haben kann man in der Regel beliebig viele Laderegler parallel schalten. An jedem Laderegler könnte man dann beispielsweise 4 Panels (2×2 Reihenschaltung) betreiben. So wären viele Panels nutzbar ohne dass man mit gefährlichen Spannungen hantieren muss. Man muss allerdings darauf achten dass der gesamte Ladestrom nicht die Ladestrom Grenzen des Akkus überschreitet. Notfalls muss man den Akku vergrößern indem man beispielsweise eine Batterie gleicher Spannung parallel schaltet (siehe Skizze oben). Alternativ kann man auch den maximalen Ladestrom begrenzen. Leider lassen nur wenige Laderegler die individuelle Begrenzung zu, in einem solchen Fall würde ich zu einem Victron Laderegler wie beispielsweise den Victron Smartsolar Mppt 150/45* raten, hier kann auch der Gesamtladestrom begrenzt werden, da diese miteinander kommunizieren können. Auch der Power Queen MPPT* Laderegler erlaubt eine individuelle Strombegrenzung, allerdings nützt das dort nichts wenn mehrere parallel genutzt werden.

Die besten Laderegler im Vergleich

Wie gesagt es gibt sehr viele verschiedene MPPT-Laderegler auf dem Markt. Wenn ihr den Artikel bis hierhin durchgelesen habt, solltet ihr aber in der Lage sein den passenden Laderegler für euch im Handel zu finden. Für diejenigen die sich noch etwas schwer tun, möchte ich aber noch mal vier Laderegler vorstellen die meiner Meinung nach zu den besten am Markt gehören und sich für viele DIY-Solaranlagen gut eignen. Alle vier Solarladeregler die ich hier aufzeige habe ich ausführlich über Monate getestet. Drei davon nutze in inzwischen sogar schon mehrere Jahre selbst. Alle sind daher auch schon länger auf meiner Solar Empfehlungsliste zu finden..

Der direkte Vergleich von Solarladereglern ist übrigens gar nicht so einfach. Um zu sehen welcher Laderegler bei gleichen Lichtverhältnissen effizienter arbeitet müsste man absolut gleiche Lichtverhältnisse schaffen. Das ist aber schwierig, da sich die Sonneneinstrahlung schon an ganz leicht bewölkten Tagen fast ständig ändert.  Man könnte zwar an jeden Solarladeregler ein Solarpanel vom gleichen Typ anschließen und Werte in Echtzeit vergleichen, aber auch das ist sehr schwierig. Zum einen haben die Panels immer eine gewisse Toleranz welche schon mal die Werte verändert. Zum anderen ist es nicht so einfach die Panel so aufzustellen dass der Einfallswinkel und die Lichtverhältnisse exakt gleich sind. Wegen diesen Schwierigkeiten gibt es kaum Artikel oder Youtube-Videos die Laderegler wirklich verlässlich vergleichen.

Ich habe mich daher dazu entschlossen einen kleinen Versuchsaufbau zu wählen bei dem ich 4 Solarpanels mit 385W (2×2 Reihenschaltung) schnell umschaltbar an eine Batterie (einmal 24 und  später 48V) verschalte. Da ich immer den gleichen String nutze, erzeugen somit die Panels und Ausrichtung keine Fehlmessung. Und da ich schnell umschalten kann, sollten zumindest an wolkenfreien Tagen gute Ergebnisse erzielt werden. Einfach war es trotzdem nicht, das seht ihr in meinen beiden Videos wo ich die ersten Messungen zeige. Die Lichtbedingungen ändern sich wirklich schnell, mit dem Auge bekommt man das gar nicht so mit.
In den unteren Bildern seht ihr wie ich diesen Versuchsaufbau aufgebaut habe. Die PV-Spannung wird gleichzeitig auf 4 Doppel-DC-Automaten geleitet. Schalte ich eine Sicherung ein, so wird die Spannung auf den jeweils daneben liegenden Laderegler gegeben. Gleichzeitig sind alle Laderegler mit meiner Solarbatterie verbunden. Ein dazwischen geschaltetes Leistungsmessgerät (Bauanleitung hier) zeigt mir den erzeugten Strom und die erzeugte Leistung die in die Batterie fließt an. Da so für alle Laderegler das gleiche Messgerät genutzt wird, sind auch alle Messfehler/Toleranzen ausgeschlossen.

Um einigermaßen zuverlässige Vergleichswerte zu erzielen habe ich immer an unterschiedlichen Tagen mehrere Vergleichsmessungen durchgeführt. Dabei habe ich nacheinander alle Laderegler einzeln zugeschaltet und die erzeugte Leistung notiert. Ziel ist es herauszufinden welcher der vier Laderegler am meisten Leistung aus den Solarpanels herausholt. Viele Messungen habe ich verworfen wenn erkennbar war dass sich während der Messungen die Lichtverhältnisse ändern. Ich habe also nur die Ergebnisse aufgeschrieben die einigermaßen verlässlich schienen. Das Ganze habe ich solange gemacht bis ich 20 verlässliche Messungen zusammen hatte. Und daraus habe ich dann noch mal den Mittelwert berechnet um doch noch vorhandene Fehlmessungen weitgehend zu eliminieren

Alle getesteten Laderegler bei Effizienz sehr nahe beieinander

Die Ergebnisse der Messungen haben gezeigt dass die Effizienz aller vier Laderegler trotz teilweise gewaltiger Preisunterschiede unter den verschiedensten Lichtbedingungen fast gleich gut war. Wenn ihr euch die einzelnen Messwerte in der rechten Tabelle mal anschaut, dann gibt es keine sehr großen Unterschiede bei der erzeugten Leistung. Lediglich der Victron Laderegler hat einen leichten Vorsprung, dieser ist aber im Verhältnis zum Preisunterschied relativ gering. MakeSkyBlue und EpEver waren nahezu gleich und ganz knapp dahinter kam auch schon der Powerqueen.

Um die Messwerte besser vergleichen zu können habe ich unten mal eine Tabelle erstellt die anzeigt wieviel Prozent der jeweilige Laderegler im Verhältnis zum besten Messwert pro Messdurchgang erreicht hat. Also wenn hier 100%in der Tabelle  steht, dann hat er die beste Leistung bei dieser Messung erreicht. Hier sieht man schon deutlich dass der Victron  fast immer 100% erreicht hat, die einmalige Abweichung kam vermutlich doch durch eine veränderte Sonneneinstrahlung zwischen den Messvorgängen zustande und könnte man noch rausrechnen.

Power Queen MPPTMakeskyblueEpever Xtra4415NVictron SmartSolar MPPT 150V/45
949396100
1001008985
Limit erreicht9898100
Limit erreicht9798100
10099100100
929192100
909798100
969698100
909092100
10099100100
969698100
969698100
979798100
979799100
979798100
Limit erreicht9798100
959798100
969899100
969899100
949798100
Mittelwert96979799
Test Verschattung von Solarpanel

Test Verschattung

Der untere Mittelwert in der Tabelle zeigt noch mal deutlich wie ähnlich sich die Leistungen der vier Wechselrichter sind. Übers Jahr wird sich da sicherlich keine nennenswerte Differenz bei der Leistungsausbeute ergeben. Ich habe die Messung auch mit 48V durchgeführt (bis auf Powerqueen Mppt, der arbeitet nur bis 24V), aber auch da waren die Ergebnisse sehr ähnlich, auch hier gibt es keine großen Unterschiede. Lediglich wenn die Solarspannung nur knapp über der Ladespannung liegt, hat im Test der Victron Laderegler einen etwas deutlicheren Vorsprung von bis zu 10% in der Effizienz gezeigt (gemessen bei 2 Panels an 48V Akku mit 15 Zellen).
Natürlich gibt es noch andere Faktoren die nicht unwichtig sind, zum Beispiel ob die Laderegler auf Verschattungen schnell reagieren. Dazu habe ich einen anderen String angeschlossen und immer ein Panel etwa zur Hälfte mit Pappe zugedeckt. Aber auch hier konnte ich bislang keinen wirklichen nennenswerten Unterschied erkennen. Und auch bei vorbeiziehenden Wolken kamen eigentlich alle Laderegler sehr schnell wieder auf ähnliche Ergebnisse.
Also hinsichtlich der Leistung und Effizienz nehmen sich die Laderegler in der Praxis nicht viel, hier kann man eigentlich alle vier Laderegler nutzen, da muss es nicht unbedingt der teuerste sein. Lediglich bei der Leistungsgrenzen ist der Powerqueen Laderegler natürlich viel schneller an seinem Limit als die anderen weil er für kleinere Anlagen ausgelegt ist.  Aber es gibt natürlich noch einige andere Aspekte wo sich die jeweiligen Laderegler unterscheiden, daher gehe ich jetzt nochmal kurz auf die einzelnen Geräte und ihre Stärken und Schwächen ein bevor ich mein Fazit aus den Tests ziehe.

Power Queen – 12V/24V  30A MPPT Solarladeregler

Der Power Queen MPPT Laderegler ist ein sehr preiswerter MPPT-Laderegler der sich besonders für Einsteiger mit sehr kleinen Solaranlagen eignet. Er ist der einzige im Test der nur 12V und 24V Batterien unterstützt, also 36 oder 48V Akkus könnte man damit leider nicht laden. Er eignet sich für alle gängigen Batterien wie Blei Säure, Blei Gel, AGM, Lithium und LifePo4 Akkus. Die maximale PV Leistung die er verarbeiten kann liegt bei 24V bei 800W, also ca. zwei große PV-Module. Möchte man dagegen eine 12V Batterie als Speicher nutzen, dann ist die Leistungsgrenze bereits bei 400W, also einem großem Solarpanel erreicht. Wie in der Bezeichnung schon angegeben, ist der Ladestrom bei diesem Laderegler auf 30A begrenzt. Die Strombegrenzung kann bei diesem Laderegler aber auch individuell weiter reduziert werden, das kann ansonsten nur noch der getestete Victron Laderegler.
Gekühlt wird der Powerqueen Laderegler durch einen großen Kühlkörper auf der Rückseite, die Wärmeentwicklung  hielt sich im Test in Grenzen. Ein Lüfter ist nicht nötig, wodurch das Gerät quasi lautlos arbeitet.

Der Powerqueen Laderegler wird mit  Bluetooth-Adapter und Temperatursensor geliefert. Somit kann der Laderegler auch sehr gut über eine kostenfreie App bedient werden. Die App empfand ich nach der Victron App als eine der übersichtlichsten und stabilsten Apps im Test. Hier kann man nicht nur die Leistung live überwachen sondern kann auch viele wichtige Dinge wie Batteriespannung, Ladestrom, Laststrom, PV-Spannung usw. abrufen. Auch alle wichtigen Parameter wie natürlich die Ladeendspannung kann individuell per App konfiguriert werden.. Auch der Lastausgang welcher mit bis zu 20A belastet werden darf, kann ganz individuell über App konfiguriert werden. Hat man den Temperatursensor an die Batterie geklebt, so kann man auch die Temperatur des Akkus überwachen. Leider erlaubt die App keine Eingabe einer Temperatur-Untergrenze. Wenn man LiFePo4 Akkus im Außenbereich nutzt, wäre es sinnvoll den Ladevorgang unter 0°C Grad zu unterbrechen, da bekanntlich LiFePo4 Akkus unter 0 Grad nicht geladen werden sollten. Ein entsprechendes Eingabefeld ist zwar vorhanden, aber eine Untertemperatur wird nicht angenommen. Laut Hersteller unterstützt dies derzeit der Laderegler noch nicht. Wer also Akkus im Außenbereich laden möchte muss hier nach einer anderen Lösung suchen. Hat man den Akku im Keller oder Haus, ist dieser Umstand eigentlich ohne Belang.

Geeignete App (im Playstore): Solar App 

Ansonsten macht die App einen wirklich guten Eindruck und zeigt wirklich viele Werte an. Selbst die Stromabgabe über den Lastausgang wird vom Wechselrichter gemessen  und in Amperestunden aufsummiert.
Der Laderegler hat auch ein LCD-Display wo man alle Messwerte über die Pfeiltasten direkt am Gerät anzeigen lassen kann. Auch die Konfiguration ist über die Tasten und das Display möglich. Schade ist nur dass einige Symbole äußerst klein sind, Nutzer älteren Semesters müssen da schon mal zur Lesebrille greifen. Erhältlich ist der Powerqueen Laderegler über Amazon* oder Powerqueen-Shop*.

Zusammengefasst meine Plus- und Minus-Punkte:

+ einfache Bedienung
+ gute übersichtliche App
+ gute passive Kühlung
+ Temperatursensor und Bluetooth-Adapter im Lieferumfang
+ Display
+ preisgünstig
– keine Temperaturuntergrenze beim Laden
– unterstützt keine 36 und 48V Batterie
– nur für sehr kleinen Solaranlagen bis max. 800W

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 17:21 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 


Makeskyblue – 12V/24V/48V  60A MPPT Solarladeregler

Der Laderegler von MakeSkyBlue ist lange ein Geheimtipp für Anfänger als auch Profis gewesen, inzwischen kennen ihn sicher schon viele. Obwohl dieser Laderegler von den Maßen her zu den kleinsten im Test gehört, bietet er die größte Leistung. Natürlich  unterstützt  auch dieser Laderegler alle gängigen Batterien wie Blei Säure, Blei Gel, AGM, Lithium und LifePo4 Akkus.
Die getestete Version kann Ladeströme bis zu 60A liefern und unterstützt alle gängigen Batteriespannungen, also 12, 24 und 48V. Bei 24V Batterie kann eine PV-Leistung von 1440W angeschlossen werden, also 3 große 400W Module in Reihe wären kein Problem, selbst vier Panel (2×2 parallel) wären machbar. Bei 48V darf die PV-Leistung sogar 2800W hoch sein, also 6 PV Module (2×3) wären gar kein Problem. Damit bietet dieser Laderegler mehr Leistung als alle anderen im Test, er lädt einfach am schnellsten, trotzdem ist er vergleichsweise günstig und kostet nur knapp über 100 Euro, siehe Amazon*.  Ein vergleichbar leistungsstarkes Modell von Victron würde ein vielfaches kosten. Zudem verfügt der Laderegler über ein sehr übersichtliches und sehr kontrastreiches LED-Display mit Beleuchtung.  Alle wichtigen Daten wie Batteriespannung, Ladestrom, PV-Spannung können auch hier angezeigt und auch schon aus größerer Entfernung gut abgelesen werden.

Diesen Laderegler gibt es in mehreren verschiedenen Stromstärken, aufgrund des günstigen Preises würde ich hier aber immer zur 60A Version raten. So habt ihr immer noch genügend Reserven für den Ausbau. Aber auch die 60A Version gibt es zum Zeitpunkt des Tests in zwei Varianten, einmal die Version mit Firmware 118 und einmal Version ab 119 Ich nutze beide Varianten jetzt schon bald 2 Jahre zusammen mit meinem 5000W Akku-Projekt und bin sehr zufrieden damit. Die Leistung ist bei beiden Varianten identisch, Versionen ab 119 haben nur den Vorteil dass diese ein WIFI-Modul integriert haben und mit App bedient werden können, alles andere ist gleich. Da die WIFI-Version deutlich teurer ist  und ich die Bedienung der App nicht als sonderlich komfortabel empfinde, würde ich zur Variante ohne eingebauten WiFi-Chip greifen, diese verlinke ich euch auch. Die App ist einfach nicht stabil genug als dass sich der Aufpreis lohnt, zudem ist die Version 119 schwerer zu bekommen. Ich zeige euch hier dennoch mal einige Bilder der App, welche ich aber später aufgrund einiger Bugs nie mehr benutzt habe.
Die App zum MakeSkyBlue gibt es meines Wissens nicht im Playstore, man kann sie nur hier direkt laden.

Die Konfiguration ist bei diesem Laderegler besonders einfach und intuitiv über Tasten und Display möglich, die Batteriespannung erkennt er automatisch, es muss eigentlich meist nur die Ladeendspannung und eventuell die Spannung für die Lastabschaltung den eigenen Vorstellungen angepasst werden.  Als einziger Laderegler im Test wird der MakeSkyBlue mit eingebauten Lüfter gekühlt. Da er keinen großen Kühlkörper hat, schaltet sich der Lüfter an sehr sonnigen Tagen recht häufig ein und ist dabei nicht gerade leise  In einem Keller oder Gartenhaus stört das sicher nicht aber in Wohnräumen ist da schon etwas nervig. Etwas abmildern kann man das indem man den Laderegler auf einem Metallblech oder Kühlkörper befestigt, das Metallgehäuse kann die Wärme dann sehr gut ableiten. Die Anschlüsse für PV und Batterie sind hier doppelt für zwei 6mm² Kabel ausgelegt damit der hohe Ladestrom auch gut weitergeleitet werden kann.  Also insgesamt ein bemerkenswerter Laderegler zu einem echten Schnäppchenpreis. Erhältlich ist der MakeSkyBlue Laderegler über Amazon* oder Ebay*.

Zusammengefasst meine Plus- und Minus-Punkte:

+ sehr leistungsstark (hoher Ladestrom)
+ für kleine aber auch größere Solaranlagen geeignet
+ unterstützt alle gängigen Batteriespannungen 12V, 24V und 48V
+ besonders einfache Bedienung per Tasten
+ übersichtliches und kontrastreiches beleuchtetes Display
+ preisgünstig
– kein Temperatursensor für Batterie
– wenig Einstellungsmöglichkeiten (aber ausreichend)
– Lüfterkühlung relativ laut
– App wenig komfortabel, fehleranfällig und nur mit Version 119 WIFI oder WIFI-Adapter nutzbar

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 14:05 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 


Epever Xtra4415N – 12V/24V/48V  40A MPPT Solarladeregler

Unter der Marke Epever gibt es zahlreiche Laderegler, der hier getestete Epever Xtra4415N gehört zu den leistungsstärksten und komfortabelsten Modellen. Die getestete Version kann Ladeströme bis zu 40A liefern und unterstützt alle gängigen Batteriespannungen, also 12, 24 und 48V. Bei 24V Batterie kann eine PV-Leistung von 1040W angeschlossen werden, leider reicht das nicht ganz für 3 große 400W Module, aber zwei große oder drei 350W Panels sind drin.  Bei Verwendung einer 48V Batterie darf die PV-Leistung 2080W hoch sein, also hier wären 4 große 400 Panels (2×2) kein Problem. Von der Leistung liegt daher der Epever Xtra4415N in diesem Vergleich an dritter Stelle.
Der Laderegler ist hinsichtlich der Maße der größte Laderegler im Test. Da auf der Rückseite ein sehr großer Kühlkörper verbaut ist, braucht dieser Wechselrichter keinen Lüfter und arbeitet praktisch geräuschlos. Eine übermäßige Wärmeentwicklung konnten wir nicht bemerken.
Zum Lieferumfang gehört ein Temperatursensor welcher auch zur Kontrolle der Untertemperatur genutzt werden kann, also die Ladung kann beispielsweise bei diesem Laderegler unter 0 Grad blockiert werden. Überhaupt hat dieser Laderegler die meisten Einstellungsmöglichkeiten im Test, um den Ladevorgang den eigenen Vorstellungen anzupassen. Ein beleuchtetes Display zeigt auch bei diesem Laderegler alle üblichen Werte wie Batteriespannung, PV-Leistung, Ladestrom, Ladeleistung, Akku-Kapazität und historische Summierungen an. Da das Display jedoch in zeitlichen Intervallen immer die Anzeigeart ändert, geht ein wenig die Übersicht verloren. Auf Dauer fand ich daher die Anzeigeart nicht so sehr gelungen ähnlich wie die etwas unübersichtliche und komplizierte Programmierung über die Tasten am Gerät. Im Test waren Umstellungen und Umprogrammierungen bei diesem Wechselrichter leider am umständlichsten, so richtig konnte ich mich damit nie anfreunden,

Ich habe daher diesen Laderegler immer per App konfiguriert, was schon lang genug gedauert hat. Leider kann man die App nur nutzen wenn man optional ein Bluetooth oder WiFi Modul mitbestellt. Ich habe mich für ein WiFi-Modul entschieden. Leider war auch die App zum Zeitpunkt des Tests nicht sonderlich komfortabel und nicht völlig fehlerfrei. Daten werden nicht live angezeigt, man muss diese also einlesen, ändern und zurücksenden. Durch einen Fehler werden die Werte auf deutschen Smartphones oft mit Komma vorgegeben. An sich ist das richtig, aber will man die Daten so zurückschreiben kommt ein Fehler. Das Ganze funktioniert erst richtig wenn man wieder alle Kommas durch Dezimalpunkte ersetzt. Auch einige andere kleine Fallstricke gibt es hier und da noch bei der Konfiguration mit App. Da der Laderegler zudem sehr viele Einstellungsmöglichkeiten erlaubt und manche Angaben voneinander abhängig sind, dauert hier die Konfiguration und Anpassung bei diesem Laderegler immer am längsten, zum Glück macht man es in der Regel nur einmal. Unten seht ihr einige Bilder meiner getestet App ChargeControl, inzwischen soll es aber auch noch eine andere App mit der Bezeichnung Solar Guardian für den Laderegler geben die etwas benutzerfreundlicher sein soll, diese habe ich aber noch nicht getestet. Laut einiger Bewertungen scheint es da aber auch noch Fallstricke zu geben.

Auch diesen Laderegler habe ich über zwei Jahre parallel zu einem MakeSkyBlue genutzt und mit 4 Panels (ca. 1000W Peak) beschaltet, er hat immer zuverlässig gearbeitet, lediglich die Akku-Kapazitätsanzeige ist bei LiFePo4 Akkus derart ungenau das man sie am besten nicht beachtet  Empfehlen würde ich diesen Ladereglern vor allem Nutzern die gerne viel nach eigenen Vorstellungen manuell konfigurieren möchten, sich eine halbwegs brauchbare App wünschen und nicht zu viel ausgeben wollen. Einsteiger werden manchmal bei dem ersten Blick auf die Ladeeinstellungen erschlagen. Im Effizienzvergleich lag dieser Laderegler nur ganz knapp vor MakeSkyBlue (fast gleichauf) und knapp hinter Victron.  Erhältlich ist dieser Laderegler über Amazon* oder AliExpress*.

Zusammengefasst meine Plus- und Minus-Punkte:

+ gute Leistung und auch bei höherer Eingangsspannung
+ für kleine aber auch ein wenig größere Solaranlagen geeignet
+ unterstützt alle gängigen Batteriespannungen 12V, 24V und 48V
+ kontrastreiches beleuchtetes Display
+ vielfältige Lade- und Lasteinstellungen
+ Temperatursensor im Lieferumfang
+ lautlos durch großen Kühlkörper
– per Tasten und App ein wenig umständlich konfigurierbar
– WiFi- oder Bluetooth-Modul nicht im Lieferumfang (muss man optional mitbestellen)
– Display durch ständigen Wechsel etwas unübersichtlich
– App wenig komfortabel, kleinere Fehler
– relativ groß für die Leistung

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 12:16 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 


Victron SmartSolar MPPT 150V/45 – 12V/24V/48V  45A MPPT Solarladeregler

Der Laderegler der Firma Victron gehört mit Abstand zu den teuersten im Test und das obwohl er von den Leistungsgrenzen nur an zweiter Stelle deutlich hinter MakeSkyBlue einzuordnen ist. Der maximale Ladestrom des Victron SmartSolar MPPT 150V/45  beträgt nämlich 45A. Unterstützt werden auch hier alle gängigen Batteriespannungen, also 12, 24 und 48V. Bei 24V Batterie kann eine PV-Leistung von 1300W angeschlossen werden, somit können hier dank der erlaubten Eingangsspannung von bis zu 150V hier sehr gut  bis zu 3 große 400W Module in Reihe beschaltet werden. Hat man 385W Module wie ich, so kann man hier gut auch vier Module in  Parallelschaltung (2×2) daran betreiben und so die Spannung niedriger halten.   Bei Verwendung einer 48V Batterie darf die PV-Leistung sogar 2600W hoch sein, also hier wären 6 große 400 Panels (2×3 parallel) möglich.
Trotz des hohen Preises ist der Victron Laderegler der einzige Laderegler der keinerlei Display sondern nur einige LEDs besitzt. Sogar ein Lastausgang fehlt bei diesem Modell. Auch im Design wirkt der Victron Laderregler relativ schlicht, er ist allerdings sehr kompakt und recht schwer. Das Gewicht kommt in erster Linie durch eine Vergussmasse zustande, denn Victron verklebt fast alle Produkte im Inneren  komplett mit einer Füllmasse. Vorteil ist eine eventuell bessere Wärmeableitung, keine Verschmutzung, keine Korrosion und keine Eingriffsmöglichkeit durch Kunden. Nachteil ist natürlich dass sich ein defektes Gerät kaum reparieren lässt, das gleicht Victron allerdings mit einer 5 Jahre Herstellergarantie ganz gut aus.

Durch den Kühlkörper auf der Rückseite, die Vergussmasse und eine gute Elektronik hält sich die Erwärmung trotz des kleinen Gehäuses in Grenzen, die angegebenen 45A kann man also auch tatsächlich über längere Zeit erreichen. Dass kein Display vorhanden ist, finde ich schon ein wenig schade, allerdings wird dieser Nachteil durch einen Victron Kommunikationsport (nennt sich VE-Direct) und ein eingebautes Bluetooth Modul etwas ausgeglichen. Man sollt beim Kauf darauf achten dass „Smartsolar“ im Namen angegeben wird, es gibt die Modelle nämlich auch etwas günstiger ohne Bluetooth, dort wäre dann immer ein PC und spezielles Kabel zur Programmierung nötig, was deutlich umständlicher ist.
Der Smartsolar Laderegler kann also sehr leicht mit der kostenlosen App VictronConnect verbunden und gesteuert werden. Und die App ist auch wirklich gut, von allen getesteten Ladereglern ist die VictronConnect App die wirklich übersichtlichste und stabilste im Test gewesen. Die üblichen Leistungsdaten wie PV-Leistung, Ladestrom, Batteriespannung werden in Echtzeit angezeigt. Zudem lassen sich historische Daten auch blitzschnell als Balkendiagramm oder Live-Kurvendiagramm darstellen. Auch die Konfiguration von Batterietyp und Ladeeinstellungen ist hier sehr übersichtlich.

Neben der sehr guten App lassen sich auch alle Victron Smartsolar Laderegler über Bluetooth zu einer Art Netzwerk koppeln. Dadurch hat man beispielsweise den Vorteil dass man auch den gesamten Ladestrom überwachen und sogar begrenzen kann. Das ist ein enormer Vorteil wenn eine Solaranlage sehr groß wird und aus vielen Ladereglern und Panels besteht. Eine weitere Besonderheit ist die VE-Direct Schnittstelle. Diese kann genutzt werden um beispielsweise eine Cerbo GX Zentraleinheit mit WLAN und LAN und vielen weiteren Ein- und Ausgängen anzuschließen. An diese können dann wieder viele andere Komponenten angeschlossen werden, wie z.B. Wechselrichter MultiPlus2 , Victron SmartShunt Batteriemonitor, Temperatursensoren, Smartmeter usw. Und alle Geräte können dann über die gleiche  App gesteuert, konfiguriert und miteinander verzahnt werden. Dadurch sind viele Dinge bis zur beliebten Nulleinspeisung realisierbar. Dass kein Lastausgang vorhanden ist, ist kein nennenswerter Nachteil da man größere Lasten sowieso immer direkt an der Batterie anschließen sollte, darauf habe ich aber oben schon hingewiesen. Verzichtet man auf den Kommunikationsport VE-Direct, so kann ein Pin als virtueller Lastausgang in Verbindung mit Victron BatteryProtect* oder anderen Komponenten genutzt werden.

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 12:48 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 

Von den eigentlichen Ladeeigenschaften und der Effizienz unterscheidet sich der Victron Laderegler im Test nur gering von den anderen getesteten Modellen, er liegt zwar bei der gemessen Effizienz an der Spitze, jedoch ist der Abstand nicht sonderlich groß. Der große Vorteil ist eigentlich die gute App und und Kombinierbarkeit mit anderen Victron Komponenten. Aus diesem Grund eignet sich dieser Laderegler vor allem für Leute die sehr viel Wert auf die App legen und eventuell die Solaranlage noch größer ausbauen und erweitern wollen.  Allerdings lässt sich Victron diesen Vorteil auch gut bezahlen, je mehr Komponenten man bezieht desto länger dauert es bis sich eine Solaranlage am Ende rechnet. Victron Komponenten werden daher gern von Leuten gekauft die auch an der Technik selbst ihren Spaß haben und gerne an vielen Rädchen drehen. Erhältlich ist der Victron SmartSolar MPPT 150V/45 Laderegler über Amazon* oder offgridtec*. Alternativ gibt es noch andere interessante Victron Laderegler mit geringeren und höheren Ladeströmen, siehe auch Empfehlungsliste. Die erste Zahl in der Bezeichnung gibt bei Victron immer die maximale PV Eingangsspannung an, die zweite Zahl ist der maximale Ladestrom der möglich ist.  Wichtig ist dass man aufgrund des verlockend günstigen Preises kleinerer Varianten keinen zu niedrigen Ladestrom wählt, hier verschenkt ihr ansonsten dauerhaft Energie was euch am Ende oft teurer kommt. .

Zusammengefasst meine Plus- und Minus-Punkte:

+ gute Leistung und auch hohe Eingangsspannung
+ für kleine aber auch größere Solaranlagen geeignet
+ unterstützt alle gängigen Batteriespannungen 12V, 24V und 48V
+ lautlos durch großen Kühlkörper
+ hervorragend stabile und übersichtliche App
+ Bluetooth bereits integriert
+ Bluetooth Netzwerk mit anderen Ladereglern
+ VE-Direct Schnittstelle um Gerät mit einer Zentraleinheit und anderen Geräten zu verbinden (Cerbo GX)
+ 5 Jahre Garantie
– kein Display
– kein echter Lastausgang
– Temperatursensoren nur optional
– recht teuer

zuletzt aktualisiert.: 28.05.2024 um 12:48 Uhr * Hier werden Partnerlinks bzw. Affiliate genutzt- Wenn Du über eine Affiliate Link ein Produkt kaufst unterstützt Du unsere Seite da wir eine kleine Provision erhalten. 


 

Daten der empfohlenen Laderegler im Vergleich

Power Queen 30AMakeskyblue 60AEpever Xtra4415N 40AVictron SmartSolar MPPT 150V/45
Geeignet für Batteriespannungen12V / 24V12V / 24V / 36V / 48V12V / 24V / 36V / 48V12V / 24V / 36V / 48V
BetriebsartMPPTMPPTMPPTMPPT
Maximaler Ladestrom30A60A40A45A
Geeignet für LiFePo4 AkkuJaJaJaJa
Geeignet für Lithium AkkuJaJaJaJa
Geeignet für Blei / AGM / GEL AkkuJaJaJaJa
DisplayLCDFarbdisplayLCDnein
AppJaJa (nur Version 119)JaJa
BluetoothJaNeinOptionalJa
WLANNeinJa (nur Version 119)OptionalOptional mit Cerbo GX
PV VerpolungsschutzJaJaJaJa
ÜberspannungsschutzJaJa--
ÜbertemperaturschutzJaJaJaJa
Batterie-ÜberladesschutzJaJaJaJa
Batterie-NiederspannungsschutzJaJaJaJa
StrombegrenzungJa (sogar per App einstellbar)JaJaJa (sogar per App einstellbar)
Vorhandene KühlungGroßes KühlblechLüfterGroßes KühlblechGroßes Kühlblech
Max. PV Leerlaufspannung bei 48V-160V138V150V
Max. PV Leistung bei 48V-2800W2080W2600W
Max. PV Leerlaufspannung bei 24V100V105V138V150V
Max. PV Leistung bei 24V800W1440W1040W1300W
Max. PV Leerlaufspannung bei 12V100V80V138V150V
Max. PV Leistung bei 12V400W720W520W650W
Wirkungsgtrad98%98,2%97,4%95%
Lastausgang Ja 20AJa 5AJanicht vorhanden
Ein Port kann als Lastausgangssignal genutzt werden. Victron Protect kann angeschlossen werden.
KommunikationsportRS232 für Bluetooth-AdapterMicro USBRS485Ja VE-Direct
Batterie Temperatur Sensor anschließbarJaNeinJaOptional
Ladung unter 0 Grad blockierbarNeinNeinJaJa
Max. Kabelstärke6 - 8mm²6mm² (zweifach)16mm²16mm²
Betriebstemperatur-35℃ ~ +45℃-20℃ ~ +55℃-25℃ ~ +50℃-30℃ ~ +60℃
Eigenverbrauchca. 1,2Wca. 1,2Wca. 0,5Wca. 0,4W
Maße17,3 x 7,2 x 23,8 cm21,5 x 11,5 x 5 cm25,5×18,9×8,3 cm13 cm x 18,6 x 7 cm
Gewicht2,0 kg1,4 kg2,5 kgca. 3 kg
AnmerkungKonfiguration könnte übersichtlicher sein. Aufgrund begrenzter EIngangsleistung nur für sehr kleinere Solaranlagen geeignet.Sehr einfach per Tasten zu konfigurieren und sehr übersichtliches Display. Hohe Leistung trotz kompakter Bauart.Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten aber sehr unübersichtliche
per Tasten. Per App geht es etwas einfacher.
Teuer und leider kein Display. Aber sehr gute und übersichtliche App-Bedienung. Mehre Laderegler können miteinander kommunizieren.

Tueftler Youtube Video anschauenVideo zum Laderegler Vergleich

Kleines Fazit zum Laderegler Vergleich

Ich hoffe ich konnte euch einige Tipps zur Auswahl und Verwendung von Ladereglern geben, alle hier genannten Laderegler sind ausgereift und empfehlenswert, ansonsten hätte ich sie nicht selbst gekauft und vorgestellt. Als besonderen Preis-Leistungssieger möchte ich dennoch MakeSkyBlue* hervorheben, er ist sowohl für kleinere und größere Anlagen verwendbar und ausgesprochen günstig und leistungsstark. Wer dagegen ein größeres Budget zur Verfügung hat und besonderen Wert auf App und Kommunikation legt, der ist mit dem Victron Laderegler am besten bedient. Insbesondere wenn noch weitere Victron Komponenten (z.B. SmartShunt, Multiplus 2, Cerbo GX) verbaut werden sollen. Ich persönlich nutze bevorzugt einen MakeSkyBlue und zwei Victron SmartSolar MPPT 150V/45* . Aber auch der Epever Xtra4415N und PowerQueen Mppt sind gute Laderegler. Mit dem EpEver* kann ich mich nur aufgrund der etwas umständlichen Bedienung nicht so richtig anfreunden und der PowerQueen Mppt* ist halt nur für kleinere 12 und 24V Anlagen geeignet.
Weitere Tipps findet ihr in anderen Projekten auf dieser Seite, einige interessante Berichte zum Thema habe ich euch unten mal verlinkt. Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr die gerne als Kommentar hinterlassen.  Hilfreiche oder gut getestete Wechselrichter, Messgeräte, Zellen- und Akkus, Panels usw. empfehle ich immer in dieser Liste.
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15 Kommentare zu Artikel “Laderegler Tutorial – auswählen, anschließen sowie Top MPPT-Solarladeregler im Vergleich !”

  1. Peter P. sagt:

    Absolut Top Beitrag und auch das Youtube Video war sehr hilfreich.
    Ich hätte da mal eine Frage. Ich plane schon seit einiger Zeite eine PV-ANLAGE selbst zu bauen. Durch die spezielle Situation muss ich 4 Panelstandorte mit Ost West Ausrichtung montieren. Meine 8 Module haben 400wp und ich würde durch die dezentralen Standorte je 2 Panels (Ost) mit einem Victron 100/20 ausstatten. Bei den West Modulen das gleiche. Also 4x Victron Mppt Smartsoler 100/20. In Summe wollte ich mir einen Pylontech US5000 Akku kaufen, der von den 4 LR geladen wird,die in dem Bluetooth Verbund arbeiten. Das System wird auf jeden Fall 48V haben. Ich möchte eine 0 Einspeisung realisieren und würde mir den Lumentree 2000 mit dem Trukistick holen. Ein Shelly 3em pro ist im Verteiler schon vorhanden. Leider bin seitens PV noch Anfänger. Wäre das in meine Konstellation so machbar? Die professionelle Einschätzung ihrerseits würde mir sehr sehr helfen.
    Schon jetzt vielen Dank für Ihre Antwort

    Vielen Da k

    1. Tueftler sagt:

      Danke! Ja das könnte man so machen wie du es beschreibst. Man könnte auch nur zwei größere Laderegler Victron 150/45 nehmen wie ich es oben im Video beschreibe und über Dioden 2×2 Panel parallel schalten. Beides geht, viel Unterschied dürfte es in Performance auch nicht sein.
      ich bin kein so großer Freund von der Wlan Anbindung eines Wechselrichters wie LUMENTREE SUN-2000G2 , aber es ist natürlich eine der einfachsten Möglichkeiten wenn die Wlan Verbindung stabil läuft, daher will ich es nicht verteufeln solange es erlaubt ist. Das der Lumentree durch Elektriker angemeldet werden müsste ist sicherlich bekannt. Von Leistung würde es glaube ganz gut zusammen passen.

  2. Daniel H. sagt:

    Ein richtig gelungener Beitrag. Ich bewundere den Sachverstand der sich eigentlich durch die ganze Seite und Videos zieht. Ein echter Lichtschimmer unter den heute üblichen Seiten die nur noch durch Werbung und gefährlichem Halbwissen glänzen.
    Ich schreibe eigentlich gewöhnlich nie Kommentare, jedoch Lob wollte ich mal loswerden. Die Seite verdient eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit, sie hat mir schon oft geholfen. Mich interessiert der Lumentree 600, könntest du bei Gelegenheit mal testen ob der Trucki-WLAN Stecker zumindest halbwegs genau und zuverlässig funktioniert? Das dieser mitgelieferte Clip genauer arbeitet weiß ich natürlich, aber WLAN wäre für mich mich einfacher einzurichten.
    vielen Dank Daniel

    1. Tueftler sagt:

      Danke für die wirklich netten und natürlich sehr motivierenden Worte. Was Lumentree WLAN Anbindung an betrifft, da bin ich persönlich nicht so ein Freund von der aktuellen Lösung. Aber tatsächlich haben schon viele ähnliches gefragt, daher werde ich mir das demnächst zumindest mal anschauen und es ausprobieren. So kann ich dazu dann sicher auch mal konkretes in einem Beitrag oder Video dazu zeigen, persönlich werde ich aber sicherlich wieder zum Kabel Clip wechseln. Ich kann natürlich verstehen das der bequemere Weg über WLAN sehr verlockend für viele ist.
      lg Frank

  3. Wilhelm Johnen sagt:

    Das ist einnSuperr-Bericht. Er hat mir in vierlen Fragen schon geholfen. Nur habe ich noch dieses Problem:
    Gibt es einen 14V-MPPT-Solarregler mit 2 Moduleingängen ( für 2 Module 365W , 35,5V Vmpp ., Impp 10,30A )
    der auch 2 Modulausgänge für meinen Wechselrichter HM800 hat ? Oder kann ich auch mit einem Y-Kabel beide
    Module an dem einen Ausgang anschließen ?
    Dann sollte der Solarregler am Tag den Strom ins Netz leiten und auch am Tag den Speicher laden können.
    Ich habe schon alles nachgesucht. Das Problem ist, dass die Meistene Laderegler am Tag nucr speichern können, um in der Nacht mit dem Strom aus dem Speicher den Grundbedarf zu decken.
    Vielleicht hast Du ja eine Lösung
    LG Wilhelm

    1. Tueftler sagt:

      Der Laderegler ist immer an der Batterie (also Akku) angeschlossen. Entscheidet ist die Batteriespannung. Der Einspeise-Wechselrichter wird auch parallel an die Batterie angeschlossen. Mit einem Mikrowechselrichter geht das nicht so gut, mit einem Sun600/1000 ginge das genauso wie Du es willst. Das habe ich mal in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=2Bu-tYIz1yE erklärt! Alternative geht es natürlich auch mit SolarFlow, siehe diesen Artikel.

  4. Stefan sagt:

    Danke für die sehr verständlich formulierten Berichte!
    Bei Regentagen oder schneebedeckten Panels nutze ich eine kleine Wasserturbine. Ein Epever 2215 BN regelt die Turbine Pefekt. Mit veschiedenen Brushlessmotoren (vom Schrottplatz) bin ich am experimentieren. Beim öffnen der Wasserleitung liefern einzelne „Generatoren“ eine Spiztenspannung von 250 V. Puff…Der Regler bremst zu spät. Damit ich nicht nochmal die Mosfet und Kondenser beim MPPT ersetzen muss suche ich eine Lösung, um die Leerlaufspannung bei ca 120 V zu begrenzen. Haben Sie eine Idee? (meine Elektronikkenntnisse sin bescheiden.)
    Allenfalls fü interessierte „Bastler“:
    Pelton 100 mm
    3.3 bar,Leitung PE40 (innen32mm)
    Düse 6mm
    Durchfluss ca. 40 lt/min
    Ertrag: 8,5A bei 12,9v Batteriespannung = ca.110 Watt.

    1. Tueftler sagt:

      Danke. Sorry, mit Wasserkraft und den dortigen Generatoren und Reglern habe ich bislang nichts am Hut gehabt. Da weiß ich zu wenig drüber um Dir hilfreichen tipp geben zu können. Vielleicht kann dir anderer Leser was dazu sagen.

      1. Stefan sagt:

        Danke für die Antwort. Ja, das Anliegen ist etwas speziell, bin gespannt, ob irgend ein Leser weiterhelfen kann.Bis anhin habe ich keinen (kleinen, bis 20 A) MPPT-Regler gefunden, welcher mehr als 150 V Leerlaufspannung aushält. Vermutlich werden keine angeboten, weil die meisten „Bastler“ auf Spannungen über 120V= allergisch reagieren.

  5. Peter sagt:

    Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Beitrag.
    Frage dazu:
    Haben die MPPT-Solarladeregler üblicherweise eine
    galvanische Trennung zw. Solar-Stromkreis und Batterie-Stromkreis?

    1. Tueftler sagt:

      Hallo Peter,
      das kann man so pauschal nicht sagen, meines Wissens haben nicht alle MPPT Solarladeregler eine galvanische Trennung. Das müsste man im Einzelfall in der Dokumentation oder vom Hersteller erfahren oder halt nachmessen. Bei den Victron Ladereglern gibt es meines Wissens aber bei den meisten eine galvanische Trennung vom Batteriestromkreis. Wenn es für dich wichtig ist, aber immer noch mal in Doku des jeweiligen Ladereglers schauen, gewöhnlich ist das für den Betrieb nicht so von belang.
      lg
      Frank

  6. Harry sagt:

    Hallo, und erstmal danke für die wirklich aufschlussreichen Videos.
    Frage : der Victron150 / 45 hat eine max. PV Leistung von 1300 Watt. Wenn ich aber 2 x 2 Panels 375 W schalte, habe ich doch schon 1500 Watt ? Warum ist das nicht zu viel ?

    1. Tueftler sagt:

      Hallo, danke erst mal. Zur Frage: Es kommt auf die Akku Spannung an, bei 24V wäre Grenze 1300W, bei 48V erst bei 2600W. Ich nehme also an du meinst 24V Betrieb! Also genau genommen könntest Du also 2 x 2 Panels 375 W nur bei 48V nutzen. Soweit liegst Du also schon richtig mit deiner Rechnung. In der Praxis ist es aber in vielen Fällen äußerst selten das die Maximalleistung aller 4 Panels wirklich erreicht wird. Und wenn Sie mal erreicht wird, dann oft nur sehr kurz.
      Aus diesem Grund kann man oft auch bei 24V eine leichte Überbelegung nutzen. Der Laderegler wird allerdings dann die maximale Leistung eventuell etwas begrenzen, sollte mal wirklich Spitzenleistung kommen. Eine kleine Überbelegung der Leistung ist bei vielen Ladereglern nicht so tragisch. Besonders wenn man ungünstigen Standortbedingungen für Panel hat, Hang, Beschattung, etwas unterschiedliche Ausrichtungen kann man ruhig ein wenig drüber hinaus gehen. Wesentlich gefährlicher ist ein Überschreiten der zulässigen Spannung, da sollte man nicht bis an die Grenze gehen. lg Frank

  7. Markus Schmitt sagt:

    Hallo,
    sehr tolle Seite mit sehr gutem Videos. Vielen Dank dafür.
    Ich habe eine Frage zu deiner Parallelschaltung von Akku, Laderegler und Panels. Die Spannung, die an den Batterien ist, liegt auch am Wechselrichter an. Mein Wechselrichter benötigt eine Startspannung von 50 V. Also müsste ich mindestens eine 48 V Batterie (4 x 14,2V) verwenden, damit dieser funktioniert? Das ist in meinem Fall sehr knapp..
    2 Frage: Die Sicherung die zum Wechselrichter geht, muss ich nach dem max. Strom des WR Dimensionierung. Wenn diese zu hoch wird, löst die Sicherung aus, oder reduziert diese auch den Strom?
    Danke und Gruß

    1. Tueftler sagt:

      Normalerweise macht man es umgekehrt. Man entscheidet sich für eine Batteriespannung und sucht dann den passenden Wechselrichter für. Wechselrichter mit Startspannung erst ab 50V sind nicht so günstig für Akku-Betrieb, halbwegs vernünftig funktionieren einige mit 16 Zellen LiFePo4 Akkus. Wechselrichter die sich besser für Akku/Batterie eignen findet du auf meiner Empfehlungsliste.
      Die Sicherungen müssen in erster Linie so ausgelegt werden das die Kabel nicht durchbrennen! Der Strom wird durch die Sicherung nicht begrenzt!

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